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Download-Content: Das Geschäft mit dem Vergnügen  

Das Spiel danach

04.08.2011, 15:27 Uhr | Sabine Vogel / jr,tz, Richard Löwenstein

Download-Content: Das Geschäft mit dem Vergnügen. Download-Content: Das Spiel danach (Bild: www.t-online.de)

Download-Content: Das Spiel danach (Bild: www.t-online.de)

Das Nachspiel wird ja gerne mal vernachlässigt. Ausgerechnet die Videospiel-Hersteller sind da schon weiter. Sie legen großen Wert darauf, dass die Spieler möglichst lange bei der Stange bleiben und auch mehrere Monate oder gar Jahre nach dem Release des Hauptspiels dazu bereit sind, Geld in ihr Produkt zu investieren. Angesichts von jahrelangen Entwicklungszeiten und irren Entwicklungskosten für aktuelle PC- und Videospiele soll der Cashflow so lange wie möglich anhalten. Dazu gibt es viele Mittel: Download-Inhalte, große Community-Plattformen, Social Gaming, Wettbewerbe und Belohnungen für diejenigen, die sich länger an ein Game binden. Vor allem mit kostenpflichtigen Download-Inhalten (DLC) lässt sich gutes Geld verdienen. Leider bleibt dabei nicht jeder Hersteller fair.

Das Geschäft mit dem Vergnügen

Ein durchschnittliches Vollpreisspiel für PC oder Spielekonsole beschäftigt den Spieler rund acht bis zehn Stunden lang - zum Preis von knapp 50 bis 70 Euro. Ein teures Vergnügen, wenn man bedenkt, was dafür in der Spiel-Tüte steckt. Das sind in aller Regel eine Einzelspieler-Kampagne und - sofern Multiplayer-tauglich - ein paar Modi für Online-Mehrspieler. Finito. Bonusmissionen, Extra-Gegenstände, Belohnungen - früher gerne mal im Hauptspiel versteckt - gibt’s nicht mehr. Genauer gesagt : Es gibt sie schon, aber nur gegen Bares. Die Hersteller bitten heutzutage den Spieler nach dem Kauf ihres Spiels gerne noch mal zur Kasse, wenn der das Vergnügen erweitern will. Mit Zusatz-Missionen, neuen Spielfiguren, Ausrüstungsgegenständen, Waffen, Karten oder Automodellen sollen die Kunden weiter gebunden werden.

Schneller Rhythmus

Nicht selten erscheinen solche Bonus-Inhalte im monatlichen oder gar wöchentlichen Takt und schlagen mit Preisen zwischen drei und fünfzehn Euro zu Buche. Besonders ärgerlich: Boni, die unmittelbar zum Verkaufsstart eines Spiels erhältlich sind und somit gut und gerne noch Platz auf der Disk hätten finden können, wie im Falle des Rennspiels Dirt 3. Zum Verkaufspreis von zirka 60 Euro gesellen sich mittlerweile Download-Inhalte in Form von Hupen-Paketen für einen Euro über diverse Wagenmodelle für zwei Euro bis hin zu Streckenpaketen für zehn Euro. Wert aller DLCs zusammen: nochmals um die 60 Euro. Die komplette “Dirt 3“-Erfahrung kostet den Spieler also nicht 60, sondern um die 120 Euro.

Es geht auch anders

Es gibt durchaus auch Download-Inhalte, die ihr Geld wert sind und mit denen man länger beschäftigt ist als mit dem Anbringen einer neuen Autolackierung. Hier stechen vor allem Rollenspiele wie die “Fallout“-Reihe positiv hervor. Für das zuletzt erschienene “Fallout: New Vegas“ (Verkaufspreis zirka 50 Euro) sind bis heute drei komplette Zusatz-Pakete erschienen: “Old World Blues“, “Honest Hearts“ und “Dead Money“, jeweils zum Preis von zehn Euro, jeweils mit rund sechs Stunden zusätzlicher Spielzeit. Das ist ordentlich, wenn man bedenkt, dass man allein mit dem Hauptspiel schon knapp 30 Stunden beschäftigt ist. Noch spielerfreundlicher macht’s allerdings der Ego-Shooter “Team Fortress 2“ von 2007: Für das PC-Spiel stellt Entwickler Valve immer wieder gigantische Zusatzpakete zur Verfügung - völlig kostenlos. Meist handelt es sich dabei um Ausrüstung, Waffen und neue Klamotten wie Hüte. Aber auch um neue Karten, Balancing- und Grafikverbesserungen und Spielmodi. Ja, seit einiger Zeit ist sogar das komplette Spiel völlig kostenlos über die Online-Plattform Steam erhältlich. Die Fans danken es dem Hersteller und entwickeln fleißig eigene Karten wie “Crossunder“ und “Broma“. Das macht “Team Fortress 2“ zu einem der bis heute meist gespielten und beliebtesten Multiplayer-Ego-Shooter am PC - trotz des mittlerweile betagten Äußeren.

Fazit

Sind die Download-Inhalte nun Fluch oder Segen? Eigentlich beides. Für einen echten Mehrwert darf man auch gutes Geld verlangen. Leider bleiben nur wenige Hersteller bei ihrer Preispolitik für Zusatz-Downloads wirklich fair und bieten den Spielern einen echten Gegenwert für ihr Geld. Dass man Spieler aber auch ganz ohne Zusatzinhalte bei einem Spiel halten kann, ohne ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, beweisen einige Beispiele aus unserer Foto-Show.

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