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Spieletest zu "Child of Eden": Ego-Shooter von Ubisoft für PS3 und Xbox 360

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Test Child of Eden | Ego-Shooter | PS3, Xbox 360  

Surreales Actiongemälde

21.07.2011, 12:17 Uhr | Medienagentur plassma / vb/ jr, Medienagentur plassma

Spieletest zu "Child of Eden": Ego-Shooter von Ubisoft für PS3 und Xbox 360. Child of Eden (Quelle: Ubisoft)

Child of Eden (Quelle: Ubisoft)

Innovative Spielkonzepte sind in der von Nachfolgern und Remakes dominierten Spiele-Branche rar gesät. Da kommt ein erfrischend eigenständiger Titel wie "Child of Eden" für PS3 und Xbox 360 gerade recht. Zwar ist das Spiel letztendlich auch nur das Sequel zum Rail-Shooter "Rez", der 2001 für Segas gefloppte Dreamcast-Konsole erschien und später auf PS2 und Xbox 360 portiert wurde. Doch da sich nur wenige Hardcore-Spieler seinerzeit mit der künstlerisch höchst gelungenen Ballerei vergnügten, wirkt Child of Eden aus der Feder des Rez-Schöpfers Tetsuya Mizuguchi taufrisch und höchst inspirierend. Und ist mindestens genauso gut wie der hochgelobte Vorgänger.

Schnell erlernt…

Die eigentliche Spielmechanik von Child of Eden ist kinderleicht und schnell erlernt. Das Spiel wird aus der Ich-Perspektive gespielt. Man schwebt auf vorgegebenen Wegen durch fünf thematisch unterschiedliche Abschnitte und steuert dabei ein Zielkreuz. Mit gedrücktem Feuerknopf markiert man bis zu acht Ziele und schießt diese durch Loslassen der Taste ab. Dabei gilt es, sich zu beeilen, um rechtzeitig Türen und Schleusen zu öffnen, sonst droht der Energieverlust. Ungefährlich ist das Ganze auch nicht: Auf eine selbst abgefeuerte rosa Projektile entsorgt man per Vulkan-Kanone - bevor man selbst pulverisiert wird. Und wenn's doch mal zu schnell zugeht: Via Smartbomb kann man das hektische Geschehen entschärfen, indem man den kompletten Bildschirm leer fegt.

…schwer zu meistern

Was sich in der Theorie simpel anhört, ist in der Baller-Praxis aber kein einfaches Unterfangen. Damit sich der Spieler in der Highscore-Liste verewigen kann, muss er ebenso präzise wie fehlerfrei spielen. Die Jagd nach Punkten ist dann auch der Hauptanreiz, Child of Eden immer wieder neu durchzuspielen, denn die fünf Abschnitte des Spiels hat man beim ersten Durchgang bereits in etwa zwei Stunden absolviert.

Bombastische Inszenierung

Die kurze Spieldauer wird allerdings durch die beeindruckende, künstlerisch wertvolle Optik der Themenwelten mehr als wett gemacht. Der Spieler ist in einem Computernetzwerk auf Virenjagd unterwegs und besucht dabei psychedelisch anmutende Schauplätze. Mal ist man in den tobenden Kampf zweier Planeten verwickelt, die sich in um die Wette laufenden Menschen verwandeln. Dann wiederum besucht man eine mysteriöse Unterwasserwelt, die von bizarren Wesen bevölkert wird. Allerlei Spezialeffekte, Farbblitze und Partikel, mal grelle, mal sanfte Farbtöne sorgen für ein Grafikfeuerwerk. Darunter leidet zwar ab und zu die Übersicht, der Gesamteindruck ist aber schlicht überwältigend. Passend dazu ertönt sphärische Technomusik aus den Lautsprechern, während der Controller in der Hand des Spielers sanft vibriert.

Immer im Rhythmus bleiben

Der Rhythmus ist auch ein wichtiges Spielelement: Feuert man seine Schüsse passend zur Musik ab, sackt man einen Punkte-Multiplikator ein. Laut Designer Mizuguchi war es sein erklärtes Ziel, verschiedene Sinneseindrücke zu vermischen - Fachleute sprechen dabei von Synästhesie. Das Gesamterlebnis aus Farben, Formen und Klängen fügt sich bei Child of Eden perfekt zusammen. Die Steuerung per klassischem Controller oder via Kinect (Xbox 360) beziehungsweise Move (PS3)-Gestensteuerung geht prima von der Hand, wobei die Zielerfassung per Stick präziser arbeitet.

Was uns gefällt

Child of Eden spielt sich ganz in der Tradition des Vorgängers Rez, sieht aber um Klassen besser aus als der Innovations-Oldie und bietet einige Neuerungen wie die Vulkan-Kanone und die Möglichkeit Multiplikatoren für sauberes Timing einzuheimsen. Die Jagd nach neuen Highscores motiviert ebenso wie die Erkundung der fantastisch inszenierten Computerwelten nebst imposanter Endbosse. Toll gelungen ist auch der Techno-Soundtrack, der sich aus Ambient, House und Progressive zusammensetzt.

Was uns nicht gefällt

Wer Child of Eden nicht als Gesamtkunstwerk betrachtet, sondern sich rein auf die Fakten stürzt, wird mit dem Ego-Shooter nicht glücklich werden: Die kurze Spieldauer, das simple Spielsystem und die alles andere als Mainstream-freundliche Präsentation dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen.

Fazit

Endlich mal wieder ein Actionspiel, das die ausgetretenen Pfade des Genres verlässt! Child of Eden bietet zwar Rez-Anhängern inhaltlich kaum Neues, sieht aber furios aus und lässt einen schnell in surreale Traumwelten versinken. Und die Hatz nach immer mehr Punkten macht schlichtweg süchtig. Lässt man sich auf das Spiel ein, wird es einen so schnell nicht mehr loslassen.

Infos zum Spiel

Titel: Child of Eden
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Q? Entertainment Inc.
Release: Sommer 2011
Preis: zirka 60 Euro
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut


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