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Die Free2Play-Welle bei Onlinespielen

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Die Free2Play-Welle bei Onlinespielen  

Der gekaufte Vorteil

25.01.2011, 12:50 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Die Free2Play-Welle bei Onlinespielen. Free2Play-Welle bei Onlinespielen (Quelle: Activision-Blizzard, Codemasters ( Montage: www.t-online.de))

Free2Play-Welle bei Onlinespielen (Quelle: Activision-Blizzard, Codemasters ( Montage: www.t-online.de))

2010 war das Jahr der neuen Trends in der Spieleszene. Mit der Einführung der Bewegungscontroller Kinect und Move eroberten Microsoft für die Xbox 360 und Sony für seine PS3-Spielkonsole neue Kundschaft aus dem Lager der Casual Games- und Familienspieler. Aber auch auf dem Markt der PC-Spiele tat sich einiges. Herunterladbare Zusatzinhalte, die so genannten DLCs ("Downloadable Content"), gewannen immer mehr an Bedeutung. Die wohl finanziell bedeutendste Veränderung machte sich allerdings im Bereich der Multiplayer-Onlinespiele (MMOG) breit: Monatliche Abo-Gebühren wurden vielerorts durch sogenannte "Free2Play"-Bezahlmodelle ersetzt.

Kostenloser Spaß

Das Grundprinzip von Free2Play-Games ist simpel: Spieler registrieren sich, laden die Software herunter und steigen nach der anschließenden Installation sofort in das Game ein. Und zwar gratis. Bei browserbasierten Games geht's sogar noch schneller, da hier der Punkt Installation komplett wegfällt. Kosten entstehen zunächst nicht, weder für die Software noch für ein Abo, das den Zugang zu den Servern des Spiels erlaubt. Die Idee geht auf: Titel wie das MMOG Runes of Magic verzeichnen inzwischen über mehr als vier Millionen registrierte User. Wie aber rentiert sich das Geschäft mit dem kostenlosen Spielspaß für die Entwickler? Die Antwort: Durch so genanntes "Item-Trading". Will heißen: Spieler kaufen sich für echtes Geld einen virtuellen Gegenwert. Mal sind es Shop-Punkte, mal Diamanten oder Goldstücke. Mit dieser künstlichen Währung erstehen sie dann zusätzliche Gegenstände im Spiel selbst.

Der gekaufte Vorteil

Die gekauften Objekte bringen dem Spieler Vorteile: Stärkere Waffen erleichtern den Kampf, Boosts oder zeitlich begrenzt nutzbare Reittiere beschleunigen den Fortschritt. Kurz gesagt: Die Items sparen Zeit und Mühe. Die Kosten sind dabei zunächst gering. Die Gegenstände kosten nur selten mehr als ein oder zwei Euro. Allerdings kommt man in den meisten Online-Spielen nur dann wirklich weiter, wenn man sich regelmäßig mit Bezahl-Items oder -Extras eindeckt. Schnell können die monatlichen Kosten in die Regionen eines kostenpflichtigen Onlinespiels steigen. Sparfüchse brauchen deshalb vor allem eins, damit Free2Play auch seinen Namen verdient: Eine gehörige Portion Selbstdisziplin.

Ausnahme World of Warcraft

Das klassische Abo-Modell mit monatlichen Kosten bis zu 15 Euro stirbt aus: Selbst renommierte Multiplayer-Rollenspiele wie Der Herr der Ringe Online wurden auf den Free2Play-Betrieb umgestellt. Mit Erfolg: Seit der Neukonzeptionierung schreibt der Codemasters-Titel wieder schwarze Zahlen. Die Einkünfte haben sich verdreifacht; und die Nutzerzahlen steigen signifikant. Codemasters spricht von einer Million Neuanmeldungen und einer Rückkehre-quote von 20 Prozent. Das gescheiterte Action-Rollenspiel "All Points Bulletin" (APB) wird 2011 ebenfalls als Free2Play-Spiel wieder zum Leben erweckt. Die einzig Ausnahme bildet derzeit World of Warcraft: Das am 7. Dezember 2010 veröffentlichte dritte Add-on Cataclysm bescherte Hersteller Activision-Blizzard innerhalb von 24 Stunden mehr als 3,3 Millionen verkaufte Einheiten. Blizzard wird bei der aktuellen Euphoriewelle garantiert nichts an dem etablierten Abomodell (1 Monat Spieldauer: zirka 13 Euro / 3 Monate: zirka 36 Euro / 6 Monate: zirka 66 Euro) mit mehr als 12 Millionen Abonnenten ändern. Offensichtlich sind User in diesem Fall bereit, regelmäßig Geld für guten Service und ein starkes Produkt zu bezahlen.

Fazit

Free2Play suggeriert kostenlosen Spielspaß. Durchhalten lässt sich da aber nur, wenn man viel Zeit investiert und mühsam Sprosse für Sprosse auf der Erfolgsleiter nach oben klettert. Zocker mit dickem Geldbeutel sind aber oftmals klar im Vorteil in Sachen Spielumfang und Qualität. Doch das Free2Play-Konzept hat derzeit Hochkonjunktur: Kleine freiwillige Beträge schmerzen die Benutzer offensichtlich weniger als eine feste Abogebühr. 2010 kristallisierten sich Free2Play-Games als neue Geschäftsidee heraus. 2011 entscheidet darüber, ob diese neue Idee auch langfristig Spielspaß und volle Kassen garantiert.


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