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Might & Magic Heroes 6 für PC: das Strategiespiel in der Vorschau

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Preview "Might & Magic Heroes 6" | Rundenstrategie | PC  

Strategieklassiker im neuen Gewand

05.10.2011, 17:05 Uhr | vb / ams, jr, Medienagentur plassma

Might & Magic Heroes 6 für PC: das Strategiespiel in der Vorschau. Might & Magic Heroes 6 (Quelle: Ubisoft)

Might & Magic Heroes 6 (Quelle: Ubisoft)

Seit dem Start der rundenbasierten Fantasy-Strategiespiel-Reihe "Heroes of Might & Magic" für PC im Jahr 1995 hat sich eine treu ergebene Fanszene formiert, die jedem neuen Serien-Sequel förmlich entgegen fiebert. Was mit der Macht der Gewohnheit oder viel Traditionsbewusstsein zu tun haben muss, denn inhaltlich hat sich der Klassiker über die Jahre inhaltlich nur rudimentär weiter entwickel. Das zwölf Jahre alte "Heroes of Might & Magic 3" gilt in der Community immer noch als bester Teil der Serie. Mit dem für den 13 Oktober angekündigten "Might & Magic: Heroes 6" übernehmen die ungarischen Entwickler von Black Hole Entertainment  ("Warhammer: Mark of Chaos") erstmals die Regie. Ihre Aufgabe: Einen Neuanfang zu wagen, ohne dabei aber die Ursprünge der Serie zu vergessen.

Das alte Suchprinzip bleibt

Erstmals gibt es ein freies Skill-System, der Rohstoff-Kreislauf wurde auf das Notwendige zusammengestrichen und die altmodische, aber bei den Fans sehr beliebten Stadt-Ansicht aus dem Verkehr gezogen. Dass dasFlair des Originals trotzdem jederzeit voll erhalten bleibt, bestätigt sich anhand der angespielten Vorab-Version auf ganzer Linie. "Might & Magic: Heroes 6" setzt wieder voll auf das bekannte "Ich spiele nur noch eine kleine Runde"-Suchtprinzip. Der Spieler erforscht mit seinem Helden die teils riesigen Karten, baut Holz und Erz ab, nimmt Minen in Beschlag, sammelt Artefakte, errichtet Städte, stellt Armeen auf und schickt mit diesen anschließend im Runden-Turnus reihenweise Monster in den Orkus, um mit dieser verdienstvollen Tätigkeit sein Erfahrungspunkte-Konto aufzustocken.

Neue Charakter-Freiheiten

Trotz dieser vielen vertrauten Elemente dürften sich alteingesessene "Heroes"-Veteranen nicht nur aufgrund der deutlich hübscheren und mit zahlreichen liebevollen Effekten und Animationen versehen Grafik verwundert die Augen reiben. Denn wenn man in den Vorgängern nach einem Stufenaufstieg seines Helden kaum etwas tun durfte, die Charakterwerte automatisch anstiegen und man lediglich zwei neue Fähigkeiten auswählen konnte, sieht dies in "Might & Magic: Heroes 6" ganz anders aus. Der Spieler landet hier in einem Skill-Menü, das einem einen ganzen Sack an Optionen anbietet. So ist es nun möglich, seinen Helden wie in einem Rollenspiel exakt nach seinen eigenen Vorlieben zu entwickeln. Steigt man im Level auf, erhält man Fertigkeitspunkte, die man in einen der zahlreichen Talentbäume investiert.

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Strategiespiel-Klassiker im Fantasy-Gewand

Stimmungsvoller Trailer zu "Might & Magic Heroes 6" für PC. zum Video

Helfer oder Magie-Kämpfer?

Je nach Held gibt es mehrere Kategorien für Macht- und Magie-Fähigkeiten. Entscheidet man sich für die Macht-Ausrichtung, fungiert der Held vornehmlich als Unterstützer für die eigenen Truppen, indem er ihnen mehr Verteidigung oder Angriffspunkte gewährt. Mit der praktischen Diplomatie-Fähigkeit lassen sich zudem Computer-gesteuerte Einheiten auf die eigene Seite ziehen. Auf Magie spezialisierte Helden wirken hingegen mächtige Zaubersprüche, mit denen sie beim Feind großen Schaden anrichten, ihn verlangsamen oder die eigenen Truppen beschleunigen. Die passenden Zaubersprüche holt man sich wie gewohnt in den Magiergilden, per Talent-Upgrade erhöht man anschließend teils drastisch ihre Wirkung.

