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Spieletest zu "Two Worlds 2": Rollenspiel für PC, PS3 und Xbox 360

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Test Two Worlds 2 | Rollenspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Two Worlds 2: Überraschend abenteuerlich

22.12.2010, 13:45 Uhr | Redaktionsbüro Richard Löwenstein / jr, Richard Löwenstein

Spieletest zu "Two Worlds 2": Rollenspiel für PC, PS3 und Xbox 360. Two Worlds 2 Rollenspiel von Topware für PC, PS3 und Xbox 360

Two Worlds 2 (Bild: Topware)

Hunger, Leid und Tod beherrschen das Land Antaloor. Die ideale Zeit für einen Helden, dieses Reich zu erlösen. Doch der steckt in den modrigen Kerkern des dunklen Hexers Gandohar fest - und das seit dem Finale des Fantasy-Rollenspiels "Two Worlds" von 2007. Die Fortsetzung "Two Worlds 2" für PC, PS3 und Xbox 360 knüpft oft an das Vorgängerspiel an. Technisch und spielerisch tut sich jedoch auch einiges Neues. So sind die zahlreichen Macken des Vorgängerspiels sind größtenteils ausgemerzt. Das Ergebnis ist eine gelungene Rollenspiel-Überraschung, in der packende Aufgaben, hübsche Fantasy-Kulissen und garstige Monster auf den Helden warten. Und eine geheimnisvolle Geschichte: Warum wird er ausgerechnet von einer Gruppe Orks aus dem Kerker befreit?

Zauberhafte Zauberei

Aus der Rückansicht verfolgt die Kamera wie gewohnt den selbst kreierten, aber stets männlichen Helden auf seinem Weg durch Antaloor. Der linke Analogstick wird zum Umherlaufen, der rechte für die Kamera gebraucht - ein bewährtes Prinzip. Ungewöhnlich dagegen ist, dass die genretypische Festlegung auf eine bestimmte Charakterklasse entfällt. Stattdessen kann der menschliche Held jede Sprosse der Karriereleiter erklimmen und beherrscht Magie wie Nah- und Fernkampf. Doch schon stören kleine Hindernisse die Erkundung: Ein Haufen Steine bringt den Helden zum Stillstand. Ein Tastendruck lässt den Recken emporspringen. Solche Bewegungen fühlen sich etwas weniger präzise und dynamisch als gewünscht an. Nächste Hürde ist ein Balanceakt über morsche Dielenbretter. Clever: Durch solche Hindernisse bringt einem das Game spielerisch die Steuerung näher. So auch in folgenden Kämpfen, in denen besonders das Zusammenspiel verschiedener Attacken überzeugt. Ein Antippen der Schultertaste führt zu Kombo-Angriffen, die je nach ausgewählter Waffe - etwa Schwert, Dolch oder Hellebarde - grafisch wunderbar variieren. Auch Feuerbälle, Wirbelstürme und heraufbeschworene Kreaturen sehen ungleich effektvoller und hübscher aus als im Vorgänger.

Groß, größer, Antaloor

Die offene, frei erforschbare Welt stellt sich als extrem weitläufig und lebendig heraus. Überall gibt es Höhlen zu entdecken, Banditenlager auszuheben, Tierherden zu jagen, Pflanzen zu sammeln und Monster zu verhauen. Aber Vorsicht, denn anfangs endet fast jede Konfrontation tödlich. Trotzdem kann schon die reine Erkundung der Landschaft für lange Zeit begeistern, nicht zuletzt wegen der vielen hilfsbedürftigen Dorf- und Stadtbewohner, die unzählige Bitten an den Helden herantragen. Hier ein Schloss knacken, da die Kanalisation säubern, dort ein paar machtpolitische Intrigen aufdecken, das ist abwechslungsreich und macht Spaß. Aber echte Krieger brauchen mehr als das. Sie brauchen einen roten Faden, ein Ziel. In Two Worlds 2 ist das die Rettung der eigenen Schwester Kyra. Der Weg dahin ist dank zahlreicher, gut geschnittener Zwischensequenzen in Spielgrafik prima inszeniert und immer verständlich. Einzig die zahlreichen Dialogszenen schwächeln. Gestik und Mimik der Figuren wirken etwas hölzern - eine Schwäche, die die sehr talentierten deutschen Sprecher aber fast vergessen lassen

Spiele 
Two Worlds 2

Szenen aus dem Rollenspielhit. zum Video

Was wir mögen

Die Welt, das Gameplay, die Story von Two Worlds 2 - alles wirkt viel ausgereifter, runder, fesselnder als in Teil eins. Zahlreiche Möglichkeiten wie das Erstellen von Gegenständen, Zaubern und Rüstzeug sorgen auch abseits der Missionen für viel Abwechslung.

Was wir nicht mögen

Eine Festplatteninstallation ist leider auch für Konsolenspieler Pflicht. Die offene Welt von Antaloor ist so riesig, dass ansonsten mit langen Ladezeiten zu rechnen ist. Das Aufgabenbuch, in dem alle laufenden und abgeschlossenen Missionen aufgelistet werden, könnte übersichtlicher sein. Die menschlichen Figuren wirken zudem etwas hölzern.

Fazit

Die Technik ist ausgereift, Abwechslung wird großgeschrieben: Two Worlds 2 versteht es zu begeistern. Der Umfang des Spiels - nicht zuletzt wegen des komplexen Kreations-Systems - lässt kleinere Macken vergessen. Mindestens 25 Stunden fesselt Antaloor den Spieler vor den Bildschirm. Wer alle Nebenaufgaben konsequent angeht, packt weitere 40 Stunden drauf.

Infos zum Spiel

  • Titel: Two Worlds 2
  • Genre: Rollenspiel
  • Publisher: Zuxxez / Topware
  • Hersteller: Reality Pump
  • Release: Im Handel
  • Preis: zirka 35 Euro (PC-Version) / zirka 55 Euro (Konsolenversion)
  • System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
  • USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
  • Wertung: Sehr gut

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