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"Driver San Francisco" : Spieltest zum Action-Rennspiel

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Test Driver San Francisco | Action-Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360  

Mit 300 Sachen durch die City

01.09.2011, 13:57 Uhr | Markus Würstle / jr, ams, Richard Löwenstein

"Driver San Francisco" : Spieltest zum Action-Rennspiel . Driver San Francisco Action-Rennspiel von Ubisoft für PC, PS3, Xbox 360 und Wii (Quelle: Ubisoft)

Driver San Francisco (Quelle: Ubisoft)

Die Geschichte hinter “Driver: San Francisco“, das Ubisoft für PC, PS3, Xbox 360 und Wii ins Rennen schickt, klingt ziemlich hanebüchen. Als der Polizisten-Mörder Charles Jericho zur Gerichtsverhandlung gebracht werden soll, reißt er die Kontrolle des gepanzerten Transportfahrzeugs an sich. Polizist und Ex-Rennfahrer John Tanner nimmt sofort die Verfolgung auf - und läuft in eine Falle. In einer heruntergekommenen Großstadt-Gasse drückt der Gangsterboss aufs Gas und schiebt Tanners kleinen, gelben Dodge Challenger mitten auf eine Kreuzung. Dort kommt es zum Crash. Jericho verschwindet, Tanner überlebt den Unfall nur knapp und liegt fortan im Koma. Ab jetzt spielt sich alles im Unterbewusstsein des Polizisten ab - weshalb er mit seinen Gedanken auch die Kontrolle über Menschen übernehmen und dabei deren Wagen steuern kann. Diese "Shiften" genannte Spielmechanik ist das Highlight in Ubisofts neuem Arcade-Racer.

Ein Shift, ein Sieg

Ein Beispiel: Kurz nach Spielbeginn sitzt Tanner in einem Polizei-SUV. Ihm bleiben gerade mal zwei Minuten, um einen Sprengstoff-Experten zu einer tickenden 100-Kilo-Bombe zu kutschieren. Also Gaspedal durchgedrückt und quer durch San Francisco geheizt. Die Reifen verlieren durch zahlreiche Bodenwellen immer wieder die Haftung. Doch dabei steuert sich das Ganze genau so, wie es sich für ein Arcade-Rennspiel gehört: butterweich, ausdifferenziert, griffig. Der SUV sieht nach der rasanten Fahrt freilich nicht mehr sonderlich frisch aus, dafür hat Tanner das Zeitlimit gerade noch eingehalten. Vor Ort erhascht er einen Blick auf ein verdächtiges, flüchtendes Auto. Das muss der Bombenleger sein. Tanner shiftet sich in ein Polizeifahrzeug in der Nähe, und schon entbrennt die nächste wilde Hatz. Um den Verrückten zu stoppen, darf man den Nitro-Boost und das besonders viel Schaden verursachende Rammen-Upgrade einsetzen. Rumms! Lack splittert, der Fluchtwagen schlittert aus der Spur. Der Typ denkt allerdings immer noch nicht ans Anhalten. Also greift Tanner zu extremeren Mitteln: Er shiftet kurzerhand in den 100 Meter entfernten Gegenverkehr, reißt das Steuer eines Linienbusses nach links und plättet damit die Front des Fluchtwagens. Totalschaden, Flüchtling gestellt - so macht Rasen Spaß.

Die Straßen von San Francisco

Im Laufe der Geschichte schaltet der Spieler insgesamt 330 Kilometer Straße frei, die sich nahe am Vorbild des realen San Francisco orientieren. Kenner werden sich sofort in der schön modellierten Szenerie zurechtfinden: Die charakteristischen Hügel, die Golden Gate Bridge, die Lombard Street, die Transamerica “Pyramid“ - alles erstrahlt in recht detaillierter, farbenprächtiger Optik. In den Straßen wimmelt es nur so von Passanten und insgesamt 130 verschiedenen lizenzierten Autotypen wie dem Nissan 370z, dem Audi TT RS Coupé, dem Alfa Romeo 159 TI oder dem knurrigen Dodge Charger SRT8. Manche Motoren klingen etwas flach, doch der abwechslungsreiche, vor allem von Funk und Rock beeinflusste Soundtrack macht dieses Manko akustisch wieder wett.

Spiele-Videos 
Die Autos aus "Driver San Francisco"

Über 100 lizenzierte Wagen warten im neuen Action-Rennspiel von Ubisoft. Der neue Trailer stellt einige davon vor. zum Video

Was wir mögen

Egal ob in der packenden Einzelspieler-Kampagne oder im Splitscreen- und Mehrspieler-Modus: die Bildwiederholrate bleibt stets bei konstanten 60 Bildern pro Sekunde und zaubert so ein beeindruckend rasantes Renn-Spektakel auf den Bildschirm. San Francisco ist als Kulisse perfekt gewählt und detailverliebt nachgebaut. Das “Shift“-System bringt trotz aller Seltsamkeit schöne Abwechslung ins Gameplay.

Was wir nicht mögen

Ein ärgerlicher Bug ist der viel zu häufig auftretende und äußerst unschöne Zeilenversatz, der hoffentlich noch mittels Patch behoben wird. Zudem wirkt die Story relativ lahm und aufgesetzt, auch wenn sie bei einem derartigen Hochgeschwindigkeits-Racer eine eher nebensächliche Rolle spielt.

Fazit

Driver San Francisco tritt als arcade-lastiger Fun-Racer auf, der mit seiner kinoreifen Präsentation gehörig Laune macht. Die Story ist zwar eine lahme Ente und an den Bremsklötzen herbeigezogen, dafür ist das Gameplay mehr als nur solide. Hätte Ubisoft noch ein paar Technikmacken ausgebügelt, hätte es zur “Sehr gut“-Wertung gereicht.

Infos zum Spiel

Titel: Driver San Francisco
Genre: Action-Rennspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Reflections
Release: 1. September 2011
Preis: zirka 50 Euro (Wii, PC) / zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360, Wii
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut


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