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Reportage Mysteriöse Videospielcharaktere: Die Schattenmänner

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Reportage Mysteriöse Videospielcharaktere  

Die Schattenmänner

13.04.2011, 10:45 Uhr | Redaktionsbüro Löwenstein (Michael Förtsch / jr), Richard Löwenstein

Reportage Mysteriöse Videospielcharaktere: Die Schattenmänner. Mysteriöse Videospielcharaktere (Bild: Redaktionsbüro Löwenstein)

Mysteriöse Videospielcharaktere (Bild: Redaktionsbüro Löwenstein)

Gute Videospiele leben nicht nur von strahlenden Action-Helden, todesmutigen Space Marines und tapferen Abenteurern mit gut designter weiblicher Begleitung. Nein, die Plots der großen Videospielkracher, über die auch noch lange nach ihrem Erscheinen diskutiert wird, haben mehr Substanz. In diesen Geschichten treten neben den längst nicht alle Karten aufdeckenden Hauptfiguren auch mysteriöse Neben-Charaktere auf. Verschwiegene Helfer, sinistre Gegenspieler und orakelhafte Tipp-Geber, deren Motivation, Herkunft und Handeln häufig im Dunkeln bleibt. Sie tragen zum Facettenreichtum der Spiele ganz entscheidend bei. Warum tun sie, was sie tun, wo kommen sie her, was wollen sie eigentlich? Solche Figuren lassen einen als Spieler durchaus auch abseits des Spiels rätseln und grübeln.

Was will der G-Man?

Er steht ruhig auf einer Brücke und beobachtet dich, während du um dein Leben kämpfst. Grau-blauer Anzug, Krawatte, ein dünner Aktenkoffer und ein faltiges Gesicht mit messerscharfen Augen. Das ist der sagenumwobene G-Man. Einer der obskursten Charaktere der Videospielgeschichte, zuhause in Valves Ego-Shooter-Serie Half-Life. Der Schlipsträger ist bei allen wichtigen Momenten im Spielgeschehen zugegen - versteckt im Hintergrund und nur zu entdecken, wenn man gezielt nach ihm sucht. Wer er ist, wie sein wahrer Name lautet, was er will? Genau weiß das keiner. In Foren und Webseiten grübeln die Fans der intelligenten Shooter-Serie seit dem ersten Auftauchen des G-Man 1998 darüber, was seine Aufgabe ist. Immerhin verfügt er über die Kraft, Portale in andere Dimensionen zu öffnen und er spricht, als stamme er aus einer anderen Welt. Vom dramatischen Geschehen um ihn herum scheint er vollkommen unbeeinflusst zu sein. Ist der G-Man ein Alien? Ein Zeitreisender? Oder einfach ein interdimensionaler Bürokrat? Das wissen die Entwickler vom Valve ganz alleine. Und lüften wollen sie das Geheimnis nicht, denn damit würde der Half-Life-Serie ein gehöriger Teil ihres Zaubers genommen.

Geheimnisvolle Typen

Auch sonst weist die Welt der Videospiele undurchschaubare und rätselhafte Charakteren auf, die Story und Atmosphäre anreichern. Ganz ähnlich wie die Macher von TV-Serien wie "Lost" und "Fringe" spielen auch kreative Videospielentwickler mit den Erwartungen und dem Unwissen ihrer Fans. Dabei ist es eine hohe Kunst, nicht zu viel über eine Figur zu verraten, dabei aber immer noch die Mischung aus Fakten und Andeutungen so zu kreieren, dass sie den Spieler fasziniert und er mehr wissen und nachforschen möchte. Was etwa passiert, wenn er sich zum Beispiel in Bioshock 2 als genetisch modifiziertes Monster auf die Suche nach Tonbändern und Hinweisen über seine eigene Vergangenheit macht. Oder bei Resident Evil gespannt die Zwischensequenzen verfolgt, um mehr über die Machenschaften von Bösewicht Albert Wesker zu erfahren, der selbst bei Finsternis mit Sonnenbrille durch die Gegen stiefelt. Oder im Puzzle-Shooter Portal danach strebt, hinter die Kulissen der weiß gefliesten Test-Kammern zu blicken, durch die er vom verrückten Supercomputer Glados gescheucht wird. Denn schließlich weiß man hier nicht einmal, wer man selbst ist. Jede noch so kleine Information wird da vom Spieler aufgesaugt und verarbeitet. Doch letztlich lassen einem die Figuren und Handlung trotzdem meist mit mehr Fragen als Antworten zurück. Das ist aber egal. Denn warum ein Geheimnis lüften, wenn es doch so schön und packend ist?

Fazit

Egal ob der Krieger Wander aus Shadow of the Colossus, Manny aus Grim Fandango oder der stets vermummte Händler aus Resident Evil 4, allesamt haben sie die Fantasie der Spieler angeregt. Sie diskutieren und rätseln lassen, was hinter diesen Charakteren steckt. Natürlich, solch mysteriöse Charaktere machen noch lange kein gutes Spiel. Doch können sie Würze und Atmosphäre versprühen. Einem Spiel eben die passende Dosis an Unerklärlichem verabreichen, die es erst zu dem macht, was es ist und die Spürnase des Spielers herausfordert.

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