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PSN-Hack: Sony entschuldigt sich und verspricht Wiedergutmachung

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PSN-Hack: Sony entschuldigt sich und verspricht Wiedergutmachung

02.05.2011, 09:02 Uhr | jr, dpa

PSN-Hack: Sony entschuldigt sich und verspricht Wiedergutmachung. Playstation 3 (Quelle: Sony / Montage: t-online.de)

Playstation 3 (Quelle: Sony / Montage: t-online.de)

Sony sagt "Sorry": Der Playstation-Hersteller hat sich für den massiven Datenklau in seinem Playstation Network (PSN) entschuldigt und um das Vertrauen seiner Kunden geworben. "Es tut uns zutiefst leid, dass wir unseren Kunden so viele Schwierigkeiten bereitet haben", sagte der für Videospiele zuständige Sony-Manager Kazuo Hirai am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Hirai und weitere hochrangige Konzernvertreter verbeugten sich dabei lange - in Japan ist das eine Geste tiefer Entschuldigung. Gleichzeitig versprach der japanische Hersteller seinen Kunden Wiedergutmachung und will demnächst seine Online-Dienste wieder hochfahren.

Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen

Kazuo Hirai kündigte bessere Sicherheitsmaßnahmen für die betroffenen Online-Dienste, etwa zusätzliche Firewalls, an. Um weitere Datenlecks zu verhindern, sei der Konzern mit seinen Diensten in ein anderes Datenzentrum umgezogen. Es war das erste ausführliche Sony-Statement in dem Fall. Internetexperten werfen dem Konzern vor, auf veraltete Sicherheitsmechanismen zurückgegriffen und sich so angreifbar gemacht zu haben."In Kürze" will Sony nun das Playstation Network und die Qriocity-Dienste für Musik und Filme wieder schrittweise in Betrieb nehmen - noch in dieser Woche sollen sie verfügbar sein. Allerdings müssen alle Nutzer ihre Passwörter ändern, wie Hirai sagte.

Boni für enttäuschte Kunden

Um die Kunden bei der Stange zu halten, lockt der Konzern mit kostenlosen Downloads für die Spielekonsolen. Alle Mitglieder des Playstation Netzwerks sollten eine einmonatige kostenlose Premium-Mitgliedschaft bei "Playstation Plus" erhalten. Sony spricht von einem "Welcome Back"-Programm. Auf diese Weise kämpft der Konzern um seine Kunden: Der Playstation-Hersteller war schon vor dem Hackerangriff im Wettbewerb mit Microsoft (Xbox 360) und Nintendo (Wii) unter Druck geraten.

FBI hilft bei Ermittlungen

Zur Aufklärung des Hackerangriffs vom 17. bis 19. April schaltete Sony die amerikanische Ermittlungsbehörde FBI ein. Der Konzern betonte aber, man habe weiter keinen Hinweis darauf, dass bei dem Hackerangriff Kreditkartendaten gestohlen worden seien. Internetexperten gehen allerdings davon aus; zudem haben sich in Hacker-Foren mittlerweile auch erste Aktivisten mit ihrer Tat gebrüstet. Laut Sony lagen Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten sowie Passwörter und Logins der Nutzer offen. Bei dem Angriff waren Millionen von Nutzerdaten gestohlen worden. Als Reaktion darauf hatte Sony das Playstation Network für Konsolenspieler sowie den Musik- und Videoservice Qriocity komplett abgeschaltet. Bei Playstation Network und Qriocity sind weltweit 77 Millionen Nutzerkonten registriert, davon 32 Millionen in Europa. Über das Playstation-Netzwerk können Nutzer miteinander spielen, chatten und Filme ansehen. Unter dem Namen Qriocity vertreibt der Konzern Musik und Videos.

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