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Spieletest zu "Gran Turismo 5" für PS3: Das Rennspiel Nummer Eins

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Test Gran Turismo 5 | Rennsimulation | PS3  

Das Rennspiel Nummer Eins

26.11.2010, 09:54 Uhr | vb, Richard Löwenstein

Spieletest zu "Gran Turismo 5" für PS3: Das Rennspiel Nummer Eins. Gran Turismo 5 Rennspiel von Polyphony Digital und Sony für PS3

Gran Turismo 5 (Bild: Polyphony Digital / Sony)

Auf einmal ist Gran Turismo 5, die meisterwartete Rennsimulation der letzten Jahre, tatsächlich da. Der plötzliche Start des PS3-exklusiven Spiels am 24. November kam überraschend. Denn die letzte Verschiebung eines Starttermins ist gerade einige Wochen alt - Publisher Sony und das Entwicklerstudio Polyphony Digital mussten sogar einen Launch-Event absagen, für den die Innenstadt von Madrid gesperrt worden wäre. Doch ab jetzt gilt: Motorsport vom Feinsten, die Ode an das Automobil, all das steht für Konsolen-Piloten leibhaftig im Regal beim Händler parat. Wie üblich wird bereits kurz nach Release ein erster Patch ausgeliefert. Weitere sind in Arbeit und werden etwa ein Schadensmodell ins Rennspiel bringen. Denn noch läuft nicht alles ganz rund, und entsprechend gestresst begegnet uns GT5-Mastermind Kazunori Yamauchi in der spanischen Hauptstadt Madrid zum Gespräch.

Über 1000 Autos

Das Faszinierende an GT5 ist die riesige Welt, die sich einem beim Start öffnet. Diese Ausstattung! 1031 Autos von 51 Herstellern, das liegt weit vor Forza Motorsport 3, dem größten Konkurrenten des Sony-Racers. Benzin-Liebhaber werden sich sofort verlieben, mit Freunde ihr Fahrkönnen perfektionieren und über Siege mehr und mehr Material freischalten. Vollgas-Fetischisten könnten das behäbige Anfangstempo im Karrieremodus als Spaßbremse empfinden. Sie holen sich ihren Kick besser im Arcade-Modus, wo Lamborghini und andere Über-Boliden vom Fleck weg startbereit stehen. Die originalgetreu nachgebauten Fahrzeuge aus aller Welt, sie sind die Stars. Wendige Karts, Mittelklasse von unseren Straßen, wundervolle Oldtimer und unerschwingliche Supersportwagen, das alles scheint zum Greifen nahe. Doch bei näherer Betrachtung werden nicht alle Autos gleich detailverliebt abgebildet. Vielfach sind die Instrumententafeln im Einheits-Look gestaltet. Bei den Machern ist man sich dessen bewusst, und so kündigt Kazunori San noch vor Weihnachten Stück für Stück überarbeitetes Material per Patch an. Eine fixe Reaktion, wenn man bedenkt, dass die Arbeiten am virtuellen Abbild eines einzigen Supersportwagens sonst mehrere Monate dauern.

Von der Skyline an die Côte d'Azur

Mit dem Nobelfuhrpark ist es noch nicht getan: Als Kulisse für die Racing-Action dienen 20 Basisstrecken in insgesamt 70 abwechslungsreichen Varianten. Anspruchsvolles Bolzen auf authentisch nachgebauten Rennstrecken ist genauso drin wie wildes Driften auf Sand und Eis, atemloses Zacken zwischen Wolkenkratzern und malerisches Cruisen an der Küste der Côte d'Azur. Soll's noch realistischer sein, schaltet man auf 3D-Modus um, denn diesen unterstützt Gran Turismo 5 natürlich auch. In stereoskopischer Ansicht taucht man dann endgültig ins Spiel ein, empfindet die Geschwindigkeit nochmals intensiver. Unbedingt ausprobieren!

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Die gesperrte Nordschleife

Doch nicht überall kann vom Start weg gerast werden. Wer beispielsweise die legendäre Nürburgring-Nordschleife in der Eifel fahren will, der muss einige Abende in den Karrieremodus investieren. Gemein, ja, aber von harter Freispiel-Arbeit kann keine Rede sein. Dafür sind die Positionskämpfe zu spannend, und es gibt zu viel Interessantes zu entdecken. Wetterwechsel, Tuning, Onlinerennen für maximal 16 Mitspieler - hier steckt Stoff für Wochen und Monate drin. Die Steuerung begeistert mit Präzision und Feingefühl. Rennen um Rennen wandern Siegprämien auf das Konto, mehr und mehr Fahrzeuge sind erreichbar. Über die Option "Lizenzen" erspielt man sich Führerscheine für höhere und schnellere Motorsport-Klassen, nimmt an Zeitfahrten teil, verfeinert sein Fahrkönnen in Driftrennen und kämpft in Markenpokalen mit Gegnern in denselben Autos. Die lockende Wirkung des Karrieremodus hängt auch mit der gekonnten Benutzerführung zusammen. Der Look erinnert an das Vorgängerspiel, dahinter stecken jedoch neu komponierte Menüstrukturen. Eine derart üppige Ausstattung so übersichtlich zu präsentieren, das zeugt von Erfahrung und Können.

Was uns gefällt

Die Liebe zum Detail zeigt sich an verschiedensten Stellen. Beispielsweise raubt einem die Installation beim ersten Spielstart keine Zeit. Sie läuft unbemerkt im Hintergrund, während man voller Neugier durch die Menüs surft. Ob sich die Minikarte im Spiel mitdreht, ob sie statisch bleibt, welchen Ausschnitt sie zeigt - all das ist variabel. Ähnliches gilt für die Feinjustierung eines Lenkrad-Controllers oder die Cockpit-Perspektive.

Was uns nicht gefällt

Es gibt nur vier Kameraperspektiven: Motorhaube, Hinterbord, Vollbild und Cockpit. Letzteres ist wie erwähnt noch nicht bei allen Fahrzeugen ausgeprägt, sondern nur bei rund 200 besonders detailliert modellierten "Premium-Fahrzeugen". Außerdem schade, dass Schatten ausfransen, dass die Grafik in großer Ferne manchmal sichtbar aufpoppt und dass man fast ausschließlich gegen Fantasiepiloten kämpft. Auch das Treiben um die Kurse herum hätte man lebendiger gestalten können. Hier macht Forza Motorsport 3 dann eben doch noch einige Punkte gut.

Fazit

Keine Überraschung: Gran Turismo 5 ist und bleibt die mit Abstand führende Motorsport-Simulation. Teil Fünf kommt der Realität nochmals ein gutes Stück näher und zelebriert die Liebe zum Automobil wie kein anderes Spiel. Grafik, Ausstattung und Ausführung gehen Hand in Hand. Perfekt ist es nicht geworden, aber so nahe dran war selten ein Racer. Wer Autos und Rennspiele liebt, ist hier richtig.

Infos zum Spiel

  • Titel: Gran Turismo 5
  • Genre: Rennsimulation
  • Publisher: Sony
  • Hersteller: Polyphony Digital
  • Release: Im Handel
  • Preis: zirka 60 Euro
  • System: PS3
  • USK-Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
  • Wertung: Sehr gut

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