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Rollenbilder in Videospielen: Und täglich grüßt das Game-Klischee

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Und täglich grüßt das Game-Klischee

03.05.2011, 14:46 Uhr | Michael Förtsch / vb, Richard Löwenstein

Rollenbilder in Videospielen: Und täglich grüßt das Game-Klischee. Dead or Alive (Quelle: Team Ninja)

Dead or Alive (Quelle: Team Ninja)

Manche Klischees sind einfach nicht totzukriegen: Blondinen sind blöd, alle Ossis sprechen sächsisch und Lemminge sind chronische Selbstmörder. Auch in Videospielen geht’s mitunter fast schon lächerlich zu: Kriege werden grundsätzlich nie vom Westen angezettelt, rote Fässer explodieren nach Beschuss immer, und Schurken sehen immer so fies aus, dass man allein mit ihrem Anblick hartgekochte eier abschrecken könnte. Besonders interessant ist das Frauenbild: Langbeinige Wesen mit Wespentaille tragen enge Hosen und viel zu kleine Tops, um ihre üppig bemessenen Vorzüge zu präsentieren. Und das ist nur ein ganz geringer Teil des kompletten Klischee-Wahnsinns, der einem in Games immer wieder begegnet. Doch warum eigentlich? Wir stellen die skurrilsten Klischees in unserer Foto-Show vor!

Das kenn' ich!

Die heutige aufgeklärte Gesellschaft bemüht sich redlich, alteingesessene Klischees endlich zu Grabe zu tragen. Nur ein Bereich des Alltags hält sich konsequent vom Umdenken fern: die Videospiel-Branche. Was der durchschnittliche Spieler als gegeben hinnimmt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung nur allzu oft als stilisierte Absurdität. Oft aus einem einzigen Grund: Das Ganze ist so besser darzustellen. Die Klischees fangen bereits bei den Hauptfiguren und ihren Berufen an. Stereotype, wohin man blickt: Marines sind grundsätzlich groß, muskulös, tragen Glatze oder Bürstenschnitt, rauchen Zigarren und kommunizieren bevorzugt in herausgeschrienen Einzeilern. Wie etwa Sergeant Soap McTavish aus Modern Warfare 2. Schwarze bedienen meist das “Homie“-Klischee, tragen Baggy-Pants, Goldketten, Sneakers und ein Baseball-Cap - oft verkehrt herum. Zudem sind sie nicht selten in Drogengeschäfte verwickelt, wie die meisten Farbigen aus Rockstars GTA-Reihe. Trotzdem: wenn man nicht wirklich aktiv darüber nachdenkt, kommt uns das wie das Natürlichste der Welt vor. Warum? Weil wir es so gewohnt sind.

Alle eine Frage der Gewohnheit

Die heile Welt der Videospiele besitzt ein paar ungeschriebene Gesetze, an die sich nahezu jeder Entwickler hält. Und dazu gehört unter anderem, dass Lebensanzeigen immer grün sind, dass der Bildschirm rot leuchtet, wenn man verletzt wird, und dass rote Fässer nicht etwa leckere Salsa enthalten, sondern einen in der Realität unbekannten Sprengstoff, der bei Beschuss zur Explosion führt. Der Designer des kürzlich erschienenen Ego-Shooters “Bulletstorm“, Arcade Berg, äußerte sich diesbezüglich sogar in seinem Blog und weiß Unterhaltsames zu berichten: “Am Anfang hatten wir grüne Fässer, aber das haben die Leute nicht kapiert. Die Spieler haben sie komplett ignoriert und keiner ist auch nur auf die Idee gekommen, dass sie bei Beschuss explodieren könnten“, so Berg. “Und das alles nur, weil sie grün waren. Jeder weiß doch, dass nur die roten Fässer explodieren.“

Fazit

Videospiele können nicht ohne Klischees auskommen - und auch die Spieler brauchen sie anscheinend, um sich heimisch zu fühlen. Das ist nicht immer politisch korrekt, lässt einen beim genaueren Betrachten aber umso mehr Schmunzeln - und ist insofern ein idealer Kandidat für unsere erheiternde Foto-Show.

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