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Spieletest "Little Big Planet 2": Schaffe, schaffe Weltenbauer

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Test Little Big Planet 2 | Jump'n'Run | PS3  

Schaffe, schaffe Weltenbauer

17.01.2011, 12:00 Uhr | Richard Löwesntein / vb, Richard Löwenstein

Spieletest "Little Big Planet 2": Schaffe, schaffe Weltenbauer. Little Big Planet 2 Jump'n'Run von Sony für PS3

Little Big Planet 2 (Bild: Sony)

Mit "Little Big Planet" hat Sony anno 2008 das Sackhüpfen auf der PS3 revolutioniert. Der Nachfolger, "Little Big Planet 2" - ebenfalls exklusiv für Sonys Konsole - setzt noch eins drauf. Denn das skurrile Abenteuer um das Sackleinen-Maskottchen namens Sackboy hat sich vom kreativen Plattform-Game zu einer kurzweiligen Kreativ-Plattform für Games entwickelt. Dabei ist die Basis auch diesmal wieder die gelungene Mischung aus Jump'n'Run-Kampagne und einem gigantischen Baukasten für eigene Level.

Auf der Jagd nach Negativitron

Die Story ist total Banane und deshalb für Groß und Klein so unterhaltsam. Das böse Negativitron - eine Art intergalaktischer Staubsauger-Roboter - hat das komplette Universum aufgesaugt. Zusammen mit seinen Freunden des Allianz-Geheimbundes - der Puppenfrau und Kuchenbäckerin Victoria, dem Möchtegern-Elvis Avalon und weiteren seltsamen Zeitgenossen - macht sich der Sackboy auf, Negativitron einen Knoten in den Saugschlauch zu zwirbeln. Seine Reise aus einer Art 2D-Sidescrolling-Ansicht mit 3D-Elementen führt Sackboy durch insgesamt sechs verschiedene Welten mit jeweils rund zehn Levels. Da gilt es, die Kuchen-Backmaschine in der Bäckerei von Victoria vor der Explosion zu bewahren oder in der Irrenanstalt der verrückten Eve die Insassen vor den bösen Teufelchen zu beschützen. Herrlich anzusehen sind vor allem die schrägen Figuren. Weil Anstaltsleiterin Eve zum Beispiel “einen Vogel hat“, trägt sie stets einen Käfig auf dem Kopf.

Vorhang auf

Eine Welt gibt sich kunterbunter und kreativer als die andere. Es geht vorbei an haushohen Bücherregalen, durch das Innenleben eines Computers und in das Hirn eines irren Professors. Geworfene Sahnetorten und Schwämme ebnen den Weg auf entlegene Ebenen, ein Wasserspeier-Helm löscht brennende Grasflächen, und kugelrunde Roboter-Hamster helfen dem Sackjungen durch futuristische Rennröhren. Hier gibt es so viel zu sehen, zu bestaunen, zu lachen und Sammelbares zu entdecken, da will man jeden Zentimeter erkunden. Um all die Kleinigkeiten zu finden, braucht man aber zwingend eines: Freunde. Die komplette Kampagne lässt sich zu viert an einer Konsole spielen - und für manche Rätsel wird eben mehr als ein Sackboy gebraucht. Davon abgesehen: Mit mehreren macht die aberwitzige Sackhüpf-Tour ohnehin mehr Spaß. Denn da kann man nicht nur gemeinsam schmunzeln und sich durch die Geschicklichkeits-Parcours helfen, sondern auch allerhand Schabernack treiben, etwa schubsen, pöbeln und fiese Grimassen ziehen. Was für ein spielenswertes Chaos!

Spielen, kreieren, teilen

Wie schon im Vorgängerspiel bestehen die Levels im Wesentlichen aus Geschicklichkeits- und Jump'n'Run-Elementen. Sackboy überspringt tiefe Abgründe, legt Schalter für Türen um, beschmeißt Gegner mit Kuchen und hangelt sich an Lampen, Kränen und Seilen gen Level-Ausgang. Oft ist dabei nicht nur Fingerspitzengefühl gefragt, sondern auch logisches Denken. Denn auch Little Big Planet 2 setzt wieder auf zahlreiche Physikspielereien. Die scheinbare 2D-Welt entpuppt sich schnell als Szenario mit mehreren Tiefenebenen, zwischen denen der Sackjunge auf Knopfdruck wechselt. Versperrt eine Wand den Weg, reicht zum Beispiel ein Hüpfer in die hintere Ebene, um hinter dem Hindernis vorbeizumarschieren. Große Neuerungen in der Kampagne sucht man allerdings vergebens.

Etwas Großes auf die Beine stellen

Sony setzt in punkto Langzeitmotivation eher auf den stark aufgemotzten Levelbaukasten. Denn aus dem einstigen Kreativspielplatz ist eine wahre Mega-Baustelle geworden. Nicht mehr nur eigene Jump'n'Run-Levels lassen sich damit entwerfen, nein, ganze Spiele, egal welchen Genres, kann der Spieler bauen. Shooter, Strategie, Rennspiele - nahezu alles ist möglich, wenn man denn die Grundlagen beherrscht. Und die haben’s ganz schön in sich. Alle Einführungen und Trainings zu absolvieren kostet Zeit und ist echt harte Arbeit. Die Belohnung: das Gefühl, etwas wahrhaft Großes auf die Beine gestellt zu haben und seinen Erfolg am Ende online mit anderen zu teilen.

Was wir mögen

Genau wie im Vorgängerspiel besticht die Welt von Little Big Planet 2 durch herrlich viel Fantasie und verquere Design-Ideen. Auch die Charaktere sind einzigartig und bringen ihren ganz eigenen Charme mit. Noch motivierender als die rund zehnstündige Kampagne ist aber der neue Levelbaukasten, mit dem sich nahezu alle Game-Fantasien realisieren lassen und anderen Spielern in aller Welt zugänglich gemacht werden. Wahnsinn!

Was wir nicht mögen

Noch immer bereitet die Steuerung des Sackboys ein paar Probleme. Sprünge wirken zum Beispiel sehr träge, die Spielfigur bleibt oft an Vorsprüngen und Hindernissen hängen. Außerdem darf in die Levels nicht hineingezoomt werden - das kostet Übersichtlichkeit. Zudem könnte die Komplexität des Editors viele jüngere und Gelegenheitsspieler überfordern und abschrecken.

Fazit

Wer nur ein Fünkchen Kreativität besitzt oder seine Spiel-Ideen schon immer mal in die Tat umsetzen wollte, der findet in Little Big Planet 2 sein Mekka. All diejenigen, die nicht selbst basteln wollen, erfreuen sich dagegen hoffentlich an der zu erwartenden Level-Flut der Marke "Eigenbau" von anderen, fleißigen Nutzern.

Infos zum Spiel

  • Titel: Little Big Planet 2
  • Genre: Jump'n'Run
  • Publisher: Sony
  • Hersteller: Media Molecule
  • Release: 21.01.2011
  • Preis: 60 Euro
  • System: PS3
  • USK-Freigabe: ab 6 Jahren
  • Einschätzung: Sehr gut

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