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Preview zum Ego-Shooter "Bioshock Infinite" von 2K Games für PC, PS3 und Xbox 360

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Preview Bioshock: Infinite | Ego-Shooter | PC, PS3, Xbox 360  

Über den Wolken

07.09.2011, 15:48 Uhr | Michael Förtsch / jr, tz, Richard Löwenstein

Preview zum Ego-Shooter "Bioshock Infinite" von 2K Games für PC, PS3 und Xbox 360. Bioshock Infinite Ego-Shooter von 2K Games für PC, PS3 und Xbox 360 (Quelle: 2K Games)

Bioshock Infinite (Quelle: 2K Games)

Zu den interessanten Games, die 2012 erscheinen sollen, gehört ohne Zweifel “Bioshock Infinite“. Die Geschichte um die Stadt Columbia, erbaut in den Wolken, getragen von Heißluftballons und regiert von miteinander verfeindeten Nazi-Amerikanern und Marxisten ist schräg, aber wunderschön. Überall in der Wolkenstadt hängen US-Flaggen, Fahnen und Wimpel, finden sich patriotische Bekenntnisse der Bewohner. An vielen Ecken stehen Statuen, die Pfeile in die Höhe halten - ein Symbol für Wehrhaftigkeit. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Detektiv Booker Dewitt, der sich im für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinenden dritten Teil der Ego-Shooter-Reihe “Bioshock“ daran macht, die junge und übersinnlich begabte Elizabeth aus dieser schaurig-schönen Stadt zu befreien.

Die verschwundene Stadt

Der Schauplatz des neuen "Bioshock" ist mehr als ungewöhnlich: Das Ganze spielt in der Wolkenstadt Columbia, die im Jahre 1910 in höhere Sphären entsendet wurde, um über die ganze Welt zu fliegen und die Überlegenheit der USA zu demonstrieren. Doch nach einem mysteriösen Zwischenfall verschwindet die Stadt und zerfällt im Streit zweier Fraktionen um die Herrschaft. Columbia wird daraufhin nur noch ab und zu gesichtet, Informationen über den Verbleib sind Mangelware. Zwei Jahre nach diesen Vorfällen kommt der Protagonist Booker DeWitt vom für seine rauen Methoden bekannten Detektivbüro Pinkerton ins Spiel. Er bekommt den Aufrag, Columbia zu finden und dort nach einer Frau namens Elizabeth zu suchen, die seit ihrer Kindheit in der Stadt festgehalten wird.

Eine Geschichte zum Nachdenken

Wie das erste “Bioshock“ aus dem Jahr 2007 begibt sich auch “Bioshock Infinite“ auf eine Gratwanderung. Das Entwicklerstudio Irrational Games vermengt Ego-Shooter- mit Rollenspiel-Elementen und bettet das Ganze in eine Story ein, die viel mehr ist als ein nur Alibi, welches die Ballerei rechtfertigt. Historische Aspekte, philosophische Gedankengänge, Verweise auf Mythen und Gleichnisse spielen eine Rolle. Ja sogar auf Motive der Märchenwelt greifen die Macher zurück, um die Geschichte von Detektiv Booker DeWitt und der jungen Elizabeth zu erzählen. Warum alle hinter der Lady her sind? Ganz einfach: Die unscheinbare 20-Jährige mit den wachen blauen Augen verfügt über übersinnliche Kräfte, kann beispielsweise per Gedankenkraft Gegenstände bewegen und die Zeit manipulieren. Drüber hinaus hat sie die Fähigkeit, durch “Tränen“ genannte Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum Dinge aus einer parallelen in die wirkliche Realität herüberzuholen. Dadurch materialisieren sich aus dem Nichts etwa Geschütztürme, und sogar bereits tote Lebewesen kann sie wiederbeleben.

Einfach magisch

Genau das stellt sie in der gezeigten Anspielversion von "Bioshock: Infinite" auch gleich unter Beweis. Mit Elizabeth im Schlepptau geht's durch die Straßen der Wolkenstadt, als das hübsche Mädel plötzlich ein sterbendes Pferd entdeckt. Innerlich berührt will sie dem Tier helfen. Lässt man sie gewähren? Oder das Pferd sterben? Aber wie könnte man diesem Mädel mit ihren traurigen Augen den Wunsch abschlagen? So legt sie los. Plötzlich verändert sich alles. Die Umgebung beginnt zu schimmern, zu glänzen. Und dann werden Elizabeth und Booker für nur wenige Sekunden in eine dunkle, dreckige Version des Jahres 1983 katapultiert, in der von irgendwo “Everybody Wants To Rule The World“ von Tears for Fears dudelt. Dann fegt ein Truck um die Ecke, überfährt die beiden - beinahe. Und schon sind sie wieder zurück. Ein solches Loch in der Raumzeit kann auch im Kampf genutzt werden. Schimmernde Objekte in Columbia kann das magisch begabte Mädel verändern: Waffen werden herbeigezaubert, Wege und Brücken gebaut. Dampf-LKWs tauchen aus dem Nichts auf und überfahren die wild gewordenen Rebellen der Stadt. Funktioniert also ähnlich wie in Raven Softwares “Singularity“, nur ausgefeilter, dynamischer und taktischer.

Was uns gefällt

Die Story von “Bioshock Infinite“ stützt sich fast ausschließlich auf reale Vorkommnisse der Geschichte, lehnt sich an Theorien und wissenschaftliche Thesen an und bedient sich bei den Charakteren an Personen der Zeitgeschichte. All diese Nähe zur Realität strickt ein unglaublich dichtes Atmosphäre-Netz. Auch das Gameplay wirkt schon jetzt vielversprechend, auch wenn sich Irrational Games hier mit konkreten Demoversionen noch beweisen muss.

Was uns nicht gefällt

Bei so vielen verschiedenen Story-Elementen sollte Irrational Games Wert darauf legen, alle sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Inwieweit das Abenteuer von Booker DeWitt für ausreichend Abwechslung und Langzeit-Motivation sorgt, ist noch unklar.

Fazit

Neues Setting, neuer Held, neue Spielelemente - der kommende Teil der “Bioshock“-Reihe hinterlässt einen bleibenden Eindruck und deutet sein großes Potential an. Optisch ist das Spiel jetzt schon ein Fest.

Titel: Bioshock Infinite
Genre: Ego-Shooter
Publisher: 2K Games
Hersteller: Irrational Games
Release: 2012
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

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