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Spieletest zum Rollenspiel Dungeon Siege 3: Neue Abenteuer in Ehb

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Test Dungeon Siege 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Neue Abenteuer in Ehb

09.06.2011, 12:33 Uhr | vb, Medienagentur plassma

Spieletest zum Rollenspiel Dungeon Siege 3: Neue Abenteuer in Ehb. Dungeon Siege 3

Dungeon Siege 3

Activision-Blizzard lässt sich mit dem von vielen Fans sehnlichst herbei gewünschten Diablo 3 ordentlich Zeit. Ob das Spiel noch dieses Jahr erscheint, ist fraglich. Da kommt das Action-Rollenspiel "Dungeon Siege 3" sammelwütigen Hobbyhelden genau richtig. Wurden die ersten beiden Teile der Serie nur für den PC veröffentlicht, dürfen diesmal auch Xbox 360- und PS3-Abenteurer losziehen, um in typischer Genre-Manier zu leveln, zu sammeln und sich durch die Spielwelt Ehb zu kämpfen. Ein Expeditionsbericht.

Wahlfreiheit

Zu Beginn muss man sich für einen von vier vorgefertigten Charakteren entscheiden. Klassen im eigentlichen Sinne gibt es in Dungeon Siege 3 nicht. Stattdessen bestimmt die Wahl der Spielfigur automatisch, ob man als Nahkämpfer Lucas Montbarron, Archon Anjali, Arkan-Magier Reinhart Manx oder Waffenexpertin Katarina ins Abenteuer zieht und sich der machthungrigen Jeyne Kassynder und deren Anhängern entgegenstellt, die das Fantasy-Reich Ehb terrorisieren. Jeder Charakter besitzt eine eigene Hintergrundgeschichte und ist individuell in die Story integriert, die für ein Action-Rollenspiel angenehm tiefgründig ist und vom typischen simplen Gut-Böse-Schema abweicht. Hat man dann noch einen der drei Schwierigkeitsgrade ausgesucht, geht es los, und der Spieler zieht fortan aus der in zwei Zoomstufen anpassbaren Verfolgeransicht durch die Lande. Was einen die folgenden gut zwölf Stunden (und mehr, vor allem im "Hardcore"-Schwierigkeitsgrad) erwartet, ist angenehm temperierte Rollenspiel-Kost.

Quests in rauen Mengen

Man beginnt auf Charakterlevel eins, ist schwach, arm, unerfahren und meilenweit davon entfernt, es mit Kassynder aufnehmen zu können. Doch das ändert sich schnell: In Haupt- und optionalen Nebenquests, die man in beliebiger Reihenfolge angehen kann, sowie zahllosen Kämpfen ergattert der Spieler Erfahrungspunkte, Gold und immer bessere Ausrüstungsgegenstände. Dabei bedient sich Entwickler Obsidian bekannter Vorbilder: Die gelben Ausrufezeichen über dem Kopf von Nichtspieler-Charakteren (NPCs) signalisieren verfügbare Quests, ein Fragezeichen zeigt an, dass man eine Aufgabe gelöst hat - WoW lässt grüßen. Die gelbe Leuchtspur, die einem den Weg zum aktuell ausgewählten Auftrag weist, kennt man aus den Fable-Spielen. Wie gewohnt bieten Kaufleute für jeden Charakter passende Waffen, Rüstungen und sonstige Items an, so dass es sich lohnt, jeden Winkel der Spielwelt nach versteckten Schatztruhen abzuklappern oder Fässer und Objekte zu zerstören, in denen oftmals Wertvolles schlummert. Zudem kann der Spieler bei Händlern nicht benötigte Items verkaufen und so seine Kasse aufbessern.

Gemeinsam sind sie stark

Ist man anfangs noch solo unterwegs, schließen sich einem schnell Mitstreiter an Die drei anderen Helden der Party werden vom Computer gesteuert. Sie stehen dem Spieler automatisch und in der Regel sehr zuverlässig im Kampf zur Seite und können ihn im Fall des zwischenzeitlichen Ablebens sogar wieder in Leben zurück holen. Nur ein KI-Kollege ist gleichzeitig mit dem Helden aktiv. Man darf seine Partymitglieder aber jederzeit austauschen, falls einem statt der taffen Anjali etwa mal mehr der Sinn nach Magier Reinhart steht. Die Begleiter haben alle ihren eigenen Kopf, geben Kommentare zur jeweiligen Situation ab und sind insgesamt eine echte Bereicherung.

