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Daten-GAU bei Sony: PSN-Relaunch mit Hindernissen

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Daten-GAU bei Sony: PSN-Relaunch mit Hindernissen

16.05.2011, 12:01 Uhr | jr, AP, dpa

Daten-GAU bei Sony: PSN-Relaunch mit Hindernissen. Datendiebstahl aus Playstation Network (Bild: imago / Montage: www.t-online.de)

Sony will seine Kunden gegen Datendiebstahl versichern (Bild: imago / Montage: www.t-online.de)

Nach dem gigantischen Datendiebstahl beim Playstation-Hersteller Sony hat der japanische Konzern damit begonnen, seine Onlinedienste Playstation Network (PSN) und das Onlinespiele-Netzwerk von Sony Online Entertainment (SOE) schrittweise wieder freizuschalten. Den Anfang machen Nord- und Südamerika, Europa, Australien, Neuseeland und der Mittlere Osten. Japan und andere asiatische Länder sollen zu einem späteren Termin folgen, teilte der für den Bereich Videospiele zuständige Sony-Manager Kazuo Hirai am Sonntag mit. Auch in Deutschland ist das PSN wieder erreichbar.

Update notwendig

Um im Playstation Network wieder online gegeneinander antreten zu können, müssten Besitzer der PS3 zunächst aber die Firmware ihrer Spielekonsole auf Version 3.61 aktualisieren. Außerdem müsse das Passwort geändert werden. Sony verlangt dazu eine Zeichenlänge von mindestens acht Zeichen, darunter Buchstaben und Zahlen, verweist aber darauf, dass längere Passwörter natürlich sicherer seien. Dies gelte auch für den Musik- und Videodienst Qriocity. Hirai entschuldigte sich bei den Nutzern erneut für die Unannehmlichkeiten, die durch den Ausfall der Onlinedienste entstanden seien, und bedankte sich für die Geduld. Die Sicherheitsvorkehrungen seien nun verbessert worden, versicherte er. Nach der Wiederaufnahme des PSN-Dienstes funktioniert aktuell wieder der Online-Chat und der Multiplayer-Modus. Dagegen ist der Kauf von Spielen oder anderen Inhalten über Kreditkarte zunächst weiter nicht möglich. Man werde die neuen Sicherheitsvorkehrungen erst ausgiebig testen, erklärte Hirai. Noch keine näheren Angaben machte Sony zu Art und Umfang des versprochenen "Willkommen zurück"-Paketes für europäische PSN-Kunden.

Holpriger Start

Angesichts des Ansturms auf die Dienste und die Funktion zur Zurücksetzung von Passwörtern kommt es laut Sony zu gelegentlichen Verzögerungen und Systemausfällen. Sony hat inzwischen darauf hingewiesen, dass man Änderungen des eigenen Accounts nur von der PS3-Konsole aus durchführen kann, mit der man sich ursprünglich angemeldet hat. Außerdem wurden die Kunden gebeten, keine Mehrfach-Resets des Passworts durchzuführen, sondern die Bestätigungsmail an die bei der PSN-Anmeldung hinterlegte E-Mail-Adresse abzuwarten. Alles in allem zog Sony ein erfreuliches Zwischenfazit. "Die erste Phase in den USA und Europa lief gut", sagte Sony-Sprecher Satoshi Fukuoka dem Magazin "PC World" am Montag. "Die Nutzer können auf die Dienste zurückgreifen. Es gab keine schwerwiegenden Probleme."

Japan bleibt vorerst offline

Ausgerechnet auf dem japanischen Heimatmarkt darf Sony noch nicht wieder loslegen: Die Regierung blockiert das Wiederanschalten und verlangt, dass Sony weitere vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung der Privatdaten von PSN-Nutzern trifft. Erst wenn dieses erhöhte Sicherheitsniveau von Seiten des Konzerns nachgewiesen worden sei, dürfen die Online-Dienste wieder live geschaltet werden.

Hacker-Attacke

Kriminelle waren im April in die Spiele-Netzwerke von Sony eingedrungen und hatten Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern gestohlen. Darunter befanden sich auch rund 12 Millionen Kreditkartendaten. Kurz darauf hatte der japanische Konzern die Netzwerke abgeschaltet. Die Folgen waren schmerzlich: Das Geschäft mit Spielkonsolen und Spieletiteln boomt derzeit in allen Produktkategorien, doch Sony falle bei den Verkäufen deutlich hinter die Konkurrenz zurück, hatte das "Wall Street Journal" berichtet. Analysten schätzten, das Datendesaster könnte Sony mehr als eine Milliarde Dollar kosten.

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