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Kinect Bewegungssteuerung für die Xbox-360-Spielkonsole im Test

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Bewegungssteuerung "Kinect" von Microsoft  

Eine neue Art Videospiel

08.11.2010, 10:07 Uhr | Richard Löwenstein / jr , Richard Löwenstein

Kinect Bewegungssteuerung für die Xbox-360-Spielkonsole im Test. Kinect Adventures (Bild: Microsoft / Montage: www.t-online.de)

Kinect Adventures (Bild: Microsoft / Montage: www.t-online.de)

Gaming ganz ohne Controller. Videospiele mit dem Körper kontrollieren: das ist das Prinzip von Microsofts neuer Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360. Nach langer Wartezeit ist die magische Sensorleiste für die Spielkonsole ab dem 10. November hierzulande im Handel erhältlich. Wie funktioniert das Ganze technisch? Wie fühlt sich das an, wenn der Körper zum Controller wird? Lohnt es sich, für die schwarze Klavierlack-Sensorleiste 150 Euro auszugeben? Und vor allem: Macht es Spaß? Wir haben Kinect auf den Zahn gefühlt.

Das Prinzip

Die Idee hinter dem Ganzen besteht darin, den Spieler aktiv am Geschehen zu beteiligen: Er soll das Game nicht durch Knöpfchendrücken, sondern mit vollem Körpereinsatz kontrollieren - ganz ohne Steuerelemente in der Hand. Der Spieler ist quasi der Controller: Kinect scannt seine Bewegungen und die dreidimensionale Position im Raum. Die Technik funktioniert ähnlich wie bei Sonys "Eye"-Kamera, nur verfeinert. Zwei Kamera-Sensoren sind in der sogenannten "Kinect-Leiste" verbaut. Sie wird nahe dem Fernseher platziert und auf den Spieler ausgerichtet. Einmal justiert, richtet ein Stellmotor die Linsen automatisch auf den Spieler aus. Erkannt werden maximal zwei menschliche Körper gleichzeitig, Multiplayer-Games funktionieren also mit höchstens zwei Teilnehmern. Vorausgesetzt, die Lichtverhältnisse und der Abstand zum Fernsehgerät stimmen. Denn da reagiert das System bisweilen empfindlich. Ein Abstand von 1,8 Metern zur Kamera für einen Spieler, 2,5 Meter für zwei Spieler, das ist das Minimum. Weiter als 3,8 Meter sollte man sich hingegen nicht vom Gerät entfernen. Wer hampeln und fuchteln will, braucht also ausreichend Platz.

Anschluss-Varianten

Bevor der Spaß losgeht, muss die Sensorleiste mit der Konsole verbunden werden. Kein Thema für Besitzer der neuen Xbox 360 Slim, denn die verfügt über einen speziellen Kinect-Anschluss an der Rückseite, was das Anbringen eines zusätzlichen externes Netzteils erspart. Auch mit einer "alten" Xbox 360 funktioniert Kinect, hier jedoch nur per Anschluss an den USB-Port. Die Stromversorgung übernimmt dann das beiliegende Netzteil. Die Sensorleiste sollte mittig unter- oder oberhalb des Fernsehers angebracht werden, damit sie den kompletten Raum erfassen kann.

Im Praxistest

Was das Ganze in der Praxis taugt, lässt sich prima anhand der mitgelieferten Minispiel-Sammlung "Kinect Adventures" ausprobieren. Hier müssen beispielsweise zwei Spieler gemeinsam ihr rotes Schlauchboot sicher über einen Wildwasserfluss navigieren. Felsen, Äste und andere Hindernisse wollen umrudert sein. Das klappt nur im Teamwork. Durch Seitwärtsschritte, Springen und Ducken wird das Boot sicher über Stromschnellen und Wasserfälle in seichtes Gewässer geleitet. Doch wer die Aktionen nicht möglichst synchron ausführt, verheddert sich, verliert an Geschwindigkeit und bleibt hängen. Anstrengende Angelegenheit - für schweißgetränkte T-Shirts und anschließenden Muskelkater fühlt sich Microsoft übrigens nicht verantwortlich. Party- und Gelegenheits-Spiele wie dieses sind übrigens aktuell der Standard. Produktionen für Hardcore-Gamer sind erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Fazit

Kinect verbreitet beste Laune. Die Technik funktioniert, und und zwar bis ins Detail. Wenn man sich zum Beispiel vor der Kamera am Kopf kratzt, dann ahmt die eigene Spielfigur diese Bewegung exakt nach. Rutscht die Hose, zieht sie sich auch das Alter Ego wieder hoch. Schade, dass der Spaß so teuer ist. Das Problem ist der Preis: Zur Investition von 150 Euro wären neben den raren "Early Adopters" wohl am ehesten Hardcore-Zocker bereit. Die werden allerdings von der Spiele-Auswahl wenig angetan sein, denn das aktuelle Angebot bedient nur Familien- und Gelegenheitsgamer. Und daher muss offen bleiben, ob Microsoft sein hohes Ziel erreicht und sein zweifellos tolles Produkt wie geplant bis Weihnachten fünf Millionen Mal an den Mann bringt.

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