Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Spieletest zu "Dungeons": Strategiespiel für PC von Kalypso Media

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test Dungeons | Strategiespiel | PC  

"Dungeons": Sich wohlfühlen in der Hölle

24.01.2011, 11:18 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Spieletest zu "Dungeons": Strategiespiel für PC von Kalypso Media. Dungeons Strategiespiel von Kalypso Media für PC

Dungeons (Bild: Kalypso Media)

Alles eine Frage der Perspektive: Was dem einen die Hölle ist, ist dem anderen sein Zuhause. So sieht das auch das Münchner Entwicklerstudio Realmforge und dreht in seinem exklusiv für PC erscheinenden Strategiespiel "Dungeons" das übliche Gut-Böse-Moralsystem kurzerhand um. Ähnliches hatte Bullfrog mit seinem Klassiker "Dungeon Keeper" bereits vor einigen Jahren veranstaltet. Als oberster Dungeon-Lord verbringt man in Dungeons eine Zeit damit, mit Schätzen ahnungslose Helden in Labyrinthe zu locken, um ihnen schließlich ihre wertvolle Seelenenergie zu rauben. Mit Hilfe von Monsterkämpfen, Zaubersprüchen und der Aussicht auf noch mehr Schätze hält man die Eindringlinge möglichst lange bei Laune und mästet sie. Denn je glücklicher sie sind, umso mehr Seelenenergie kann man zum Schluß einstreichen.

Aufstieg von ganz unten

Doch auch in der Unterwelt herrschen Zwist und Intrigen. Eines Tages wird der Protagonist des Spiels zum Opfer eines hinterhältigen Plans seiner Ex-Freundin Calypso, stürzt in der Hierarchie weit nach unten und findet sich in einem sehr spartanischen Gewölbe wieder. Ergo: Der steinige Weg auf der Karriereleiter zum Dungeon-Lord muss erneut angetreten werden, schon alleine der Rache wegen! Zum Glück hat man willige Goblins an seiner Seite, die neue Tunnel und Räume in der Unterwelt errichten. Die sind zwar nicht sonderlich intelligent, dafür aber sehr fleißig und gratis. Mit ein wenig Magie können sie zudem bei Bedarf problemlos ersetzt werden. Wer strategisch agiert, der lässt seine Helfer in den unterirdischen Irrwegen in allen Ecken und Nischen Lockmittel für die Schar der Helden anlegen und mit Schätzen, vielen Monstern, Waffenkammern und Fallen spicken. Priester freuen sich zum Beispiel, wenn sie Verletzte heilen und Zauberer, wenn sie in großen Bibliotheken stöbern können. Das bringt dem Dungeonmeister viele zufriedene Kämpfer und eine reiche Ernte an Seelenenergie - der wichtigsten Grundressource im Spiel. Wer für ausreichend Nachschub sorgt, kann seine Räumlichkeiten dann mit weiterem Luxus prächtig ausschmücken.

Hier geht’s zur Kasse

Haben sich die Helden im vergnüglichen Teil des Dungeons genügend ausgetobt, wird es Zeit, selbst Hand an die Waffen zu legen und die Gäste zur Energiekasse zu bitten oder sie in düstere Kerkerräume zu werfen, wo sie ihre Seelenenergie abgeben können. Anders als in "Dungeon Keeper" kann man dabei seine Heldenfigur selbst durch die unterirdischen Gewölbe steuern und in einigen Nebenquests auch noch zusätzliche Talentpunkte einsammeln. Außerdem lernt man im Spielverlauf kontinuierlich neue Zauber sowie Fähigkeiten und steigt so im Levelsystem weiter auf. Das erinnert zusammen mit den Charakterwerten sehr an klassische Rollenspiele. In den 20 Levels des Spiels warten aber auch andere Großfieslinge auf den Spieler, die sich ihm auf dem Weg an die Spitze entgegenstellen. Der Schlüssel zum erfolgreichen Comeback als Ober-Schurke ist die ausgewogene Aufbauplanung zwischen defensiven wie offensiven Mitteln, zwischen Bibliotheken und Schatzkammern sowie Waffen und Goblins.

Spiele-Videos 
Dungeons

In diesem Strategiespiel steht man auf der Seite des Bösen. Zum Video

Was wir mögen

Den deutschen Entwicklern von Realmforge ist mit "Dungeons" eine interessante Variation des "Dungeon Keeper"-Prinzips gelungen, die neben den zahlreichen Gefechten auch den Spaß in den Vordergrund stellt. So ergibt sich ein stimmiger Mix aus solider Aufbaustrategie und einigen Rollenspiel-Elementen. Auch optisch zeigt sich das Spiel mit einem ausgewogenen Zwielicht in der Unterwelt auf der Höhe der Zeit.

Was wir nicht mögen

Genre-Einsteiger dürften sich mit den zahlreichen Menüs etwas schwer tun. Für sie ist das Tutorial eine wichtige Lernhilfe. Problematisch ist auch die geringe Auswahl an Räumen. Im Prinzip gibt es nur Verließe, Schatz- und Rüstkammern sowie Bibliotheken. Schade auch, dass man als Spieler ganz alleine bleibt - einen Multiplayer-Modus sucht man vergeblich.

Fazit

Dungeons bietet einen wohltuenden Mix aus verschiedenen Genres mit einem großzügigen Schuss Ironie. Es macht jede Menge Spaß, sich durch die Unterwelt zu schlagen. Anleihen beim Oldie Dungeon Keeper stören dabei überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, sie erhöhen den Wiedererkennungseffekt und lassen den Spieler tief in das Geschehen eintauchen.

Infos zum Spiel

  • Titel: Dungeons
  • Genre: Strategiespiel
  • Publisher: Kalypso Media
  • Hersteller: Realmforge
  • Release: 27.01.2011
  • Preis: zirka 40 Euro
  • System: Windows-PC
  • USK-Freigabe: ab 12 Jahren
  • Wertung: Gut

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal