Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Mobile Games >

Nintendo 3DS: Mit 3D-Konsole gegen die Smartphone-Konkurrenz

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mit 3D-Konsole gegen die Smartphone-Konkurrenz

20.01.2011, 11:05 Uhr | vb, dpa

Nintendo 3DS: Mit 3D-Konsole gegen die Smartphone-Konkurrenz. Nintendo 3DS Präsentation in Amsterdam (Bild: dpa)

Nintendo 3DS Präsentation in Amsterdam (Bild: dpa)

Seit dem Gameboy ist der Name Nintendo ein Synonym für die Spielkonsole im Taschenformat, für digitale Unterhaltung im Zug oder auf der Auto-Rückbank. Doch die mobilen Konsolen der Japaner haben allgegenwärtige Konkurrenz bekommen. Smartphones geben passable Spielgefährten ab und sind ohnehin immer dabei. Nintendo wehrt sich jetzt, indem es die neue Generation seiner mobilen Konsolen aufrüstet: Der 3DS hat einen 3D-Bildschirm, für den Spieler keine spezielle Brille benötigen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Nintendo hatte mehrere Jahre lang phänomenalen Erfolg als Spiele-Anbieter für Nicht- oder Wenig-Spieler. Die Wohnzimmer-Konsole Wii und das Taschengerät DS lockten auch Kinder, Frauen und Senioren - Zielgruppen, die viele in der Branche lange vernachlässigten. Doch diese Strategie hat zwei Schwächen. Zum einen kaufen die Wenig-Spieler auch wenig Software. Zum anderen haben die mittlerweile in die Jahre gekommenen DS-Modelle viel Konkurrenz: Erzrivale Sony hat mit seiner Playstation Portable eine ähnliche Käufergruppe im Blick und plant laut Medienberichten ebenfalls ein Update der Hardware sowie ein Playstation-Handy. Und Smartphones bieten ein Spielerlebnis, das vielen als Häppchen für Zwischendurch ausreicht. Zumal immer mehr Nutzer ein Multimedia-Handy haben und die Spiele günstig oder gar kostenlos sind.

Für Fans aller Genres

Dieser Trend schlägt auf die Nintendo-Bilanz durch. Im laufenden Geschäftsjahr brach der Umsatz ein, im ersten Halbjahr schrieb das erfolgsverwöhnte Unternehmen gar Verlust. Das hat mit Wechselkurs-Einbußen durch den starken Yen zu tun, zum Teil mit der wachsenden Konkurrenz für die Wii, aber eben auch mit dem schleppenden Verkauf der Mobilkonsolen. Mit dem 3DS geht Nintendo beide Probleme an - und noch mehr. Einen 3D-Bildschirm, der ohne spezielle Brille einen räumlichen Eindruck erzeugt, haben selbst die Super-Smartphones nicht. Gleichzeitig ist das Gerät so rechenstark, dass auch aufwendige Spiele darauf laufen. So ermöglicht der 3DS ein neues Spielerlebnis. Damit umwirbt das Unternehmen wieder eine Zielgruppe, die es über Jahre weitgehend ignorierte: Kleine und große Jungs, die gerne und viel spielen. Man wolle "Fans aller Genres" erreichen, sagte Satoru Shibata, Präsident von Nintendo Europa.

In den Bildschirm hineingreifen

Was das heißt, zeigte ein Zusammenschnitt mit den 25 Spielen, die vom Start am 25. März an verfügbar sein werden: Darin waren niedliche Hunde und der lustige Klempner Mario auf einem Kart zu sehen, aber auch viel Geballer und Geprügel. Ein weiterer Pluspunkt bei der Vermarktung: Die neue Generation ist abwärtskompatibel und spielt auch Titel für DS und DSi ab, wenn auch nicht in 3D. Glaubt man Branchenexperten, stehen die Chancen des neuen Taschen-Nintendo gut. Viele, die das Gerät bereits in die Hand bekommen haben, schwärmen. Das Videospielmagazin "GEE" schrieb, der 3D-Effekt erfasse den ganzen Körper: "Man möchte in die Welt hinter dem Bildschirm hineingreifen." Erstmals fühle es sich so an, als sei das auch möglich - unser Gamescom-Fazit fällt ähnlich aus.

Den Markt veränden

Bobby Kotick, Chef des Spielekonzerns Activision-Blizzard, sagte gar, die 3DS könne ein "Game changer" werden also ein Gerät, das die Regeln des Marktes verändert. Auch die Software-Hersteller glauben offenbar an einen Erfolg in 3D, namhafte Studios wie Capcom, Konami und Electronic Arts sind mit bekannten Titeln wie "Metal Gear Solid", "Sims 3" und "Super Street Fighter IV" dabei. Den Preis setzt Nintendo offenbar massentauglich an. Was das Gerät beim Marktstart am 25. März in Europa kostet, hat das Unternehmen zwar noch nicht bekanntgegeben, mehr als 250 Euro dürften es aber nicht werden. Erste Online-Händler wie Amazon oder der Fachhändler Gamestop bestätigen den Preis. In Japan kostet der 3DS 25 000 Yen, das entspricht rund 225 Euro. In den USA werden 250 Dollar - 185 Euro - fällig.

Nicht ohne Fehler

Einen Haken hat die 3D-Begeisterung der Elektronikbranche: Nicht jeder Zuschauer und Spieler verträgt die visuelle Täuschung, die dem Tiefeneffekt zugrunde liegt. Nintendo empfiehlt die Konsole nicht für Kinder unter sechs Jahren, aus reiner Vorsicht, wie man betont. Bei Vorab-Präsentationen berichteten auch einige wenige Erwachsene von Schwindelgefühlen. Für den Erfolg der 3DS ist wichtig, dass es bei Einzelfällen bleibt. Sonst wird auch Nintendo schwindelig.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal