Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Spiele-Hardwaretrends 2011: Mobilmachung in 3D

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Spiele-Hardwaretrends 2011  

Hardware für Gamer: Mobilmachung in 3D

15.02.2011, 11:42 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Spiele-Hardwaretrends 2011: Mobilmachung in 3D. Technik-Trends 2011  NGP (Bild: Sony, Medienagentur plassma)

Technik-Trends 2011: NGP (Bild: Sony, Medienagentur plassma)

Bestimmten im vergangenen Jahr noch die Bewegungssteuerungen Move und Kinect sowie die iOS-Games auf iPad und iPhone die Trends in der Spiele-Szene, so zeichnen sich für das laufende Jahr neue Themen ab. 2011 steht die dritte Dimension im Mittelpunkt zahlreicher neuer Entwicklungen. Sony hat seine PS3 per Update bereits fürs 3D-Zeitalter fit gemacht, und in diesem Jahr sollen etliche neue Spiele für den 3D-Standard auf der Spielekonsole erscheinen. Auch Konkurrent Nintendo kommt mit dem neuen mobilen Spiele-Handheld 3DS ins Laufen. Darüber hinaus bekommt die Mobile Games-Sparte mit dem neuen iPad und der "Honeycomb"-Version von Googles freiem Betriebssystem Android weiteren Auftrieb.

Mobil in die Tiefe gehen

Ab Ende März kann man mit dem Nintendo 3DS mehr Tiefe beim Spielen genießen. Mit den zwei Kameras können 3DS-Besitzer sogar eigene dreidimensionale Bilder erstellen und per WiFi innerhalb der Community austauschen. Zu Weihnachten wird die Konkurrenz von Sony dann zumindest in Japan auch den Nachfolger der PSP in die Händlerregale stellen, der sich dem Trend 3D allerdings nicht anschließt, sondern die Hardware-Power der PS3 für unterwegs bieten soll. Bei dem Ende Januar vorgestellten Next Generation Portable (NGP) handelt es sich nicht um einen Slider-Handheld wie die PSP Go. Es ist auch nicht im Zweitberuf ein Handy, wie viele Gerüchte im Web vermuten ließen. Stattdessen kann der neue OLED-Bildschirm über eine Touchfunktion gesteuert werden und verfügt über Bewegungssensoren und Kameras auf beiden Seiten. Mittels seiner WiFi- sowie 3G-Funktionen kann der Spieler permanent mit dem Internet verbunden sein.

3D-TV auf dem Vormarsch

Bisher mussten Spieler beim Neukauf eines Flachbildschirms darauf achten, dass das Gerät möglichst die Full HD-Auflösung beherrscht, um in den Genuss der von aktuellen Spielkonsolen wie der PS3 und der Xbox 360 angelieferten hochauflösenden Grafikpracht zu kommen. Ab jetzt spielt es für Gamer durchaus eine wichtige Rolle, ob der neue Bildschirm auch mit 3D klarkommt. Allerdings empfinden viele Gamer die bei 3D-Stereoskopie verwendeten Polarisationsfilter- oder 3D-Shutterbrillen als extrem störend. Aber auch hier geht es mit großen Schritten voran: Toshiba präsentierte auf der CES-Messe in Las Vegas bereits Fernseher, die mit der "Integral Imaging"-Technik arbeiten und den 3D-Fernsehgenuß auch ohne die Brille bieten. Die Technik stellt die Bilder aus verschiedenen Perspektiven dar, aus denen das menschliche Gehirn den dreidimensionalen Eindruck erstellt.

Die Aussichten am PC: Heiter bis wolkig

Spielen ohne Installation und teure Nachrüstung des eigenen Computers, auch das wird in diesem Jahr ein wichtiger Trend werden. Und damit sind nicht nur simple Minispiele gemeint, selbst große A-Titel mit anspruchsvoller Grafik sollen dank Cloud-Technologie von einem externen Internet-Server angeliefert auf einfachen PC laufen. Eine sinnvolle Neuerung für vielseitig interessierte Gamer mit beschränktem Budget, um ohne ständige Hardware-Nachrüstung annähernd auf dem neuesten Stand zu bleiben. Patches und Updates für die Games werden zentral eingepflegt, und man muss sich nur um eine schnelle Internetverbindung kümmern, um in den Kampf ziehen. Eine Client-Software auf dem Rechner hilft dem Spieler bei der Auswahl und streamt die Daten vom und zum Spieleanbieter. Optisch ist das nicht allererste HD-Sahne, aber bei ruckelfreier Verbindung kann man sich mit der Grafikqualität durchaus anfreunden. Zwei Protagonisten sind zu beachten: Bei Facebook entwickelt sich die Spielecke ebenso immer weiter; Millionen Nutzer tummeln sich in "Farmville" oder rasen in "Mr. Nik´s Crazy Kart" mit anderen um die Wette. Aber Cloud-Gaming, das sind nicht nur Farmspiele oder Casual Games. Beim US-Anbieter Onlive kann man auch bei "Assassin's Creed 2", "Lego Batman" oder "Mafia 2" einsteigen - und das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden.

