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Gegen Gratis- und Billigpreis-Kultur: Nintendo ignoriert "Free2Play"-Welle

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Nintendo ignoriert "Free2Play"-Welle

16.06.2011, 14:06 Uhr | jr

Gegen Gratis- und Billigpreis-Kultur: Nintendo ignoriert "Free2Play"-Welle. Nintendo-Präsident Saturo Iwata (Bild: Nintendo)

Nintendo-Präsident Saturo Iwata (Bild: Nintendo)

Mit den vor allem im Online- und Rollenspiele-Bereich boomenden "Free2Play"-Games will der japanische Hersteller Nintendo nichts zu tun haben. Das beteuerte Nintendo-Präsident Satoru Iwata im Gespräch mit Journalisten. Nintendo sei "nicht interessiert" an dem "Freemium"-Modell, bei dem manche für aufwendig entwickelte Spiele nichts bezahlen wollten, sagte Iwata. Stattdessen sei man bemüht, gegenüber Entwicklern und Kunden den Wert von Spielen zu betonen.

Beide Seiten in der Pflicht

"Wenn wir einfach O.K. dazu sagen, dass der einzige Weg, um mehr Spiele zu verkaufen, die Reduzierung des Preises ist, dann wird es keine strahlende Zukunft geben und die ganze Industrie wird zusammenbrechen", sagte der Nintendo-Boss im Gespräch mit "All Things Digital". Bezüglich des Wertes, den der Kunde einem Spiel beimesse, müsse man von Entwickler- und Publisherseite her größte Vorsicht walten lassen. Scharf kritisierte Iwata die um sich greifende Kostenlos- und Billigpreis-Kultur. Auch wenn das Wort "App" nicht fiel - wen beziehungsweise was der Nintendo-Chef mit dieser Äußerung im Sinn hatte, dürfte jedem klar sein. Um den Kunden einen Gegenwert für ihre Bereitschaft zu bezahlen zu bieten, muss man nach Ansicht von Satoru Iwata freilich auch einen entsprechenden Gegenwert liefern. Deshalb sei es Nintendos Anspruch, dass die Produkte "einzigartig und unnachahmbar" bleiben und den Kunden etwas Neues, etwas Spaßiges und Überraschendes bieten müssten.

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