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Bewegungsteuerung für Xbox 360: Die besten Kinect-Hacks

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Die besten Kinect-Hacks

31.03.2011, 13:13 Uhr | Michael Förtsch / vb, Richard Löwenstein

Bewegungsteuerung für Xbox 360: Die besten Kinect-Hacks. Kinect (Quelle: Microsoft / Montage: t-online.de)

Kinect (Quelle: Microsoft / Montage: t-online.de)

Mit seiner Bewegungssteuerung Kinect für Xbox 360 hat Microsoft einen Kreativsturm losgetreten. Denn während die Spielergemeinde auf Nachschub für die Ganzkörper-Steuerung wartet, zeigen Hacker und Erfinder etablierten Herstellern, was sich mit der Sensorleiste alles anstellen lässt. Da wird herrlich zweckentfremdet, Kinect als 3D-Kamera,  als Auge für einen selbstfahrenden Roboter und sogar als Ersatz für teures medizinisches Gerät genutzt. Selbst auf der PS3, der Konkurrenzkonsole, haben Bastler das Gerät lauffähig gemacht. All diese Spielereien selbst ausprobieren? Leider nur für Profis empfehlenswert. Aber das Kinect-Hacking hat ja gerade erst begonnen.

Alles Handarbeit

Rund 120 Euro kostet die Kinect-Sensorleiste inklusive dem Spiel "Kinect Adventures" für Xbox 360. Ein stolzer Preis für einen Controller und ein Spiel. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es gegenwärtig nur wenige Games gibt, die das Körpersteuerung-System nutzen. Und selbst die sind eher für Gelegenheits-Spieler, Hardcore-Gamer sind von Microsoft auch Monate nach dem Kinect-Launch noch nicht ausrechend mit Spielen versorgt worden. Doch für versierte Hacker ist das eher Nebensache. Denn sie versuchen die kleine Sensorleiste, die 3D-Infrarotsensor mit Kamera und Mikrofon vereint, für eigene Kreativ-Experimente zu nutzen. Immerhin war eine solche Kombination an Technik vor Einführung von Kinect kaum zu bekommen - und wenn, dann nur zu hohen Preisen. Schon wenige Tage nach dem Erscheinen der Hardware im November 2010 haben Software-Genies den alleinig für die Spielkonsole entwickelten Controller an Computern zum Laufen gebracht und erste Tricks ausführen lassen. Da wurde die Hardware als 3D-Kamera genutzt, um Büros räumlich abzulichten; in die Hände vor der Kamera wurden virtuelle Fingerpuppen und Laserschwerter gezaubert. Einfache aber beeindruckende Demonstrationen, die die Hacker und Softwareentwickler nur wenige Tage und Wochen Arbeit kosteten.

Vom Billiggerät zum Hightech-System

Anfangs hat Microsoft das Treiben noch mit Argwohn betrachtet, den Hackern sogar mit Klagen gedroht. Doch schnell schlug das um: denn was die Software-Einzelkämpfer fabrizierten, ließ sogar den Kinect-Erfindern die Kinnlade runterklappen. Der Japaner Takayuki Fukatsu schaffte es, sich mit Kinect auf dem Bildschirm unsichtbar zu machen. Mit "OpenKinect Piano" lässt sich mit bloßen Handbewegungen Musik machen, ähnlich einer Ätherwellengeige. Forscher der University of Minnesota nutzen eine Kombination aus mehreren Kinect-Leisten, um Bewegungen von Kindern mit Zwangsstörungen zu erfassen und auszuwerten. Eine spezielle Diagnoseapparatur, die genau gleiches leistet, würde knapp 100.000 Euro verschlingen. Ebenfalls beeindruckend: ein selbstfahrender Roboter. Das kleine Gerät von Studenten des Massachusetts Institue of Technology  basiert auf einem Staubsaug-Roboter und nimmt mittels aufgesteckter Kinect-Leiste seine Umgebung wahr, erkennt Hindernisse und zeichnet das Gesehene auf. Derartige Kreativität hatte Microsoft wohl nicht erwartet. Heraus kommt jede Menge Inspirierendes, das manchen Spieleentwicklern hoffentlich die Augen öffnet.

Fazit

Bis dato sind viele Kinect-Hacks lediglich Technik-Demos, die zeigen, wozu die Hardware in Verbindung mit raffinierter Software fähig ist. Vieles davon läuft bisher aber lediglich auf PC und wird von den Machern meist nur in Videos demonstriert. Alsbald könnten einige der Spielereien ihren Weg aus dem Hackerlabor aber doch noch zum Download-Game auf die Konsole finden. Immerhin ist das bisher gesehene erst der Anfang. Wer weiß schon, wozu Kinect in kreativen Händen noch alles fähig ist.

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