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USK: Spielebranche arbeitet an wirksamen Jugendschutz für Onlinespiele

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USK: Spielebranche arbeitet an wirksamen Jugendschutz für Onlinespiele

01.12.2010, 15:57 Uhr | ams, dpa

USK: Spielebranche arbeitet an wirksamen Jugendschutz für Onlinespiele.  (Quelle: USK)

Alterseinstufungs-Symbole der USK (Quelle: USK)

Für Computerspiele im Internet will die Spiele-Branche künftig einen wirksamen Jugendschutz installieren. Ab dem 1. Januar 2011 soll es für Onlinespiele erstmals ein transparentes Altersverifizierungssystem geben. Für die Einstufung der Spiele wird die freiwillige "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" (USK) der Branche ein modulares Angebot bereitstellen, das neben einem Fragenkatalog auch eine Beratung sowie einen Verhaltenskodex für Anbieter von Computerspielen umfasst, sagte Felix Falk, Geschäftsführer der USK am Mittwoch in Berlin.

Einheitliches Bewertungssystem gesucht

Langfristiges Ziel sei es, über das neue Verfahren einen übergreifenden Jugendschutz sowohl für Online-Spiele als auch Titel auf Datenträgern zu etablieren. "Wir zielen auf ein einheitliches System", sagte Falk. Wenn Jugendschutz effektiv sein soll, müsse er auch einfach und transparent sein. Bislang gelten für Spiele verschiedene Auflagen, je nachdem, ob sie auf Datenträgern vertrieben werden oder ausschließlich im Internet oder auf mobilen Plattformen gespielt werden. Die Branche sorgt über die USK bereits für die Alterskennzeichnung von traditionellen Computerspielen. Mit der Novellierung des Jugendmediendienstestaatsvertrags (JMStV), die zum 1. Januar 2011 in Kraft treten soll, werden aber künftig auch für Online-Spiele jugendschutzrelevante Angaben wie eine Altersfreigabe verbindlich.

Mehr Prüfungsverfahren

Bislang berät zu jedem Spieletitel ein Gremium, dem Vertreter der Branche und staatlicher Prüfstellen angehören. Über dieses Verfahren würden derzeit jährlich rund 3000 Spiele geprüft, sagte Martin Lorbeer, Sprecher des Spiele-Publishers Electronic Arts. Mit der Novellierung des JMStV erwartet die Branche jedoch einen deutlich wachsenden Bedarf, dem dieses Verfahren nicht mehr gerecht werden könnte. Die Klassifizierung von Onlinespielen soll deshalb über einen ausführlichen Kriterienkatalog erfolgen, die die Spieleanbieter auch selbst ausfüllen können. Die USK habe dabei die Aufgabe, die Verlässlichkeit der Einstufung, die gemeinsam mit Vertretern der Landesjugendbehörden und Jugendschutzsachverständigen erarbeitet wurde, unter Beweis zu stellen, sagte Falk. Inzwischen sei eine Übereinstimmung von 91,89 Prozent erreicht. In Zweifelsfällen solle dann das Gremium entscheiden.

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