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"Games Convention Online": Das Aus für die Leipziger Spielemesse

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"Games Convention Online": Aus für die Leipziger Spielemesse

14.04.2011, 13:52 Uhr | jr, t-online.de, dpa

"Games Convention Online": Das Aus für die Leipziger Spielemesse. Teilnehmer der Games Convention Online 2010  am Stand der Travian Games GmbH (Bild: dpa)

Teilnehmer der Games Convention Online 2010 am Stand der Travian Games GmbH (Bild: dpa)

Wie die Veranstalter der Messe Leipzig jetzt bekannt gaben, findet die Games Convention Online in diesem Jahr nicht mehr statt. Als Grund für die Absage der Spielemesse wurde die Sogwirkung der Kölner "Gamescom" sowie das mangelnde Interesse von Endkunden, Entwicklern und Publishern genannt. Aufgrund der vielen Absagen aus der Spiele-Branche rechne sich das ganze Projekt betriebswirtschaftlich nicht mehr.

Rapider Bedeutungsverlust

Damit ist die Folge-Messe der nach Köln abgewanderten ehemaligen "Games Convention^" nach nur zwei Auflagen erledigt - und das Thema Computer-Spiele für Leipzig gleich mit. "Wenn die Industrie neue Formate oder neue Standorte für wirksame Veranstaltungen der Spielebranche sucht, können wir schnell darauf reagieren und unsere erprobte Struktur aktivieren, sagte Messesprecherin Heike Fischer. Zuversicht klingt anders. Damit hat die vor zwei Jahren getroffene Entscheidung des "Bundesverbandes interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)", die europäische Leitmesse für PC- und Konsolenspiele von Leipzig nach Köln zu verlagern, die von allen Fachleuten erwarteten Auswirkungen gehabt.

Rettungsanker "Fachmesse" hält nicht

Die Entwicklung war absehbar: Während sich die Gamescom in Köln in den zwei Jahren ihres Bestehens von 228.000 auf 254.000 Besucher im Jahr 2010 steigerte, tummelten sich zum Start der "Games Convention Online" im Jahr 2009 gerade einmal 43.000 Besucher in den Messehallen. Im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung mangels Masse kurzfristig in eine Fachausstellung ohne Publikumsveranstaltungen umgewandelt. Trotz des boomenden Onlinespiele-Marktes nutzten gerade einmal 630 Besucher aus 26 Ländern das Angebot von 50 Business-Talks und 82 Experten-Panels. Zwar erfüllten die Konferenzen und Expertentreffen zwischen den Branchenvertretern ihren Zweck (2010 waren 32 anstelle von 27 Fachausstellern in 2009 vor Ort), doch das Fernbleiben von großen Onlinespiele-Unternehmen wie Zynga deutete damals schon an, dass die "GC Online" keine große Zukunft mehr haben würde.

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