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Forza Motorsport 4: Eine Liebeserklärung ans Auto

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Test Forza 4 | Renn-Simulation | Xbox 360  

Eine Liebeserklärung ans Auto

14.10.2011, 10:47 Uhr | Volker Bonacker / jr

Forza Motorsport 4: Eine Liebeserklärung ans Auto. Forza Motorsport 4 (Quelle: Microsoft)

Forza Motorsport 4 (Quelle: Microsoft)

Gentlemen, start your engines: Der Entwickler Turn 10 bringt mit "Forza Motorsport 4" eine Renn-Simulation im Nobel-Look, die zugleich mit einer riesigen Auswahl an Boliden aufwartet. Erstmals mit an Bord: Unterstützung für Microsofts Bewegungssteuerung Kinect und verschiedene Inhalte der beliebten TV-Motorsportsendung "Top Gear". Wir haben uns ins Xbox 360-exklusive Renngeschehen gestürzt, um sowohl mit Controller, Wireless Speed Pad und Kinect Topzeiten einzufahren. Der direkte Vergleich mit dem 2009 erschienenen Vorgänger klärt zudem die Frage, ob sich die Anschaffung für Serienkenner lohnt.

Für alle gedacht

Nürburgring, Nordschleife. Der Alfa Romeo 8C Competizione brettert durch die letzte Kurve vor der Zielgeraden. Das Wetter ist genau so, wie es Kenner der Eifel-Strecke erwarten: mies. 19 Grad, trüber Himmel, die 20,76 Kilometer sind beinahe geschafft. Gegner? Schon lange abgehängt, schließlich findet das Rennen auf dem Schwierigkeitsgrad "Mittel" statt, in dem diverse Fahrhilfen automatisch zugeschaltet sind. Und derer gibt es viele: Bremsen, Lenkung, Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle, Schaltung, Ideallinie in verschiedenen Abstufungen und natürlich das aus dem Vorgänger bekannte "Zurückspul"-Feature, mit dem nach einem Crash einfach per Tastendruck die Szene nochmals gespielt werden kann. Anfänger bekommen somit alle nur denkbaren Einstiegshilfen, während Profis entweder gleich auf höhere Schwierigkeitsgrade umsteigen oder manuell einzelne Hilfen ein- und ausschalten. Wie "Forza Motorsport 3" ist auch Teil vier ein Rennspiel für alle geworden, das vor allem durch seine Zugänglichkeit auffällt.

Optische Freuden

Ebenfalls ins Auge stechen der flüssige Spielablauf ohne Ruckeln und das neue Schatten-Modell, dass die Umgebung und das Wetter noch mehr zu einem wichtigen Faktor im Renngeschehen macht. Am deutlichsten fällt das auf, wenn man Forza Motorsport 4 aus der Cockpit-Perspektive spielt: Schatten huschen über das Armaturenbrett, der Hell-Dunkel-Wechsel irritiert, und bei tiefstehender Sonne wird man vom Gegenlicht geblendet. Hier haben die Macher von Turn 10 abermals zulegen können. Ebenfalls ein Novum: Das legendäre britische TV-Automagazin "Top Gear" hat's nun auch ins Spiel geschafft. Auf dem bekannten Flughafen-Rundkurs in Form einer Acht muss man etwa in Bowling-Manier Kegel umfahren und damit Punkte holen oder um neue Bestzeiten kämpfen. Darüber hinaus stehen die bekannten Spiel-Modi "Karriere", "Community", "Freies Spiel" und natürlich der Marktplatz sowie die optionale Installation einer zweiten Disc mit weiteren Autos, die jeder Version des Spiels beiliegt, zur Wahl. Soweit, so bekannt.

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Forza Motorsport 4

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Ansehen und anfassen erlaubt

Gänzlich neu dagegen ist die Integration von Kinect. Über den "Autovista" benannten Menüpunkt im Titelscreen greift man auf verschiedene Modi zu. Zunächst kann ein Wagen mittels der Bewegungssteuerung "betrachtet" werden, in dem man sich nach links oder rechts neigt und so um das Auto herum geht. Mit einer Handbewegung öffnet man die Tür, nimmt im Wagen Platz und sieht sich um. Dazu gibt's gesprochene Erklärungen, etwa zum Motor und dessen Leistung. Das funktioniert recht gut, hat aber außer dem Betrachten-Aspekt weiter keine Funktion. Besser sind die Rennen: Hier beschleunigt und bremst das Auto von selbst, der Spieler muss lediglich steuern, in dem er mit beiden Händen nach einem imaginären Lenkrad greift und selbiges nach links oder rechts bewegt. Das geht leicht von der Hand und macht durchaus Spaß. Ganz ähnlich funktioniert es mit dem optional erhältlichen "Wireless Speed Wheel" von Microsoft. Der Controller in Lenkerform wird mit beiden Händen gehalten und geneigt, über Schulter-Buttons gibt man Gas und bremst. Sowohl die Steuerung via Kinect als auch über das Wireless Speed Wheel können in Sachen Genauigkeit jedoch nicht mit der Bedienung über den Controller mithalten - der für Enthusiasten, die nicht über eine (oft recht teure) Lenkrad-Pedal-Kombi verfügen, somit klar die erste Wahl bleibt. Ein weiteres, durchaus interessantes Kinect-Feature ist "Headtracking": Hier ist es mittels Kopfbewegung möglich, im Spiel nach links oder rechts zu schauen. Das geht auch, während man über den Controller steuert.

