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Spieltest "Cities in Motion": Simulationsspiel für PC

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Test Cities in Motion | Simulation | PC  

Alles in die richtigen Bahnen lenken

05.04.2011, 11:40 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Spieltest "Cities in Motion": Simulationsspiel für PC. Cities in Motion Verkehrs-Simulationsspiel für PC von Paradox Interactive

Cities in Motion (Bild: Paradox Interactive)

Die Verkehrssimulation Der Verkehrsgigant hat schon über elf Jahre auf dem Buckel, galt aber unter Kennern lange Zeit als das Maß aller Dinge. Das ändert sich nun mit der neuen PC-Simulation "Cities in Motion“ vom finnischen Entwickler-Studio Colossal Order, die auf Anhieb die Krone der Verkehrsmanagement-Spiele erobert. Als öffentlicher Nahverkehrs-Planer kümmert man sich in der umfangreichen Solokampagne um die Infrastruktur europäischer Metropolen. Angefangen im Berlin der 20er Jahre über Wien und Amsterdam bis hin zu Helsinki hat man über 100 virtuelle Jahre lang alle Hände voll zu tun. Verkehrsinfarkte und Staus, Ölkrisen und Wirtschaftsflauten, defekte Fahrzeuge und mies gelaunte Fahrgäste - hier muss man sich mit allen Verkehrsproblemen einer Großstadt herumschlagen.

Zügig von A nach B

Das Grundprinzip von Cities in Motion funktioniert simpel: Der Spieler entwirft Strecken für Bus, Straßenbahn, Wassertaxi, Hubschrauber und Schnellbahn, so dass ein flüssiger Verkehrsablauf über, auf und unter der Erde gewährleistet ist. Zudem gilt es, Stationen zu bauen und Fahrzeuge zuzuweisen. Mit Ticketerlösen füllt man die Kasse auf. Allerdings ist der Grat zwischen zahlungsfreudigen Fahrgastmassen und verwaisten Haltestellen ziemlich schmal. So entscheidet sich ein potenzieller Fahrgast trotz Stau beispielsweise lieber für seinen Wagen, weil er die Busse zu teuer findet und diese ebenfalls im Stoßverkehr feststecken.

Berlin brummt

Cities in Motion fordert bereits im Berlin-Szenario planerische Qualitäten vom Spieler. Zwar sind in den Goldenen Zwanzigern nur drei der fünf Transportmittel verfügbar (Wassertaxi und Hubschrauber folgen erst später), trotzdem ist das Verknüpfen bestehender Linien, das Anschließen abgelegener Orte ans Verkehrsnetz oder das Reparieren maroder Linien (was viel kostet und wofür man reichlich Geld anhäufen muss) bereits recht anspruchsvoll. Dabei darf man freilich nur indirekt ins Geschehen eingreifen: Bleibt ein Bus etwa mit Motorschaden liegen, kann man ihn nicht von Hand reparieren. Der Spieler darf auch keine Häuser abreißen oder Fabriken bauen, sondern muss mit dem Baubestand klarkommen. Je nach Stadt stellt man sich auf die Gegebenheiten ein: Im von Grachten und Wasser umgebenen Amsterdam erweisen sich zum Beispiel Wassertaxis als optimale Wahl. In Helsinki lohnt sich dagegen eine Kombination aus U-Bahn und Straßenbahn, um den Verkehr optimal zu organisieren.

Wählerische Fahrgäste

Das Anlegen neuer Linien ist anfangs gewöhnungsbedürftig, geht dann aber schnell von der Hand. Vor allem Helikopterstrecken sind fix angelegt: Landeplätze bauen, verbinden, fertig. Bei der Straßenbahn muss der Spieler die Gleise jedoch stückweise selber legen, die Stationen an der richtigen Straßenseite platzieren und an den Enden Wendeschleifen bauen. Oder er erschafft gleich eine Rundstrecke. Gemein: Es dauert lange, bis die Bürger das neue Angebot nutzen. Wo in anderen Spielen die Fahrgäste sofort in Scharen herbeiströmen, passiert in Cities in Motion erst mal nichts. Das führt teilweise durchaus zu Leerlauf, zumal man manchmal lange auf den nächsten Auftrag warten muss. Zum Glück lässt sich das Spiel in drei Stufen beschleunigen oder pausieren, um in Ruhe bauen und organisieren zu können.

Was uns gefällt

Zwar verzichtet Cities in Motion auf steuerbare Eisenbahnen oder Flugzeuge sowie Warenverkehr oder Baufunktionen für Gebäude. Doch die Konzentration auf den reinen Passagierverkehr wurde so gut umgesetzt, dass man nichts vermisst. Die vier Städte wurden lebendig und grafisch abwechslungsreich umgesetzt.

Was uns nicht gefällt

Unverständlich, dass sich die ohnehin sperrig-langen Bahnhöfe nur in vier Richtungen drehen lassen, während man die Gleise (wie alle Elemente im Spiel) in acht Stufen drehen darf. Das Ergebnis: Der Spieler kann an schräg angelegten Strecken keine Stationen bauen, was oft zu frustrierenden Sackgassen führt.

Fazit

Cities in Motion sieht gut aus und spielt sich angenehm flüssig. Die vier Städte stecken voller fordernder Aufgaben, die man dank Modelleisenbahn-Flair, über 30 Fahrzeugen, lebendigen Bewohnern und viel Abwechslung höchst motiviert angeht. Bis man die XXL-Kampagne erfolgreich beendet hat, gehen gut und gerne 60 Spielstunden drauf.

Infos zum Spiel

  • Titel: Cities in Motion
  • Genre: Simulation
  • Publisher: Paradox Interactive
  • Hersteller: Colossal Order
  • Release: Im Handel
  • Preis: zirka 30 Euro
  • System: Windows.PC,
  • USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
  • Wertung: Gut

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