Klasse Koop-Modus

Wo im Online-Modus bis zu vier tapfere Recken gemeinsam durch Ehb streifen können, ist der Offline-Koop-Part als Zwei-Spieler-Erlebnis konzipiert. Das Coole daran: Ein Mitspieler kann jederzeit an einer beliebigen Stelle im Spiel ein- und aussteigen. Zu zweit erhöht sich der Spielspaß deutlich, außerdem lassen sich knifflige Stellen durch Absprachen und Teamwork besser meistern. Die Story ist allerdings stets auf den Spieler zugeschnitten, der das Spiel begonnen hat; der Koop-Kollege besetzt nur eine Gastrolle. Sämtliche Erfahrungspunkte, Gegenstände und Skill-Verteilungen des Partners bleiben aber auch dann erhalten, wenn der sich wieder aus dem Spiel ausklinkt.

Der Weg zur Macht  

Die Quests sind guter Genre-Standard und reichen von Botengängen, Befreiungsaktionen, Eskorten und Erkundungsaufträgen bis hin zum Töten bestimmter Gegner oder Sammelaufgaben. Nicht jede Quest ist ein Missions-Meisterwerk; vor allem die optionalen Aufgaben wirken oft uninspiriert. Aber insgesamt macht die Mehrzahl der Aufträge Spaß. Im Spielverlauf schicken die Entwickler den Spieler an allerlei Fantasy-typische Schauplätze: Egal ob man durch verwunschene Wälder, neblige Sümpfe, finstere Grüfte, Dörfer, verschachtelte Minenkomplexe oder über unheimliche Friedhöfe streift, oftmals kommt schnell Tolkien-Stimmung auf. Auch das Monsterdesign kann sich sehen lassen: Obsidian fährt die komplette Palette an typischen Rollenspiel-Kontrahenten auf, angefangen bei mies gelaunten Hexen und Banditen über gefräßige Raubtiere und eklige Spinnen bis hin zu Skeletten, Goblins, Zyklopen oder sonstigen Höllenkreaturen. Am Ende einer Hauptquest empfängt einen meist ein Bossgegner. Diese verlangen in der Regel nach einer speziellen Taktik, die man erst einmal herausfinden muss.

Facettenreiche Charakterentwicklung

Jedem Charakter stehen im Spielverlauf insgesamt neun Fähigkeiten und ebenso viele Talente zur Verfügung, die wiederum in je fünf Stufen ausgebaut werden können. Nach jedem Level-Aufstieg erhält der Spieler je einen Punkt, den er nach Gutdünken verteilt. Die Talente wirken sich positiv auf die Grundwerte des eigenen Charakters wie Angriff, Blocken oder Wille aus. So erhöht zum Beispiel "Kritischer Treffer der Zerstörung" folgerichtig den Bonusschaden von Lucas‘ kritischen Attacken. Anjalis, Reinharts und Katarinas Talente verbessern indessen die für sie wichtigen Basiswerte wie etwa die Beweglichkeit.

Was uns gefällt

Das Action-Rollenspiel spielt sich wie aus einem Guss, und die Sammelsucht schlägt  spätestens nach dem ersten Level-Aufstieg voll zu. Die stilvoll gezeichneten Zwischensequenzen, die durchweg professionelle deutsche Sprachausgabe und die stets passende Musik sind ebenso Pluspunkte wie die abwechslungsreichen Schauplätze, die spannende Story, das gelungene Charaktersystem und das riesige Aufgebot an Monstern und Items. Der starke Koop-Modus rundet das Fantasy-Epos gebührend ab.

Was uns nicht gefällt

Leider stellt Obsidians Onyx-Engine nur wenige Details und Polygone dar, weshalb Dungeon Siege 3 trotz des konsequent umgesetzten Fantasy-Settings und farbenfroher Licht- und Zaubereffekte nicht in der Technik-Königsklasse mitspielt. Zudem sind echte Neuerungen rar gesät.

Fazit

Die Monster-Meuchelei trifft genau den Nerv konservativer Genre-Fans: Vier höchst unterschiedliche Helden und die ausgeklügelte Charakterentwicklung bieten ebenso reichlich Abwechslung wie die prima von der Hand gehenden Kämpfe, die herrlich klassischen Fantasy-Schauplätze, die unterhaltsame Story nebst packendem Finale und die Flut an Items, Quests und unterschiedlichen Gegnern. Zwar sind einige Nebenmissionen alles andere als einfallsreich - aber Hauptsache, man kann Erfahrungspunkte, neue Items und Gold für seinen Helden abstauben! Nicht zuletzt dank des tollen Koop-Modus ist Dungeon Siege 3 eine klare Empfehlung wert.

Infos zum Spiel

  • Titel: Dungeon Siege 3
  • Genre: Action-Rollenspiel
  • Publisher: Square Enix
  • Hersteller: Obsidian Entertainment
  • Release: 17. Juni 2011
  • Preis: zirka 50 Euro (PC) / zirka 60 Euro (Xbox 360, PS3)
  • USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
  • System: PC, PS3, Xbox 360,
  • Wertung: Sehr gut

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