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Spiele-Branche bedauert Scheitern des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags

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Spiele-Branche bedauert Scheitern des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags

17.12.2010, 13:43 Uhr | ams

Spiele-Branche bedauert Scheitern des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Alterseinstufungs-Symbole der USK (Quelle: USK)

Alterseinstufungs-Symbole der USK (Quelle: USK)

Der Jugendschutz im Internet sollte durch die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags (JMStV) verstärkt und zugleich vereinheitlicht werden. Mit den darin vorgeschriebenen Alterskennzeichnungen der USK für Online-Angebote (Spiele, Downloads, Texte und anderes mehr) wollte die Politik erreichen, dass Kinder und Jugendliche im Internet nur altersgemäßen Inhalten begegnen. Was wegen des hohen Prüfaufwandes und einer grassierenden Abmahnfurcht bei vielen Bloggern und Netzaktivisten für Proteste sorgte, kam der Spiele-Branche also durchaus gelegen. Doch der Landtag Nordrhein-Westfalens hat den neuen Staatsvertrag vorerst gestoppt.

Vergebliche Bemühungen

In der Spiele-Industrie ist man vom Scheitern des JMStV alles andere als begeistert: "Wir bedauern die Entscheidung des nordrheinwestfälischen Parlaments, den novellierten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht zu ratifizieren. Die Neuregelungen sollten eine einheitliche Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) möglich machen und damit zu einer Verbesserung des Jugendschutzes im Internet beitragen. Dies ist und bleibt eine Kernforderung der Unterhaltungssoftwareindustrie. Nach einem langwierigen Hindernislauf ist der JMStV nunmehr auf dem letzten Meter gescheitert“, sagte Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU).

Alles beim Alten

Nun bleibt bis auf weiteres der alte JMStV in Kraft, der keine Möglichkeit bietet, Onlineinhalte mit einer Rechtssicherheit bietenden Alterskennzeichnung zu versehen. Dabei hat die USK bereits ein Klassifizierungssystem für Onlinespiele entwickelt, ähnlich wie es für Games auf physischen Datenträgern schon seit Jahren existiert. Die USK erstellt dabei Gutachten darüber, für welche Altersklasse das jeweilige Spiel geeignet ist. Diese Empfehlung zieht dann der Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) heran, um letztlich die rechtlich verbindliche Altersfreigabe zu erteilen. Auch wenn dieses Verfahren bei Onlinegames nun doch nicht möglich ist, will die USK deren Herstellern dennoch ihr neues Alterseinstufungssystem anbieten. Ob und wann es doch noch eine gesetzliche Regelung für die Alterseinstufung von Onlinespielen geben wird, ist ungewiss. Der BIU jedenfalls ist nicht gerade optimistisch und befürchtet, dass ein weiterer Versuch zur Erneuerung des JMStV erst in einigen Jahren möglich sein wird.   

    

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