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BIU: Deutsche Spiele-Branche wächst online

10.08.2011, 11:14 Uhr | jr / ams

BIU: Deutsche Spiele-Branche wächst online. Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware BIU (Quelle: BIU e.V.)

Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware BIU (Quelle: BIU e.V.)

Der deutsche PC- und Videospiel-Markt ist nach Angaben des "Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU) im ersten Halbjahr 2011 leicht gewachsen. Insgesamt wurden etwa 793 Millionen Euro mit dem Verkauf von Spiele-Software sowie Einnahmen aus Online-Geschäftsmodellen erwirtschaftet. Das bedeutet ein Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen basieren auf einer aktuellen Repräsentativbefragung von 25.000 Deutschen durch das Marktforschungsunternehmen GfK, bei der die PC- und Konsolenspiele im Fokus standen. Insgesamt rechnet der Branchenverband bis zum Jahresende mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent.

Wandel in der Spielindustrie im Gange

BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters sieht einen Wandel in der Computer- und Videospielindustrie. Zwar stelle der Verkauf von Spiele-Datenträgern nach wie vor die wichtigste Säule der Games-Industrie dar. Doch digitale Geschäftsmodelle wie Downloads, Spiele-Apps, Online-Abonnements oder der Verkauf virtueller Güter im Rahmen von Online- und Browserspielen seien auf dem Vormarsch und würden mittlerweile schon ein gutes Viertel des Gesamtumsatzes ausmachen. "Wir gehen davon aus, dass diese Online-Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen und das klassische Vertriebsmodell ergänzen werden. Voraussetzung dafür ist die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet, bei der Deutschland noch immer Nachholbedarf hat“, sagte Wolters.

Mehr Verkäufe, weniger Umsatz

Konsolenspiele und Downloads (inklusive Spiele-Apps) legten laut BIU im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 33 Millionen verkaufte Spiele zu. Dabei ging der Umsatz aufgrund geringerer Durchschnittspreise um zwei Prozent auf 639 Millionen Euro zurück. Wichtigster Umsatzträger waren die Konsolenspiele, die für mehr als die Hälfte des Umsatzes sorgten. Die Zahl der hier verkauften Games legte um acht Prozent auf 10 Millionen zu, der Umsatz verringerte sich um drei Prozent auf 323 Millionen Euro. Aber auch die PC-Spiele setzten den 2010 eingeläuteten Aufwartstrend fort und verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 ein Plus um zwei Prozent auf insgesamt 201 Millionen Euro. Die Stückzahl der verkauften PC-Games stieg sogar um acht Prozent auf 12,3 Millionen, wofür primär die digital erzielten Umsätze verantwortlich waren: Die Zahl der Downloads stieg im ersten Halbjahr 2011 um etwa 45 Prozent. Der PC verteidigte damit seinen Rang als beliebteste Gaming-Plattform in Deutschland: Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie des BIU geben 17,2 Millionen Menschen in Deutschland an, den PC zum Spielen zu nutzen, viele davon für Games im Internet.

Konsolidierungsprozess bei Mobile-Games

Bei den mobilen Spielkonsolen gab es einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 101 Millionen Euro. Nach der Talsohle im Handheld-Markt 2010 erwartet der BIU im Zuge der Einführung des Nintendo 3DS sowie der Playstation Vita in Zukunft einen deutlichen Aufwärtstrend in diesem Segment. Dafür würden auch Spiele-Apps für Smartphones und Tablet-PC als spannende Erweiterung des mobilen Gaming-Portfolios mit sorgen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr sieben Millionen Spiele-Apps in Deutschland verkauft, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich sank der Umsatz um 13 Prozent auf 15 Millionen Euro

Online- und Browserspiele auf dem Vormarsch

Online-Games sind aktuell laut BIU das stärkste Wachstumsfeld der Branche. Insgesamt rechnet der BIU für 2011 mit einem Wachstum von 15 Prozent und einer deutlichen Umsatzsteigerung auf 154 Millionen Euro im zweiten Halbjahr. Die Umsätze errechnen sich aus Abo-Gebühren und dem Verkauf virtueller Güter und Zusatzinhalte. Die hohen Wachstumsraten im Bereich des Item-Selling, das 2010 um 38 Prozent zulegen konnte, sollen dabei weiter anhalten. "Der Verkauf virtueller Spielgüter stellt eines der zukunftweisenden Erlösmodelle in der Gamesindustrie dar. Für das erste Halbjahr 2011 gehen wir von einem Wachstum um 30 Prozent auf 47 Millionen Euro Umsatz in Deutschland aus“, sagte Olaf Wolters.

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