Altbekanntes mit an Bord

Soviel zu den Neuheiten. Denn abseits der behutsam eingestreuten grafischen und Kinect-basierten neuen Möglichkeiten wartet vor allem viel bekanntes auf Fans der Serie: Die Auto-Auswahl fällt mit mehr als 80 Herstellern einmal mehr gigantisch aus, von jeder Marke stehen mehrere Wagen zur Wahl. Schön: Wer will, kann den gesamten Karriere-Modus mit nur einem Wagen durchspielen. So sollen Fans ihren Lieblings-Racer auf jeder Strecke verwenden können. Und derer mangelt es wahrlich nicht: 26 Kurse mit jeweils verschiedenen Streckenabschnitten stehen bereit. Die meisten davon kennt man aus Forza Motorsport 3, neu hinzugekommen ist etwa der Hockenheimring. Nach dem Rennen ebenfalls altbekanntes: Fahrer und Auto steigen mit fortschreitenden Erfolgen im Level auf, die Bolide kann umfangreich mit Upgrades, Tuning-Parts und neuen Lackierungen versehen werden und im Shop steht wie immer reichlich Material von anderen Spielern für jene bereit, die selbst keinen eigenen Wagen kreieren möchten. Das kennt man ebenso wie die nicht gerade kurzen Ladezeiten vor den Rennen und die umfangreichen Statistiken, die unter dem Menüpunkt "Mein Profil" abrufbar sind.

Der Vergleich mit dem Vorgänger

Für Fans stellt sich damit die Frage, ob Teil vier die Anschaffung wert ist. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und sind die Nürburgring-Strecke sowohl mit dem Vorgänger Forza 3 als auch mit Forza Motorsport 4 abgefahren. Auf den ersten Blick scheint tatsächlich nichts aufzufallen. Dann stechen jedoch die grafischen Details ins Auge: Die Wagen im aktuellen Forza sehen einfach besser aus, sind schöner ausgeleuchtet und aus der eingangs erwähnten Cockpit-Perspektive entfaltet die Renn-Simulation ihre volle Grafikpracht gegenüber dem bereits ziemlich gut aussehenden Vorgänger. Und im Mehrspieler-Modus geht's in Partien mit bis zu 16 Spielern, die sich in neuen Clubs und als Rivalen gegenübertreten können, ebenfalls mit verschiedenen Neuheiten ab. Ebenfalls erfreulich: Speicherstände aus Forza Motorsport 3 können importiert werden. Damit hat man als erfahrener Pilot vom Start weg diverse freigespielte Extras zur Verfügung.

Was uns gefällt

Traumhafte Wagen und Landschaften, zugängliches Gameplay, satte Auswahl an Autos und Strecken: Forza Motorsport 4 ist eine Liebeserklärung an des Deutschen liebstes Kind - mit allem, was zu einem guten Rennspiel gehört. Allein der Karriere-Modus beschäftigt vom Umfang her für Wochen, danach stehen mit Autovista, Multiplayer und freiem Spiel zahlreiche weitere Herausforderungen an. Was Turn 10 hier auffahren lässt, kann sich definitiv sehen lassen.

Was uns nicht gefällt

Letztlich täuscht aber wenig darüber hinweg, dass es sich beim neuen Teil der Serie mehr um ein Update als eine mit Novitäten gespickte Neuerfindung handelt. Forza Motorsport 4 bleibt den Kernelementen der Serie treu und erweitert behutsam - wer etwas völlig Neues erwartet hat, wird folglich enttäuscht.

Fazit

Was für PS3-Fans Gran Turismo 5 ist, kennen Xbox 360-Besitzer unter "Forza Motorsport 4": Eine Renn-Simulation für Automobil-Liebhaber, die mit großer Optionsvielfalt, satter Ausstattung und edlem Look zu gefallen weiß. Daran haben die Macher auch im neuen Teil der Serie nichts geändert. Wer Forza schon immer mochte, kann ebenso ohne Bedenken zugreifen zu wie Rennspiel-Fans, die statt Krawall oder Hetzjagden eine realistische Spielerfahrung suchen.

Titel: Forza Motorsport 4
Genre: Renn-Simulation
Publisher: Microsoft
Hersteller: Turn 10
Release: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
Wertung: Sehr gut

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