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Preview zum PC-Strategiespiel "Stronghold 3"

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Preview Stronghold 3 | Strategie | PC  

My Home is my Castle

22.09.2011, 14:36 Uhr | Andreas Sturm / ams / vb, Medienagentur plassma

Preview zum PC-Strategiespiel "Stronghold 3". Stronghold 3 (Quelle: Firefly Games)

Stronghold 3 (Quelle: Firefly Games)

Vor zehn Jahren begeisterten die Firefly Studios die PC-Gemeinde mit dem ersten Teil ihrer strategisch angelegten Burgbau-Simulation "Stronghold". Mit "Stronghold 3" wird die Serie nun fortgesetzt. Angefangen mit einem Bretterzaun, muss der Spieler seine Festung mit dicken Mauern zur standfesten Burg ausbauen und sich dabei immer wieder missgünstiger Feinde erwehren. Dieses Mal wollen sich die Entwickler wieder mehr den Stärken aus dem ersten Teil widmen und die überlastete Spielmechanik von "Stronghold 2" entschlacken. Ein erster Blick auf das fast fertige Produkt weckt schon äußerst positive Erwartungen: Es macht einfach verdammt viel Spaß, wenn man an das liebevoll präsentierte Geschehen heranzoomt und sieht, wie die kleinen Untertanen fleißig ihrer täglichen Arbeit nachgehen.

Am Anfang steht ein kleiner Zaun

Bevor das Burgfräulein in das Turmzimmer einziehen kann, ist jedoch eine Menge Aufbauarbeit gefragt. Zunächst muss man mit viel Holz die Wirtschaft und seine Siedlung in Schwung bringen: Bäume fällen, Häuser bauen, einen Steinbruch einrichten. Und wo Arbeit ist, da sind Menschen mit ihren Bedürfnissen. Mit gefülltem Magen arbeitet es sich bekanntlich besser, so ist es also wichtig, auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lohn und Steuern zu achten. Denn unzufriedene Untertanen suchen sich schnell einen anderen Fürsten. Doch fühlen sich die digitalen Menschen wohl, müssen schon bald neue Wohnhäuser für den Nachwuchs errichtet werden.

Aber auch Seuchen, Plagen und fremde Herrscher können über das eigene Volk herfallen. Also muss der Spieler zusehen, was die Steinbrüche hergeben und seinen Lattenzaun gegen dicke Mauer ersetzen. Und noch eine weitere Gefahr lauert auf den Spieler, denn auch mit der Story knüpfen die Entwickler an den ersten Teil an. Bösewicht "Der Wolf" starb damals im Finale. Doch ist er wirklich tot? Nein, er stürzte zwar von einem Turm, überlebte aber, wurde geheilt, und in einem fremden Land kehrten seine Kräfte wieder zurück. So tritt er noch verbitterter und zerstörerischer auf die Bildfläche zurück und überfällt die Kräfte des Guten vollkommen unvorbereitet.

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Sturmangriffe auf alte Festungen

Die Entwickler des Strategietitels "Stronghold" stellen ihr Spiel vor. zum Video

Nur für deutsche Bauherren: die Marksburg

Der Burgenbau ist nur ein Teil von Stronghold 3, denn die Belagerung mittelalterlicher Festungen entpuppt sich ebenfalls als elementarer Bestandteil des Spiels. Inzwischen befehligt der Burgherr auch große Armeen und zieht damit gegen die Feinde in die Schlacht. Da blitzen die Klingen im Gefecht, hunderte Feuerpfeile prasseln auf die Holzgebäude der gegnerischen Festung nieder und Katapulte sorgen mit schweren Steinen dafür, dass Lücken in die Mauern geschlagen werden, durch die sich die einzelnen Einheiten drängen können. Historisch wertvoll: In der deutschen Version von Stronghold 3 gibt es die exklusive Festung Marksburg zu bewundern. Sie steht auf einer Hügelspitze über der Stadt Braubach. Die bekannte Burg ist die einzige Festung im Mittelrhein-Gebiet, die seit ihrer Erbauung im Jahr 1117 niemals zerstört wurde.

Burgenschlachten für acht Spieler

Dank verschiedener Mehrspieler-Modi wie "Classic Deatmatch", "King of the Hill", "Capture the Flag" oder "Kingmaker" ist die Burgbau-Aufbau-Strategie keine einsame Angelegenheit. Bis zu acht Spieler können sich gegenseitig ihre Festungen belagern. Zudem sorgen der Karten-Editor sowie der Modus "Freies Bauen" dafür, dass dem Spieler weder Raum noch Burgen ausgehen. Die Firefly Studios haben sich entschieden auf die Entwicklung einer eigenen Engine zu verzichten und deshalb auf den bewährten Grafikmotor zurückgegriffen, den auch "Die Siedler 7" nutzt. Das Resultat sind ausdrucksstarke Lichteffekte, eine gelungene Physik und eine detailreiche Landschaft. Allerdings wirken die niedrig aufgelösten Texturen nicht mehr ganz taufrisch. Schön: Abschluss-Statistiken werten die Leistungen der Spieler bei Aufbau und Belagerung oder Verteidigung der Festungen aus und lassen sich dank Internet-Verbindung jederzeit mit der Community vergleichen. Eine Funktion, die die Spieler gegenseitig anspornen dürfte. Eine weiteres Schmankerl soll die Integration von Google-Maps- oder historischen Karten sein, auf denen man fiktive Burgen erstellt und vor Ort seine Schlachten austrägt.

Was uns gefällt

Der Strategietitel kehrt zu seinen gelungenen Wurzeln von 2001 zurück. Den verkomplizierten Ballast hat man abgeworfen. Gut so! So erwartet die Spieler eine gelungene Mischung aus Aufbaustrategie wie bei den Siedlern und mit den Belagerungsschlachten eine herausfordernde Echtzeit-Strategie. Die mittelalterliche Atmosphäre wird sehr detailverliebt widergespiegelt. Die Neuerungen, etwa Rondelle als Bauelemente oder die Möglichkeit, die Mauern jetzt auch in beliebigen Winkeln zu platzieren, wirken sinnvoll durchdacht. So interessant wie zeitgemäß sind zudem die Community-Features, mit denen Stronghold 3 punkten will.

Was uns nicht gefällt

Die Grafik ist durch die lange Entwicklungszeit leider nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit; speziell die verwaschenen Texturen stören. Und auch bei der Bedienung tauchen hier und da noch Probleme auf, so dass Übersicht und Komfort für den Spieler nicht immer optimal gegeben ist.

Fazit

Stronghold kehrt wohltuend zu seinem Ursprung zurück. Die Mechanik des zweiten Teils wurde entrümpelt; die wirtschaftlichen und kämpferischen Grundlagen von Teil 1 stehen im Mittelpunkt. Der Multiplayer-Modus lässt auf ausgiebige und spannende Gefechte hoffen, über die man sich dann zeitgemäß über die Community austauschen kann. Und der Karten-Editor sorgt dann auch nach Beendigung der Kampagne für viele weitere Stunden in einem liebevoll präsentierten Mittelalter-Szenario.

Titel: Stronghold 3
Genre: Echtzeit-Strategie
Publisher: THQ
Hersteller: Firefly Studios
Release: 25. Oktober 2011
Preis: zirka 50 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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