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Gamescom 2011: Forscher fordern Kennzeichnung von Werbung in Spielen

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Gamescom 2011: Forscher fordern Kennzeichnung von Werbung in Spielen

19.08.2011, 11:29 Uhr | jr / ams, dpa

Gamescom 2011: Forscher fordern Kennzeichnung von Werbung in Spielen. Gamescom 2011: Junge Gamer an der Xbox 360 (Quelle: Reuters)

Gamescom 2011: Junge Gamer an der Xbox 360 (Quelle: Reuters)

Medienforscher haben auf der Spielemesse Gamescom, die vom 17. bis 21. August 2011 in Köln stattfindet, die Kennzeichnung von Werbung in Spielen verlangt. Das Problem ist virulent: Egal ob auf der Bande des virtuellen Fußballstadions oder in einem kleinen Kasten der Smartphone-App - in Computerspielen ist Werbung gang und gäbe. Auf die kommerzielle Absicht wird nach einer aktuellen Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) aber nur selten hingewiesen. Die Autoren der Untersuchung fordern daher, Werbung in Spielen klar zu kennzeichnen.

Bezug zur realen Welt wichtig

Besonders häufig trete Werbung in Genres auf, die die reale Welt abbilden, erklärten die Forscher der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTM) Hannover und der Universität Mainz. Das gelte etwa für Sportspiele, in denen die Logos von Sponsoren auf Rennautos oder der Spielfeldbande prangen. Andere Gattungen seien dagegen eher ungeeignet, etwa Fantasy-Rollenspiele oder Kriegsspiele. Meist unterbreche die Werbung das Spiel nicht, sondern sei "hoch integriert".

Besonders junge Spieler sind empfänglich

Gerade Kindern falle es schwer, die kommerziellen Absichten zu erkennen, sagte Professor Christoph Klimmt von der HMTM Hannover. Die Forscher hatten 25 Kindern zwischen 8 und 14 Jahren Spiele gezeigt und sie im Anschluss befragt. Gerade bei den Jüngeren stellten sie eine besondere Empfänglichkeit für Werbebotschaften fest. Klimmt forderte daher, Reklame zu kennzeichnen, "wo es die Spieler nicht stört und nicht bremst" - etwa in Ladepausen, Tutorials oder mit gelegentlichen Einblendungen während des Spiels. Um die Regulierung zu erleichtern, fordern die Studienautoren zudem einen einheitlichen Rechtsrahmen. Derzeit fielen Computerspiele unter verschiedene Bestimmungen - daher würden etwa Online- und Offline-Spiele gleichen Inhalts rechtlich unterschiedlich bewertet. "Werbetreibende und Spiele-Industrie haben kaum verlässliche Rahmenbedingungen und zugleich große Gestaltungsspielräume", sagte Klimmt. Experten sehen Werbung in Spielen als Wachstumsfeld. Die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) schätzt in ihrem aktuellen Media and Entertainment Outlook, dass der Umsatz in Deutschland bis 2015 auf 97 Millionen Euro wächst.

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