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Mauer-Shooter "1378(km)" in Kürze als Download verfügbar

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Umstrittener Mauer-Shooter "1378(km)" als Download erhältlich

10.12.2010, 10:40 Uhr | ams, dapd, dpa

Mauer-Shooter "1378(km)" in Kürze als Download verfügbar. 1378 (km) (Bild: Jens Stober)

1378 (km) (Bild: Jens Stober)

Ende September 2010 stieß der Karlsruher Kunststudent Jens Stober mit seinem Spielprojekt "1378(km)" auf einige Kritik. Der Ego-Shooter spielt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und lässt dem Spieler die Wahl, ob er die Rolle eines DDR-Grenzsoldaten oder die eines "Republikflüchtlings" übernimmt. Als Soldat kann man Flüchtlinge gar erschießen und wird zunächst mit Orden belohnt, muss sich dafür aber später in einem virtuellen Mauerschützenprozess verantworten.

Vorwurf der Geschmacklosigkeit

Ursprünglich sollte "1378(km)“ bereits im Oktober 2010 erscheinen, wurde aber aufgrund heftiger Proteste verschoben. So bezeichnete Hans-Hermann Hertle, Leiter der Forschungen zu den Toten an der Berliner Mauer am Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam, die Idee des Spiels als "geschmacklos". Und Hubertus Knabe, Leiter der Stasi-Gendenkstätte in Hohenschönhausen, hatte bei der Berliner Staatsanwaltschaft sogar Anzeige wegen verharmlosender Gewaltdarstellung gestellt. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen noch.

"Pädagogisch verantwortungslos"

Zu der nun doch stattfindenden Veröffentlichung des Spiels bezieht der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen Stellung: "Wir lehnen die Veröffentlichung des Computerspiels '1378 (km)' durch die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe entschieden ab. Die Rolle eines DDR-Grenzsoldaten einzunehmen und auf Flüchtlinge an der innerdeutschen Grenze zu schießen, bleibt eine makabere und rücksichtslose Spielidee. Auf die über 1000 Opfer an der Todesgrenze und ihre Familien wird keine Rücksicht genommen. Jugendliche in die Rolle von schießenden Grenzsoldaten zu setzen, die auf Flüchtende ballern, um sie daran zu hindern, in die Freiheit zu gelangen, ist didaktisch falsch, pädagogisch verantwortungslos und gesellschaftspolitisch nicht vertretbar."  

Den Schießbefehl verweigern

Jens Stober wies als Entwickler des Spiels darauf hin, dass die Spieler als Grenzsoldaten keineswegs dazu gezwungen seien, auf die Flüchtlinge zu schießen, stattdessen können sie sogar selbst die Flucht aus der DDR antreten. Insgesamt möchte Stober mit "1378 km" vor allem Jugendliche zum Nachdenken über die DDR und den Schießbefehl anregen, was durch kurze Infotexte innerhalb des Spiels zur damaligen Gesellschaft und Politik unterstützt werden soll. Das kostenlose Spiel steht als Mod für Half-Life 2 seit dem 10. Dezember 2010 auf der offiziellen Seite zum Game als Download zur Verfügung. Zuvor wurde das Spiel an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG) unter anderem von Stober selbst und dem Rektor Peter Sloterdijk vorgestellt.

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