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Spieletest "The Legend of Zelda: Ocarina of Time": 3D für Nintendo 3DS

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Test The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D | Rollenspiel | Nintendo 3DS  

Fesselnde Flötentöne

14.06.2011, 13:31 Uhr | vb, Medienagentur plassma

Spieletest "The Legend of Zelda: Ocarina of Time": 3D für Nintendo 3DS. The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D (Quelle: Nintendo)

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D (Quelle: Nintendo)

Bei seinem Start im Jahr 1998 auf dem Nintendo 64 erwies sich "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" als Meilenstein. Bis heute gilt das Spiel zurecht als einer der besten Titel aller Zeiten. Nun feiert die Legende als zeitgemäßes Remake auf dem Nintendo 3DS ihr Comeback. Das Action-Adventure gewinnt damit aber nicht nur eine Dimension mehr, sondern fesselt auch weiterhin mit viel Charme und wundervoller Grafik wochenlang an den Handheld. Obwohl die Neuauflage fast Eins-zu-eins dem alten Spiel entspricht, fühlt sie sich dennoch frisch an und zieht den Spieler schnell in die spannende Geschichte um den Protagonisten Link hinein. Und bietet damit rund drei Monate nach dem Start des 3DS das erste wirklich handfeste Verkaufsargument für den jüngsten Nintendo-Spross.

Der Ruf des Schicksals

An den Anfang erinnern sich Serienveteranen noch, als wäre es gestern gewesen: Der junge Elfe Link wird von der Fee Navi aus dem Schlaf geweckt. Im Auftrag des Deku-Baums offenbart sie ihm sein Schicksal: Er soll das Land Hyrule vor dem Oberschurken Ganondorf, dem König der Diebe, retten. Auf einer magischen Reise müssen Held und Spieler verhindern, dass Ganondorf sich nicht nur das Königreich, sondern auch gleich noch die Macht über die Zeit unter den Nagel reißt. Doch ehe man das Dorf Kokiri verlässt, macht man sich mit Gameplay und Steuerung vertraut und sammelt im Wald nebenbei auch noch ein paar Rubine - die Währung des Spiels - ein. Link findet in einer riesigen Truhe schließlich sein erstes Schwert. Im Spielverlauf füllt sich das eigene Inventar immer weiter, zum Beispiel mit einem Schild oder einer Steinschleuder, Bogen, oder Stiefel und Rüstungen mit besonderen Eigenschaften.

Den richtigen Ton treffen

Allen Waffen und Gegenstände kann man im Inventar speziellen Tasten zuordnen, um sie im richtigen Moment beim Kampf schnell zur Hand zu haben. Und natürlich findet man auch die namensgebende Ocarina. Spielt man die erlernten Melodien auf der Flöte, ruft Link etwa sein treues Pferd Epona herbei. Schon das Wald-Intro zeigt detailreiche Grafik und bestechende 3D-Effekte. Außerdem kann man über das Augen-Symbol auf dem Touchscreen auch das imposante neue "Ich-Perspektive“-Feature ausprobieren und quasi durch die Augen von Link die Umwelt betrachten, indem man seinen 3DS kippt sowie hin und her bewegt. Besser und vor allem ruhiger geht das allerdings per Schiebepad. Der Kippsensor wird aber nicht nur in dieser Ansicht genutzt, auch beim Einsatz von Fernwaffen kann man ihn wirkungsvoll für das Zielen einsetzen.

Das Abenteuer beginnt

Dann beginnt das Abenteuer mit zahlreichen Quests auf der Oberwelt und zahlreichen Streifzügen durch Tempel und Dungeons. Dabei muss sich der Spieler sowohl mit knackigen Endbossen auseinandersetzten als auch Rätseleinlagen lösen, allen voran die bekannten Schiebe-Puzzles. Zudem reist Link durch die Zeit, erblickt als Erwachsener das völlig zerstörte und von Zombies bevölkerte Königreich und muss verschiedene Dungeons meistern und die dortigen Endgegner besiegen, um das Land wieder in den Ursprungszustand zu versetzen. Abseits des Hauptweges warten weitere Herausforderungen: Side-Quests werden mit speziellen Items belohnt, etwa einer größeren Geldbörse oder einem magischen Auge.

