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Spieletest "Ghostbusters Sanctum of Slime": Action-Abenteuer für PC, PS3 und Xbox 360

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Test Ghostbusters: Sanctum of Slime | Action-Abenteuer | PC, PS3, Xbox 360  

"Ghostbusters: Sanctum of Slime": Keinen Meisterbrief verdient

02.05.2011, 12:18 Uhr | Medienagentur plassma / jr, Medienagentur plassma

Spieletest "Ghostbusters Sanctum of Slime": Action-Abenteuer für PC, PS3 und Xbox 360. Ghostbusters: Sanctum of Slime Action-Adventure von Atari für PC, PS3 und Xbox 360

Ghostbusters: Sanctum of Slime (Bild: Atari)

Die "Ghostbusters" sind seit den Kino-Blockbustern mit Dan Akroyd und Bill Murray von 1984 und 1989 eine Legende. In zahlreichen Videospielen für Amiga, Sega Mega Drive, Gameboy Advance oder auch PC machten Venkman, Spengler & Co. bei ihrer Dämonenjagd allerdings keine gute Figur. Einzig "Ghostbusters: The Video Game“ stach 2009 positiv aus der Masse heraus und entpuppte sich als technisch kompetentes und unterhaltsames Lizenzspiel. Jetzt haben die Dämonen im Download-Spiel "Ghostbusters: Sanctum of Slime" offenbar erneut Besitz von Computer und Konsolen ergriffen, denn das neue kooperative Action-Abenteuer von Atari für PC, PS3 und Xbox 360 entpuppt sich als fade Kost.

Lehrjahre sind keine Meisterjahre

Mit Damazu, dem Zerstörer, ist ein vor ewigen Zeiten eingemauerter Geist wieder erwacht und bedroht putzmunter zusammen mit anderen fiesen Kreaturen die US-Metropole New York. Das bedeutet jede Menge Arbeit für die Ghostbusters. Die ursprünglichen Geisterjäger um Dr. Venkman sind jedoch überfordert und haben keine Zeit, den Auftrag selbst zu übernehmen. Deshalb schicken sie ihre Azubis auf die Dämonen-Hatz. Schade, ein "Ghostbusters"-Game möchte man schließlich mit den Originalen spielen und nicht mit Lehrlingen!

Monotone Action

Doch bevor man zum Protonenstrahler greifen darf, bekommt man in einem quälend langen Comic-Intro die Story präsentiert - zwar ohne Sprachausgabe, dafür mit winzig kleinen Texten in den Sprechblasen. Dann können endlich die Fangstrahlen zum Einsatz kommen. Die vier Nachwuchsjäger kämpfen sich auf linearen Levels durch bekannte Schauplätze wie das Sedgewick Hotel oder die psychiatrische Anstalt Parkview. Hinter jeder Tür wartet allerdings immer das Gleiche auf den Spieler: Geister jagen, einfangen, fertig, nächster Raum. Toll. Nach mehreren Abschnitten kommt dann auch mal ein Bossgegner hinzu, dennoch wirkt das Ganze extrem eintönig.

Spiele 
Ghostbusters: Sanctum of Slime

Die Geisterjäger müssen mal wieder der Grusel-Plage Herr werden. zum Video

Lieber zu viert

Das Downloadspiel kann man als Einzelspieler angehen, dann übernimmt die KI die drei anderen Helden. Leider gibt es auch hier Probleme: Sind die Kollegen verletzt, weichen sie nicht aus, sondern warten unter den Schlägen des Gegners auf Heilung. Die kann sich auch schon mal sehr lange hinziehen. Immerhin muss man sich nicht lange plagen - schnell heißt es dabei angesichts des (zu) hoch angesetzten Schwierigkeitsgrades "Game Over". PS3- und Xbox 360-Besitzer können auch online zu viert auf Geisterjagd durch New York ziehen, was zumindest etwas mehr Spaß macht.

Rot, blau, gelb

"Ghostbusters: Sanctum of Slime" ist ein sogenanntes Twin-Stick-Actionspiel. Mit dem linken Stick wird die Laufrichtung angewählt, mit dem rechten Stick geschossen. Beim PC dienen dazu die WASD-Tasten und die Maus. Das Kampfgeschehen überblickt der Spieler aus der Vogelperspektive. Die Zahl der Geister wächst im Laufe des Spiels schnell an. Dann gibt es auch verschiedene Spukwesen, die man anhand ihrer Farbe unterscheiden kann. Die blauen Geister fängt man sich mit dem Plasmainduktor, die gelben mit dem Fermion-Shock, und für die roten nutzt man den bekannten Protonenstrahler. Xbox-360-Spieler haben es besonders einfach: den Protonenstrahler greift man mit der roten Taste, den Plasmainduktor mit der blauen und mit dem übrig gebliebenen gelben Button nutzt man den Fermion-Shock.

Beinharte Geisterjagd

Wenn die Geister bunt und im Rudel angreifen, gehört schon ein sehr flinker Finger dazu, schnell die passenden Waffen auszuwählen und einzusetzen. Denn die Kraft der Dämonen ist unfair hoch. Oft reicht es schon, wenn man zwei oder drei Schläge einsteckt, um den Löffel abzugeben. Manchmal begrüßt einen sogar nach nur einem Hieb der verhasste "Game Over"-Bildschirm. Immerhin gibt es genügend Checkpoints. Auch grafisch ist "Ghostbusters: Sanctum of Slime" nicht gerade ansprechend. Die Texturen sind verwaschen, und die sich ähnelnden Welten lassen darauf schließen, dass die "Copy & Paste"-Tasten der Entwickler ziemlich abgenutzt sind.

Was wir mögen

Der Koop-Modus ist das Positivste, was das Actionspiel zu bieten hat. Zumindest, wenn man wirklich mit drei Freunden an der Konsole daheim oder online spielt. Hier kommt dann doch noch Spielspaß auf. Warum PC-Besitzer nicht online antreten können, ist jedoch unverständlich. Die eingängige Steuerung sowie den günstigen Preis kann man ebenfalls zu den Pluspunkten zählen.

Was wir nicht mögen

Wo Ghostbusters draufsteht, sollten auch die Ghostbusters drinstecken. Hier gibt es aber nur schmalbrüstigen Ersatz, der weder von der Ausstrahlung der Charaktere noch vom Gameplay an das Original heranreichen kann. Auch grafisch wirkt der Titel trotz schicker Waffeneffekte nicht ansprechend. Und schließlich mangelt es an Abwechslung. Es gibt zwar einige verschiedene Locations, in denen man im Laufe der Missionen aber wiederholt die Geister brutzeln muss. Und schließlich ist da noch die durchschaubare KI, die auf das "I" eigentlich verzichten müsste

Fazit

Wer auf eine spaßige Geister-Austreibung hofft, der wird bitter enttäuscht. "Ghostbusters: Sanctum of Slime" bleibt grafisch und spieltechnisch weit hinter den Erwartungen zurück. Das Spiel krankt an etlichen Präsentations- und Designmängeln. Einzig die bekannte Titelmusik, der halbwegs solide Koop-Modus und der günstige Preis könnten beinharte Fans zum Download bewegen.

Infos zum Spiel

  • Titel: Ghostbusters: Sanctum of Slime
  • Genre: Action-Adventure
  • Publisher: Atari
  • Hersteller: Behaviour Interactive
  • Release-Termin: Im Handel
  • Preis: zirka 8 Euro (PC) / zirka 10 Euro (Konsolen)
  • System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
  • USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
  • Wertung: Ausreichend

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