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Sony geht gegen juristisch PS3-Hacker vor

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Sony geht gegen PS3-Hacker vor

28.01.2011, 16:05 Uhr | vb

Sony geht gegen juristisch PS3-Hacker vor. Playstation PS3 Slim (Quelle: Sony)

Playstation PS3 Slim (Quelle: Sony)

Sony macht im Kampf gegen PS3-Modifikationen Ernst. Wie nun bekannt wurde, haben die Hackergruppe "Fail0verflow" sowie der Hacker George "Geohot" Hotz einstweilige Verfügungen erhalten. Damit will Sony die Verbreitung des kürzlich von Hotz veröffentlichten Root-Keys unterbinden. Hotz hatte Anfang Januar 2011 den "Metldr Key" für die Playstation 3 veröffentlicht und damit den Kopierschutz der Spielkonsole ausgehebelt.

Sämtliche Infos vernichten

In ihren Anträgen an das Gericht in San Francisco verlangen die Anwälte der federführenden amerkanischen Sony-Dependance SCEA, dass der Beschuldige sämtliche Informationen über seine Arbeit am Verschlüsselungscode der PS3 vernichten und alle relevanten Datenträger an Sony-Anwälte übergeben soll. Gleichzeitig wird die Hackergruppe Fail0verflow dazu aufgefordert, das Vertreiben und Verlinken sämtlicher Infos und Werkzeuge, mit denen man nicht genehmigten Zugriff auf die Hardware der Konsole erhalten kann, zu unterlassen.

Klage in wenigen Tagen?

Begründet wird dies mit Verstößen gegen den Digital Millenium Copyright Act, der zufolge ein Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen illegal ist. Hotz habe in Kauf genommen, dass man mit dem von ihm veröffentlichten Root-Key auch Schaden anrichten könne. Zusätzlich wirft man dem Hacker eine Verletzung des "Computer Fraud and Abuse Act" vor, der Computersysteme vor nicht genehmigten Zugriffen schützt. Derzeit handelt es sich bei den rechtlichen Schritten Sonys allerdings noch nicht um eine Klage. Diese könnte jedoch nach Einschätzung der Webseite "Engadget" bereits in einigen Tagen folgen.

Update: Die amerikanische Niederlassung von Sony Computer Entertainment (SCEA) hat eine gerichtliche Verfügung gegen George 'Geohot' Hotz durchgesetzt, Danach darf dieser keine Informationen über die Sicherheitssysteme der PS3 mehr verbreiten. Darüber hinaus wurde dem Hacker vom Gericht untersagt, an seinen Rechnern und Datenträgern irgendwelche Veränderungen vorzunehmen. Darüber hinaus muss Hotz sein komplettes Equipment innerhalb eines Zeitraumes von zehn Tagen Sony für weitere Untersuchungen zur Verfügung stellen.

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