Perfekt angepasste Steuerung

Das Remake baut zwar auf der alten N64-Grafik auf, vermittelt aber ein sehr viel detailreicheres Bild auf die gewohnten Schauplätze. Die ehemaligen Texturen haben einen perfekten Schliff erhalten, und auch die Steuerung wurde ideal an den 3DS angepasst, so dass sich Link sehr eingängig und flüssig durch sein Abenteuer steuern lässt. Mit der linken Schultertaste visiert man Gegenstände oder Gegner an, um sie dann mit den entsprechenden Waffen sicher zu treffen. Mit der rechten Schultertaste kann sich Link geschickt mit seinem Schild vor Angriffen schützen. Der untere Touchscreen dient während der Quests als Steuerungsinformation. Hier kann man schnell auf die Ausrüstung, die Karte oder Items zurückgreifen und behält so jederzeit die Übersicht. Das umständliche alte Menü-Geklicke entfällt somit.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Wer das Spiel schließlich nach 30 Stunden und mehr beendet hat, bekommt mit der "Master Quest“ und der "Boss Challenge“ noch die Möglichkeit, den Spielspaß zu verlängern. In der "Master Quest“ warten besonders starke Gegner mit neuen Aufgaben. Hier gibt es überraschende Änderungen wie die Spiegelperspektive, die den Orientierungssinn stark herausfordert. In der "Boss Challenge“ lassen sich die fiesesten Gegner aus dem Spiel noch einmal einzeln oder durchgehend hintereinander verhauen.

Was uns gefällt

Die Auffrischung des Klassikers ist hervorragend gelungen. Link lässt sich intuitiv steuern, und das Spiel wartet mit erfrischend neuen Features auf, bietet aber erneut alles, was den damaligen Erfolg ausgemacht hat. Erstaunlich, wie gut die Spielstruktur des Oldies heute noch funktioniert. Das grafische Facelifting ist sehr eindrucksvoll. Die Umgebung ist nicht nur detailreicher geworden, auch die Charaktere haben an Tiefe gewonnen. Die Mimik der Figuren wirkt natürlicher, die Landschaften sind viel weiter einzusehen. Spielspaß pur - so oft hat man den Akku des 3DS in einem Spiel noch nie aufladen müssen!

Was uns nicht gefällt

Um die anspruchsvolleren "Master Quests“ nutzen zu können, muss auch der erfahrene "Zelda"-Veteran erst das komplette Spiel gemeistert haben. Das ist schade für alle, die die Story schon kennen. Die werden sich auch daran stören, dass es inhaltlich kaum Änderungen gibt. Aber das ist schon meckern auf sehr hohem Niveau. Ob Kenner des Ur-Spiels oder Neueinsteiger - hier kommt jeder 3DS-Besitzer voll auf seine Kosten.

Fazit

Alle Achtung! Nostalgie hat sich bisher selten so frisch angefühlt und gespielt. Von Altersspuren kann in der 3DS-Neueuflage des Adventure-Hits von 1998 keine Rede sein. "The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D" wird viele alte und auch neue Freunde von Link und Zelda verzaubern und lange Zeit an die Tasten und Screens des 3DS fesseln. Der bislang schönste und inhaltlich ausgereifteste Titel für den neuen Nintendo-Handheld.

Infos zum Spiel

Titel: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D
Genre: Rollenspiel
Publisher: Nintendo
Hersteller: Nintendo
Release: 17. Juni 2011
Preis: 40 Euro
System: Nintendo 3DS
Wertung: Sehr gut


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