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"Minecraft", "Eve Online" und weitere nach Lulzsec-Angriff vom Netz

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"Lulzsec": Massiver Hacker-Angriff gegen Onlinespiele

16.06.2011, 16:05 Uhr | vb, dpa

"Minecraft", "Eve Online" und weitere nach Lulzsec-Angriff vom Netz. Eve Online (Bild: CCP Games)

Eve Online (Bild: CCP Games)

Die Hacker-Angriffe auf die Spielebranche reißen nicht ab. Nachdem am Pfingstwochenende die Webseiten und Online-Stores verschiedener Publisher attackiert wurden, sind nun Online-Games ins Visier der Hacker geraten. Die Gruppe "Lulzsec" hat in einer "Titanic Takeover Tuesday" benannten Aktion gleich drei Spiele abgeschossen. Damit aber nicht genug: Über eine eigens eingerichtete Hotline nahmen die Hacker sogar Ideen für neue Angriffsziele entgegen und verhöhnten ihre Opfer via Twitter.

Hotline erfreut sich großer Beliebtheit

Am 14. Juni hat das Team zunächst die Spieleserver von Minecraft und Eve Online angegriffen. Beide wurden daraufhin von den Betreibern vom Netz genommen. Wenige Stunden später war auch das Online-Game "League of Legends" nicht erreichbar. Dreist: Wer sich über die Angriffe beschweren oder neue Ziele vorschlagen wollte, konnte das über eine Hotline, die Lulzsec eigens eingerichtet hatte, tun. Laut Angaben der Gruppe hätten mehr als 3500 Anrufe nicht angenommen werden können, der Zulauf sei zu groß gewesen. Wer die Aktionen weniger lustig fand und den Hackern mit Konsequenzen drohte, wurde via Twitter verspottet. Ob Lulzsec auch hinter den Angriffen auf Codemasters, Bethesda und Epic Games steckt, ist nicht bekannt.

Ferngesteuerte Angriffe

Die Hackergruppe ist erst in diesem Jahr öffentlich hervorgetreten. Bisherige Aktionen waren ein Angriff auf die Website des konservativen Fernsehsenders Fox, eine Attacke auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender PBS aus Protest gegen eine Dokumentation über den mutmaßlichen Informanten der Enthüllungsplattform Wikileaks, der Diebstahl von Nutzerdaten von Sony Pictures Entertainment und ein Vorstoß auf Computer des US-Senats. Die Hacker verfügen vermutlich über ein sogenanntes Botnet mit zahllosen infizierten Computern, die ferngesteuert werden und Angriffsziele mit einer Flut von Datenpaketen lahmlegen. Bei einem Angriff auf da Spielerportal "The Escapist" seien nur 0,4 Prozent der für solche DDoS-Attacken verfügbaren Kapazität eingesetzt worden, erklärte die Gruppe. Lulzsec rief über Twitter dazu auf, telefonisch Vorschläge für weitere Angriffsziele zu nennen.

Update: Inzwischen hat sich "Lulzsec" zu einem weiteren DDoS-Angriff auf die Login-Server von Eve Online bekannt. Die Webseite des Hersteller CCP sei so schlecht gestaltet, dass sie bei einer Vielzahl von Login-Anfragen von selbst mit zusammenbreche, so das Statement der Hackergruppe. Nach Angaben von CCP wurde bei der Attacke keine persönlichen Kundendaten kompromittiert.

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