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Spieltest zum Actionspiel "Infamous 2" für die PS3 voin Sony

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Test Infamous 2 | Actionspiel | PS3  

Schockierend gute Starkstrom-Action

06.07.2011, 11:10 Uhr | Benjamin Kratsch / jr, Richard Löwenstein

Spieltest zum Actionspiel "Infamous 2" für die PS3 voin Sony. Infamous 2 (Bild: Sony) (Quelle: Sony)

Infamous 2 (Bild: Sony) (Quelle: Sony)

Eine mächtige Explosion erschüttert New Marais. Kampfhubschrauber kreisen über dem Gebiet, Kommando-Ansagen dröhnen, Spezialeinheiten gehen in Stellung. In Sonys PS3-Exklusivtitel “Infamous 2“ erwartet die Stadt den Angriff des Behemoth. Hoch wie ein Haus und breit wie fünf nebeneinander geparkte LKWs, bahnt sich Godzillas kleiner Bruder seinen Weg durch die Stadt und schleudert mit seinen riesigen Pranken Polizeitrucks durch die Luft, als wären es Matchbox-Autos. Doch der mit Elektrokräften gesegnete Superheld naht bereits: Cole MacGrath hat sich von Empire City, dem Schauplatz des Vorgängers, verabschiedet und darf nun mit New Marais eine fiktive Metropole retten, die einen frappierend an New Orleans erinnert.

Schwimm mit dem Strom

Jazz-Musik dudelt aus einer mit Neonreklamen verzierten Bar, als sich Cole dem Behemoth frech in den Weg stellt. Und dann geht der dynamische Boss-Kampf in der offenen Spielwelt auch gleich los. Um die Schwachstellen des Gegners angreifen zu können, ist Kreativität gefragt. Mit Energiebällen draufhalten? Vergebene Liebesmüh, die prallen am dicken Schuppenpanzer ab. Per Vortex-Kraft ein Auto anheben und dem Ungetüm an die Birne klatschen? Da lacht der Behemoth nur und schmeißt ein paar Kopfschmerztabletten ein. Oder genehmigt sich einen Polizisten - scheint auch zu helfen. Nein, hier gilt es, das offene Leveldesign zu nutzen. Also klettert Cole flink aufs Dach des Jazz-Clubs, hangelt sich an Fenstern, Laternenmasten und Stahlträgern in schwindelerregende Höhen, gleitet elegant über Stromkabel, bekommt so immer mehr Geschwindigkeit, springt und wirft schließlich im Sprung eine Vortexgranate direkt ins Maul des Biests. Dessen Lebensbalken rast nach unten. Zeit, der Stinkmorchel klar zu machen, wer hier die Hosen anhat. Entwickler Sucker Punch hat aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Das erste “Infamous“ war ein ungeschliffener Diamant, ein Geheimtipp, der aber nach etlichen Stunden langweilte. Das wird hier nicht passieren, denn Infamous 2 lädt sofort zum Experimentieren ein.

Elektrifizierend

Wer keine Lust auf die Granaten-Flugnummer hat, kann auch die Beine in die Hand nehmen, rennen was das Zeug hält und den Behemoth in eine enge Gasse locken. Der kann sich dort kaum bewegen und wird folglich mit einem wahren Granatenregen eingedeckt. Um die übernatürlichen Fähigkeiten von Cole noch weiter auszureizen, stellt einem das Spiel zwei hübsche Ladys an die Seite: Die japanische FBI-Agentin Kuo, die New Marais vor dem Untergang bewahren möchte, und die verrückte, tätowierte Nix, die den Laden selbst kontrollieren will. Die Idee dahinter? Je nachdem, wie aggressiv Cole vorgeht, arbeitet er eher für Kuo oder eben für Nix. Wer also ständig Zivilisten grillt oder Fahrzeuge mit Insassen durch die Gegend wirft, sammelt im Spielverlauf böses Karma. Nix belohnt Cole dafür mit der Macht des Feuers, gibt ihm Zugriff auf Splittergranaten, die größtmöglichen Schaden verursachen und beim Aufprall so heftig detonieren, dass sie ganze Balkone mit Scharfschützen darauf einreißen. Wer eher Kuos Pfad der Tugend einschlägt, erhält eine Art Elektro-Zweizack, mit dem sich das Gameplay mehr gen Nahkampf entwickelt: Cole wirbelt in eine Gegnerhorde hinein, schlägt um sich, bringt mehrere Wachen zum Wanken und pickt sich dann einen nach dem anderen für brutale Finisher raus. Kurzum: Das überarbeitete Karmasystem funktioniert prima und wirkt vor allem nicht mehr so aufgesetzt wie das alte mit seinen Gut-oder-böse-Entscheidungen.

Was wir mögen

Im Vergleich zum ersten “Infamous“ spielt sich Teil zwei erfrischend anders. Getroffene Gameplay-Entscheidungen wirken sich auf das ganze Spiel und auf das Figurendesign aus. Die Kämpfe, egal ob gegen Zwischengegner oder Otto-Normal-Monster, sind abwechslungsreich und laden zum Experimentieren mit Coles Elektro-Moves ein.

Was wir nicht mögen

Leider muss “Infamous 2“ ohne einen Mehrspieler-Modus auskommen. Dabei hätte sich der - und insbesondere ein Zwei-Spieler-Koop-Modus - geradezu aufgedrängt. Alles in allem überzeugen Grafik und Effekte, nur ab und an tauchen matschige Texturen auf.

Fazit

Stark inszenierte Action, ein neues Karma-System und eine offene Spielwelt, die es in sich hat.

Infos zum Spiel

Titel: Infamous 2
Genre: Actionspiel
Publisher: Sony
Hersteller: Sucker Punch
Release: Im Handel
Preis: zirka 55 Euro ("Hero"-Edition: zirka 75 Euro)
System: PS3
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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