Zahlreiche Neuerungen

Sämtliche Benutzeroberflächen wurden im neuen Ableger der "Heroes"-Reihe komplett überarbeitet. Seine Städte sieht man jetzt nicht mehr von innen, wenn man sie anwählt. Stattdessen öffnet sich ein Fenster, in dem der Spieler Gebäude und Einheiten baut. Stichwort Einheiten: Die haben anders als im Vorgängerspiel "Heroes 5" nur noch eine Weiterentwicklungsmöglichkeit. Das dürfte konservative Spieler stören, ist aber immerhin besser als die teils sinnlosen Alternativ-Entwicklungen, die ohnehin kaum jemand nutzte. Ebenfalls neu: Zu den vier bekannten Fantasy-Fraktionen "Zuflucht" mit den Menschen-Einheiten, "Inferno" mit ihren dämonischen Kämpfern, "Nekropolis" mit Skelett- und Zombie-Armeen und den Orks der "Bastion" gesellt sich mit dem "Sanktuarium" eine fünfte Partei hinzu. Deren Anhänger, die im Wasser lebenden Naga, sind furchtlose Kämpfer, deren Stärken vor allen in der Verteidigung liegen. Sie besitzen eine starke Rüstung und gewaltige magische Kräfte. Ihr Nachteil sind die hohen Truppen-Kosten und das überschaubare Fernkampf-Potential.

Guter Held, böser Held

Je nachdem, wie der Spieler in der auf sechs umfangreiche Kampagnen (inklusive Tutorial) angelegten Einzelspieler-Story agiert, verändert sich seine Gesinnung. Ähnlich wie bei Biowares "Knights of the Old Republic" kann man eine Laufbahn als guter oder böser Helden einschlagen. Entscheidet man sich dafür, als aggressiver Kämpfer den Weg des Drachenblutes zu gehen, erhält man ab einer gewissen Stufe mächtige, fraktionsspezifische Spezialattacken, mit denen man noch mehr Schaden anrichtet und seinen Kämpfer immer stärker macht. Schlägt man hingegen den Weg der Drachenträne ein und löst Auseinandersetzungen auch mal mit diplomatischen Mitteln, gibt’s zur Belohnung starke Schutz- und Wiederbelebungskräfte. Allerdings muss man seine Wahl mit Bedacht fällen, da man auf dem Weg zur Maximalstufe 30 nur alle zehn Levels seine Entscheidungen revidieren darf.

Ressourcen-Reduzierung

Statt der bisherigen sechs Vorkommen sowie Gold stehen in Might & Magic 6 Heroes nur noch drei Rohstoffe zum Abbau zur Verfügung: Holz, Erz und Blutkristalle. Dementsprechend vereinfacht fällt für den Spieler die Verwaltung seines Reichs aus. Anstatt schon frühzeitig im Spiel entscheiden zu müssen, auf welche Weise man spätere Schlachten schlagen will, schnappt man sich die nächstbeste Erzmine, erobert eine Kristallhöhle und schaut auch einmal bei der Sägemühle vorbei. Gold verdient man sich wie gehabt durch den Besitz einer oder mehrerer Städte. Die Entwickler von Black Hole Entertainment begründen diese Schritt damit, dass man auch Einsteigern ermöglichen möchte, schnell erste Erfolge zu feiern.

Was uns gefällt

Neue Talentbäume für eine freiere Helden-Entwicklung, ein Gesinnungssystem im Bioware-Stil, viele sinnvolle Verbesserungen beim Interface und der Bedienung, eine stark verbesserte Präsentation, eine riesige Kampagne, zahlreiche Quests und das geliebte Sucht-Feeling - "Might & Magic: Heroes 6" bietet etliche Neuerungen, behält das Urprinzip aber gekonnt bei.

Was uns nicht gefällt

Die zahlreichen Detailänderungen könnten Fans der ersten Stunde sauer aufstoßen, müssen sie sich schließlich vor allem bei der Charakterentwicklung gehörig umstellen. Auch die Ressourcen-Minimierung und der Wegfall der Stadt-Ansicht sind gewöhnungsbedürftig. .

Fazit

Nach dem eher durchwachsenen fünften Teil bringt "Might & Magic: Heroes 6" endlich frischen Wind in die mittlerweile recht angestaubte Serie. Das beliebte Spielgefühl mit seinem immensen Suchtfaktor bleibt erhalten, trotzdem wirkt der Rundenstrategie-Titel dank vieler Neuerungen frisch und optisch zeitgemäß. Für Genre-Fans in jedem Fall ein Herbst-Highlight!

Titel: Might & Magic Heroes 6  
Genre: Rundenstrategie
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Black Hole Entertainment
Release-Termin: 13. Oktober 2011
Preis: zirka 50 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Einschätzung: Sehr gut

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