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"Batman Arkham City" im Test: Actionkracher für Xbox 360, PS3 und PC

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Test Batman: Arkham City | Action | PC, PS3, Xbox 360  

Fledermaus auf Beutezug

27.10.2011, 13:56 Uhr | Moritz Wanke (vb / jr), Richard Löwenstein

"Batman Arkham City" im Test: Actionkracher für Xbox 360, PS3 und PC. Batman: Arkham City (Quelle: WB Games)

Batman: Arkham City (Quelle: WB Games)

Dass Batman: Arkham City gut wird, war nach dem hervorragenden ersten Teil zu erwarten. Dass es so gut wird, hatte aber wohl niemand geahnt. Bereits in den ersten Spielminuten offenbart sich der Third-Person-Actionkracher für Xbox 360, PS3 und PC als heißer Kandidat zum Spiel des Jahres. Schauplatz ist diesmal Gothams verruchte Kloake Arkham City, ein Sperrgebiet für kriminellen Abschaum. Mörder, Vergewaltiger und Geisteskranke tummeln sich hier in den Straßen, organisieren sich in rivalisierenden Banden. Mitten in dieser Hölle, auf dem Vorsprung eines Hochhauses sitzt der Spieler. Als Dunkler Ritter. Als Batman. Getrieben von der Sorge, dass der Joker - dieser morbide Clown mit den giftgrünen Haaren - hinter den aufkeimenden Unruhen steckt. Und davon, dass Psychiater und Arkham-City-Direktor Hugo Strange in genau zehn Stunden "Protokoll 10" einleitet. Was damit gemeint ist? Das herauszufinden gehört zu den Kernaufgaben in Arkham City.

Ein Lachen zum Töten

Die Stadt, die offene Spielwelt, lockt, und ihr Puls ist förmlich spürbar. Ein grüner Punkt auf dem praktischen Kompass zeigt das nächste Ziel. Hier muss der Joker versteckt sein! Mit gehaltener Aktionstaste springt Batman automatisch vom Geländer hinab in die Tiefe. Sofort verwandelt sich sein Umhang in einen Gleitschirm. Bruce Waynes Alter-Ego segelt wie ein beutesuchender Falke über die Gebäude hinweg. Ein kurzer Tastendruck und schon schießt ein Enterhaken hervor und zieht den Rächer automatisch am nächsten Geländer hoch. Wahnsinn, wie intuitiv das alles von der Hand geht. Innerhalb kürzester Zeit erreicht Batman Jokers "Funpark": Eine alte Schmelzanlage, die dem verrückten Clown nun als schwer bewachte Festung dient.

Dampfhammer satt

Dumm nur, dass Jokers Türsteher den Eingang blockieren. Zwei der fünf Handlanger haben einen Baseball-Schläger als Waffe, was aber kein Problem für den maskierten Rächer ist. Ein Druck auf die Aktionstaste, und Batman setzt an zum Gleit-Tritt, segelt also auf einen Feind zu und verpasst ihm mit voller Wucht einen Kick. Noch vier übrig. Rhythmisches Drücken der Angriffstaste lässt nun die Fäuste des Helden tanzen. Der Gepeinigte hat keine Chance, dem Angriffswirbel zu entgehen. Schick, taktisch allerdings nicht besonders anspruchsvoll. Vielmehr geht’s um das richtige Timing und den Konter im richtigen Augenblick. Im Vergleich zum Vorgängerspiel hat das ohnehin schon schnelle Kampftempo sogar noch einen Tick zugelegt. Batman bewegt sich agiler, springt von einem Opfer zum nächsten, die dynamisch mitziehende Kamera fängt das Geschehen stets übersichtlich ein. Die Kämpfe fühlen sich jedenfalls verdammt rund an, und so liegen Jokers Türsteher auch nach nicht mal einer Minute am Boden. Tatsächlich könnte die Gegner-KI streckenweise intelligenter agieren. Sie übersieht zum Beispiel gleich mehrmals, dass Kollegen niedergestreckt wurden, ohne jedoch darauf zu reagieren und angemessene Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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Unterhaltung auf hohen Niveau

Im Inneren der Fabrik angekommen, mehren sich die Anzeichen für den allgemeinen Verfall, zeichnet sich das Alter der Stadt ab: Kaputte Wände, rostiges Metall und flackernde Lichter sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente. Erinnerungen an die dystopische Unterwasserstadt Rapture aus Bioshock werden wach. Fantastisch, mit welcher Liebe zum Detail die Entwickler hier ans Werk gingen. Flüssig animierte und hochauflösende Charaktermodelle treffen auf gestochen scharfe Umgebungstexturen und filigran ausgearbeitete Lokalitäten. Das Technikgerüst, die "Unreal Engine 3.5", wird mit all seinen Möglichkeiten ausgeschöpft. Nur ganz selten stören aufpoppende und matschige Texturen. Auch sind Ladepausen auf ein Minimum reduziert und bremsen das hohe Spieltempo nur beim Betreten und Verlassen von Gebäuden leicht aus. Hut ab! Und auch die Abwechslung kann sich wie schon im Vorgänger sehen lassen: Schleichpassagen, taktische Manöver, Rauchbomben, Akrobatik mit der Batclaw, Schlösser knacken und viele Aufgaben mehr lassen niemals Langeweile aufkommen. Dazu trägt auch die erstklassige Story von DC-Comic-Autor Paul Dini bei, die sich erst nach und nach so richtig entfaltet, in immer mehr Komplotte verstrickt und keinen der beliebten Comic-Helden und -Bösewichte außen vor lässt.

Was wir mögen

Die flüssigen Kämpfe, die mitreißende Story, die abwechslungsreichen Aufgaben und die hervorragende Präsentation lassen kaum Angriffsfläche für Kritik. Hier gibt’s die volle Portion Spielspaß quasi mitten ins Gesicht. Ein grandioser Mix aus intelligenter Action, charmanten Figuren und einer durch und durch wendungsreichen Geschichte. Kurz: Das beste Superhelden-Spiel, das bisher das Licht der Videospielwelt erblickte!

Was wir nicht mögen

Man muss schon arg tief graben, um hier Schwächen zu finden. Etwa, dass die Farbpalette manchmal ein wenig zu stark von Brauntönen dominiert wird. Auch könnten manchen Spielern die Kampf- und Bewegungsabläufe zu automatisiert erscheinen. Des Weiteren fällt der Schwierigkeitsgrad - zumindest für Profis - in den ersten beiden Dritteln der Kampagne vergleichsweise niedrig aus.

Fazit

"Batman: Arkham City" ist eine Offenbarung für Fans, ein Monument für Action-Spieler und garantiert einer der Pflichtkäufe im Jahr 2011 - selbst für diejenigen, die sonst nur wenig mit dem Genre anfangen können!

Titel: Batman: Arkham City
Genre: Actionspiel
Publisher: WB Games
Hersteller: Rocksteady Studios
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 50 Euro
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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