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Spieletest zum Actionspiel "Transformers 3" von Activision für PS3, Xbox 360, Wii und 3DS

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Test Transformers 3 | Action | PS3, Xbox 360, Wii, 3DS  

Blechriesen im Ballerwahn

22.07.2011, 11:54 Uhr | jr / vb, Medienagentur plassma

Spieletest zum Actionspiel "Transformers 3" von Activision für PS3, Xbox 360, Wii und 3DS. Transformers 3 Actionspiel von Activision für PS3, Xbox 360, Wii und 3DS (Quelle: Activision)

Transformers 3 (Bild: Activision) (Quelle: Activision)

Passend zu Michael Bays Kino-Blockbuster "Transformers: Dark of the Moon" veröffentlicht Spiele-Publisher Activision ein neues Actionspiel rund um die kampfkräftigen Metallriesen. Doch wo sich der Vorgänger "Transformers: Kampf um Cybertron" als echter Überraschungshit entpuppte, will bei "Transformers 3" für PS3, Xbox 360, Wii und 3DS der Spielspaßfunke einfach nicht zünden. Kurze Spieldauer, lieblos-lineares Leveldesign, dazu wenig Abwechslung und eine schwammige Bedienung - wer die Transformers liebt, wird von dem Spiel auf ganzer Linie enttäuscht sein.

Immer geradeaus

Auf PS3 und Xbox 360 kämpft sich der Spieler genau wie im "Cybertron"-Vorgänger als Autobot durch schlauchförmig angelegte Levels, in denen es vor mies gelaunten Decepticons nur so wimmelt. Die Story ist allerdings keine 1:1-Umsetzung der Filmvorlage, sondern erzählt seine Vorgeschichte. Welchen Transformer man verkörpert, gibt die jeweiligen Mission vor: So ist man zu Beginn als Bumblebee unterwegs, um dann nach und nach die Roboter Ironhide, Mirage oder Optimus Prime zu steuern. Pro Autobot kommen drei Verwandlungsformen zum Einsatz: Roboter, Fahrzeug und Stealth Force. Letzere ist eine Zwitterform aus Auto und stark bewaffnetem Panzer; wirklich unauffällig agieren die Transformers dadurch aber kaum.

An die Wand gefahren

Denn Abwechslung gibt es in Transformers 3 eher selten. Das Actionspiel langweilt stattdessen oft mit sterilen Innenabschnitten und engen Röhrenparcours, in denen sich die riesigen Bots gerade mal so fortbewegen können. Etwa 80 Prozent der gerade mal fünf Stunden Spielzeit verbringt man in schmalen Korridoren und ballert sich auf vorgegeben Wegen durch die Level. Selbst wenn der Spieler den Fahrzeugmodus benutzt, um längere Tunnelabschnitte hinter sich zu bringen oder gar Rennen gegen die Zeit zu gewinnen, kommt kaum Spielspaß auf. Aufgrund der sehr schwammigen und unpräzisen Steuerung sowie der unübersichtlichen Kameraführung enden die Fahrten oft in unfreiwilligen Karambolagen oder Ausflügen an die nächste Wand.

Von Spannung keine Spur

Wenig aufregend ist auch eine Schleichmission inszeniert, in der man in der metallischen Haut von Mirage auf seine Waffen verzichten und allein mit Hilfe des Tarnmechanismus (und der Nahkampftalente) an den feindlichen Wächtern vorbei spazieren muss. Spielerischen Tiefgang erwartet man von einem "Transformers"-Spiel zwar nicht über alle Maßen, dennoch ist man selten mit anderen Dingen beschäftigt, als in Third-Person-Perspektive durch detailarme Gänge zu laufen beziehungsweise zu fahren und eine gegnerische Welle nach der nächsten abzuwehren. Immerhin: Wenn man etwa mit Starscream ein Kapitel lang die Lüfte unsicher macht oder in Form von Laserbeak feindliches Territorium infiltriert, hat das Spiel einige kreative Momente. Leider sind solche Episoden viel zu selten. Meist wiederholen sich Geschehen und Aufgaben ständig. Selbst die Bosskämpfe ringen halbwegs erfahrenen Action-Spielern nur ein müdes Lächeln ab. Von einer Herausforderung oder gar taktischem Ansatz kann hier nicht die Rede sein.

Wii- und 3DS-Versionen: Wo sind die Roboter?

Ist Transformers 3 auf PS3 und Xbox 360 schon keine Glanzleistung, sieht’s auf den Nintendo-Systemen noch schlechter aus. In den spielerisch wie optisch identischen Fassungen setzt man komplett auf anspruchslose Fahrzeug-Ballereien. Der Spieler düst hier durch eingegrenzte Areale, die von zahlreichen Gegnern bevölkert sind, und sammelt die so genannten "Energonwürfel" auf. Die benötigt man, um den Stealth-Force-Modus zu aktivieren. Die katastrophale Steuerung und eine schwache technische Umsetzung dürften jedoch selbst hartgesottene Fans abschrecken.

Was wir mögen

Transformers 3 kommt mit allen Charakteren der Filme daher und bietet Nonstop-Action, die sich zum Abreagieren nach einem langen Arbeitstag eignet.

Was wir nicht mögen

Das Spiel wirkt auf PS3 und Xbox 360 und noch mehr auf den Nintendo-Konsolen lieblos zusammen geschustert, als hätten die Entwickler eben rechtzeitig zum Filmstart etwas fertig stellen müssen. Alles, was im Vorgänger "Transformers: Kampf um Cybertron" noch für höchst kurzweilige Action-Stunden sorgte, fehlt hier: Abwechslung, Spannung, Dynamik und gute Spielbarkeit. Auch technisch hat sich das Spiel keinen Deut weiterentwickelt, sondern macht sogar einen Schritt zurück: Magere Texturen, lange Ladezeiten, Bildfehler und die immer gleichen Gänge - das braucht heute niemand. Die schwachen deutschen Synchronsprecher fügen sich nahtlos in den negativen Gesamteindruck ein. Und warum man den tollen Koop-Modus entfernt hat, der im Cybertron-Prequel famose Zweispieler-Unterhaltung garantierte, ist ebenso ein Rätsel. Der mäßige Mehrspieler-Part mit seinem unsauberen Netzcode und häufigen Verzögerungen, nur einer Hand voll Karten und lediglich zwei Spielmodi (Deathmatch und Conquest) macht da auch nicht mehr viel wett.

Fazit

Wo ein großer Name drauf steht, steckt noch lange kein gutes Spiel drin. Leider wirkt Transformers 3 an allen Enden und Ecken unfertig und wie im Schnellverfahren zusammen gestückelt. Wo die PS3- und Xbox-360-Versionen wenigstens hier und da einige guten Ideen bieten, aber trotzdem weit hinter dem guten Vorgänger zurück bleiben, verdienen sich die Fassungen für Wii und 3DS mit Leichtigkeit das Prädikat "Spielegurke". Schade, die zahlreichen Transformers-Fans hätten ein besseres Spiel verdient gehabt!

Infos zum Spiel

Titel: Transformers 3
Genre: Action
Publisher: Activision
Hersteller: High Moon Studios (PS3, Xbox 360) / Behaviour Interactive (Wii, 3DS)
Release: Im Handel
Preis: zirka 70 Euro (PS3, Xbox 360), zirka 50 Euro (Wii), zirka 40 Euro (3DS
System: PS3, Xbox 360, Wii, 3DS
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Ausreichend (Xbox 360, PS3) / Mangelhaft (Wii, 3DS)

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