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Spielemesse E3: Nintendo stellt "Wii U"-Tablet vor

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E3: Nintendo stellt "Wii U"-Tablet vor

08.06.2011, 13:39 Uhr | jr / vb, dpa

Spielemesse E3: Nintendo stellt "Wii U"-Tablet vor. Wii U-Tablet von Nintendo (Quelle: Reuters)

Wii U-Tablet von Nintendo (Quelle: Reuters)

Nintendo ist für die nächste Generation seiner Wii wieder etwas Unerwartetes eingefallen: Die Japaner überraschen mit einer Art Mini-Tablet als Steuer-Einheit - und machen einmal mehr alles anders als die Konkurrenz. Bei dem am Dienstag auf der Spielemesse E3 in Los Angeles vorgestellten Gerät mit dem Namen "Wii U" ist ein Touchscreen-Bildschirm direkt in die Steuer-Einheit eingebaut. Mit einer Diagonalen von 6,2 Zoll (15,7 cm) fällt er sogar relativ groß aus. Die Spiele werden als mit einer Art Mini-Tablet gesteuert. Nintendo-Fans werden sich aber noch gedulden müssen: Die Wii U soll erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen, kündigte der japanische Konzern an.

Alles in Bewegung

Wie schon bei der Original-Wii ist der Controller der Wii U ebenfalls bewegungsempfindlich. Er ist groß, flach und weiß, hat an den Rändern die üblichen Steuer-Knöpfe sowie Kamera und Mikrofon etwa für Videochats sowie Lagesensoren gleich eingebaut. Man kann Games auch ohne Fernseher direkt auf dem Steuergerät spielen. Eine Muti-Touch-Steuerung wird es allerdings nicht geben. Die Wii U lässt sich zudem mit heutigen Wii-Controllern und Erweiterungsgeräten wie dem Balance Board steuern. Auch die Wii-Spiele sollen weiter funktionieren. Die neue Konsole werde "für Gelegenheitsspieler noch attraktiver sein als die Wii, aber auch Hardcore-Gamer zufriedenstellen" versprach Nintendo-Chef Satoru Iwata bei der Präsentation.

Schwachstelle HD behoben

Mit der Wii U bessert Nintendo auch bei wohl auffälligsten Schwachstelle seiner Konsole nach: Der Auflösung. Allerdings zeigte Nintendo die eigentliche Konsole nicht der Öffentlichkeit, sondern platzierte Prototypen in einem Demonstrationsbereich für Journalisten. Über technische Einzelheiten schwieg sich Nintendo aus und stellte lieber das Wii U -Bediengerät in den Vordergrund. Nur soviel war zu erfahren: Die neue HD-fähige Konsole (1080p) reicht ihre Bilder über einen digitalen HDMI-Port weiter. Als Analog-Anschlüsse sind Composite, RGB-Komponente und S-Video an Bord. Spiele dazu will Nintendo wie bisher auf Game-Disks pressen oder - sofern als als Download-Version vorliegend - über den hauseigenen Shop verkaufen und im internen Flash-Speicher ablegen. Eine eigene Festplatte hat die Konsole nicht, kann allerdings mit SD-Karten und USB-Sticks erweitert werden. Hinter der Frontklappe des Geräts Nintendo verbaut vier USB-Ports. Als Kraftwerk dient dem Vernehmen nach eine Multi-Core-CPU mit Power PC-Architektur von IBM - über deren Taktfrequenz und bezüglich der Grafik-Ausstattung schwieg sich der Hersteller aus. Auf Blu-ray hat Nintendo ebenfalls großzügig verzichtet.

Problem erkannt

Dass Nintendo in Sachen Konsolen-Hardware etwas tun musste, war klar: Die Bildqualität der Original-Wii ist deutlich schwächer als die HD-Auflösung der hochgerüsteten Konkurrenz-Maschinen. Vor allem in den ersten Jahren war dies kein Handicap gewesen, denn Spielspaß und der günstigere Preis überwogen den Nachteil des schwammigeren Wii-Bildes. In der Zwischenzeit zog die Konkurrenz ebenfalls mit bewegungsorientierten Spielekonzepten nach. Microsoft ging mit seinem Ende 2010 eingeführt System Kinect sogar soweit, zum Teil gänzlich auf einen Controller zu verzichten. Dank Kameras und genügend Rechenpower kann ein Spieler das Geschehen etwa bei Tanz-Games oder einem Autorennen nur mit Körperbewegungen steuern. Sony brachte ebenfalls im Herbst seine Move-Steuerung auf den Markt, die äußerlich an den Wii-Controller erinnert - den Nintendo jetzt verwirft.

Hardcore-Gamer wieder ein Thema für Nintendo

Mit der besseren Bildqualität will Nintendo jetzt auch die Action-Fans stärker ansprechen, die bisher ihren Kick eher bei Xbox 360 und Playstation 3 suchten. Eins nach dem anderen wurden bei der Präsentation diverse Kampf- und Sport-Spiele gezeigt. Die sogenannten Hardcore-Gamer sind eine verlässliche Zielgruppe, während sich viele Gelegenheitsspieler die Zeit inzwischen gern mit billigen Smartphone-Spielen vertreiben. Beim mobilen Spielen versucht Nintendo mit seiner 3DS mit dreidimensionalen Bildern den vorpreschenden Computer-Telefonen Paroli zu bieten.

Zeit für Neuerungen

Nintendo hatte mit der 2006 gestarteten Wii einen Überraschungs-Coup gelandet. Der Controller des Gerätes reagiert auch auf Bewegungen statt der zuvor üblichen Knopfdrücke und erlaubt so neue Spielkonzepte, zum Beispiel bei Sportspielen wie Tennis oder Golf. Damit eroberte Nintendo die zuvor vernachlässigte Gruppe der Gelegenheitsspieler. Die günstige Wii hängte in Sachen Verkäufen die technisch anspruchsvolleren Konkurrenzkonsolen Xbox 360 von Microsoft und PS3 von Sony ab. Bis Ende März wurden insgesamt gut 86 Millionen Geräte verkauft. Inzwischen hat die Wii jedoch ihren Höhepunkt überschritten, die Verkäufe lassen nach, Nintendo erlitt einen Gewinneinbruch. Deswegen war klar, dass bald ein Nachfolge-Gerät kommen muss.

Nintendo-Aktie im Minus

Mit seiner neuen Wii-Konsole hat Nintendo die Analysten offenbar nicht überzeugen können. Die Aktien des Elektronikkonzerns gaben am Mittwoch in Tokio bis Handelsschluss um fünf Prozent nach. Der Analyst Shuji Hosoi erklärte, die Erfolgsaussichten der neuen Konsole, die Nintendo am Dienstag auf der Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3) vorstellte, seien ungewiss. So sei nicht klar, ob die Wii gegen Smartphones und Tablet-PC bestehen können. Konsolenspiele hätten schon jetzt mit der Konkurrenz in den sozialen Online-Netzwerken zu kämpfen.

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