Die dritte Dimension macht mobil

Auch bei Notebooks wird 3D zunehmend zum Thema. Hersteller wie Acer mit dem Aspire 5745DG, Asus (G53JW), HP (Envy 17 3D), oder Toshiba mit dem Satellite A665 setzen bereits auf die räumliche Darstellung bei Filmen und Games. Samsung, Dell und Sony stehen in den Startlöchern. Billig ist der Spaß allerdings im Moment wegen der geringen Stückzahlen nicht. Je nach Bildschirmgröße und Ausstattung muss man für spieltaugliche 3D-Notebooks zwischen 1200 und 2000 Euro anlegen. Blu-Ray-Laufwerk, schnelle Prozessoren und viel Arbeits- und Festplattenspeicher sind in dieser Geräteklasse obligatorisch und wollen bezahlt werden. Shutter- beziehungsweise Polfilter-Brillen sind immerhin im Preis inbegriffen. Ohne Kompromisse geht das Ganze freilich nicht über die Bühne. Bei der Polfilter-Technik sollte man mindestens einen Meter Abstand zu Display einhalten, damit benachbarte Bildpunkte tatsächlich zu einem verschwimmen. Bei der Shutter-Technik ist das nicht nötig; allerdings verbrauchen die klobigeren, schwereren Brillen Strom, was schon mal dazu führen kann, dass einem an entscheidender Stelle plötzlich der Durchblick fehlt. Auch der Notebook-Akku wird stark belastet, da die schnellen Umschaltzeiten (120 Hertz) und die nach mehr Lichtstärke bei der Ansteuerung des Displays verlangende Technik viel Strom verbrauchen. Wer trotzdem zuschlagen will: Zu achten ist darauf, dass bei Shutter-Notebooks die Umschaltzeiten flott genug sind und die Brillen mit dem Panel synchron laufen. Ist das nicht der Fall, können störende Geisterbilder den Spielgenuss stören. Es ist auch möglich, dass sich nahe am 3D-Notebook platzierte künstliche Lichtquellen wegen Interferenzen zwischen Brillen- und Stromnetzfrequenz negativ auswirken. Achtung: Ein 3D-spielfilmtaugliches Notebook ist nicht automatisch auch als Spielgerät geeignet - das hängt vom jeweiligen Treiberprogramm ab. Vor dem Kauf ist daher eine Rückversicherung beim Händler unerlässlich.

Tablet(ten) notwendig

Mit dem iPad hat Apple auch in Sachen mobiles Spielen eine neue Trendmarke gesetzt. Aber die Konkurrenz schläft nicht: Zahlreiche weitere Tablet-PCs von renommierten Anbietern sollen in diesem Jahr noch auf den Markt kommen. Die Palette der neuen Modelle reicht vom Eee Pad von Asus, dem Galaxy 2 von Samsung über das Streak 7 von Dell und das Blackberry Playbook von RIM bis hin zum Xoom von Motorola und dem HTC Flyer. Die meisten Konkurrenten setzen dabei auf das Android-Betriebssystem und vor allem auf dessen Weiterentwicklung mit dem Codenamen "Honeycomb", das die Google-Entwickler möglichst optimal an die spezifischen Anforderungen von Tablet-Geräten anpassen wollen. Über die Spiele-Abteilung des Android-Shops sowie freie Bezugsquellen dürfte die Spiele-Versorgung für die neuen Mobile-Devices kein Problem sein. Sogar das Streamen von Spielen ist eine Option, wie HTC mit der Onlive-Intergration auf dem Flyer-Tablet beweist. Noch nicht ganz klar ist, wohin eine Branchengröße wie HP mit dem brandneuen, von Palm übernommenen WebOS-basierenden HP Touchpad unterwegs ist. HP steht vor dem Problem, einen ordentlich bestückten App-Shop aufzustellen, und hat auch noch keine Preise und Releasedaten genannt. Angesichts von 63 Millionen verkauften Desktop-PC und Notebooks in 2010 verfügt HP aber über ausreichend Marktmacht, um genügend WebOS-Entwickler an Land zu ziehen und die Entwicklung eines attraktiven Software-Katalogs zu forcieren. Das Lockmittel: HP will WebOS auf für Desktop-PC portieren.

Fazit

Zum einen geht die Spiele-Branche 2011 verstärkt das Thema 3D an, zum anderen wird dank des Tablet-Booms der "Mobile Games"-Sektor an Gewicht gegenüber den PC- und Konsolenspielen gewinnen. Letztere bleiben als lukrativer Massenmarkt zwar im Fokus, aber zumindest die Akzentverschiebung auf das "Unterwegs spielen" wird unumkehrbar sein. Für das 3D-Gaming lässt sich das noch nicht so sagen, was zum einen an den hohen Preisen und zum anderen an Qualitätsmängeln liegt. 3D-Gaming hat ein Riesenpotenzial, steht aber erst am Anfang der Entwicklung. Die Hersteller experimentieren noch mit stabilen, flotten 3D-fähigen Treibern und tasten sich bei Spieldesign und Inhalt noch langsam auf das neue Feld vor.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal