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"Fussball Manager 12": Im Chefsessel des Lieblingsclubs

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Test Fussball Manager 12 | Management-Simulation | PC  

Im Chefsessel des Lieblingsclubs

27.10.2011, 13:39 Uhr | vb, jr, Medienagentur plassma

"Fussball Manager 12": Im Chefsessel des Lieblingsclubs. Fussball Manager 12  (Quelle: EA)

Fussball Manager 12 (Quelle: EA)

Wie bei den hauseigenen Sportspielen üblich veröffentlicht Electronic Arts auch für seine "Fussball Manager"-Reihe jede Saison eine neue Ausgabe. Die Entwickler von Bright Future versprechen in diesem Jahr mehr als 700 Verbesserungen und jede Menge neue Features. Also kann man komfortabel im Chefsessel Platz nehmen und selbst die Zügel seines Lieblingsvereins in die Hand nehmen. Dafür stehen dann dank der zahlreichen Lizenzen von FIFA, DFL und DFB auch mehr als 41.000 Originalspieler zur Verfügung. Und vom Training über Transfer bis hin zum Stadionausbau gibt es für Hobby-Manager genügend zu tun. Wir haben uns ins Management-Geschäft gestürzt. Wer's selbst ausprobieren will, kann das in der Demo zu Fussball Manager 12 übrigens tun.

Die richtigen Entscheidungen treffen

Schon bevor man mit seinen Kickern das erste Mal den Rasen betritt, auf dem ja bekanntlich die Wahrheit liegt, bietet der Fussball Manager 12 zahlreiche Einstellungen, über die zunächst einmal entschieden werden muss. Da gilt es, nicht nur den Verein auszuwählen, sondern auch die Wahl zu treffen, ob der Manager männlich oder seit neuestem auch einmal weiblich ist. Wieso auch nicht? Eine hübsche Vereinschefin macht sich in der Presse bestimmt nicht schlecht! Anschließend setzt man sich konkrete Saisonziele, etwa die Teilnahme an der Champions League, am DFB-Pokal-Endspiel oder zumindest den Klassenerhalt, und plant Budgets, um Verträge mit Führungsspielern aushandeln zu können. Dann geht es endlich an Training, Taktik und Aufstellung, ehe schließlich die Startelf zum Match auf dem Rasen aufläuft.

Besseres Passspiel

Besonderes Augenmerk haben die Entwickler dieses Jahr dem 3D-Spiel gewidmet. Die Spielszenen, die sich nach einer kurzen Ansprache in der Kabine entwickeln, wurden an den richtigen Stellen verbessert. Die Flanken und Pässe der Spieler sind flüssiger und präziser geworden, der gesamte Spielablauf wirkt authentischer. Da hat es sich bezahlt gemacht, dass Bright Future die komplette Logik von Grund auf neu programmiert hat. Offene Räume oder Stürmerchancen werden besser genutzt, und man hat dank der neuen Menüs jederzeit die Möglichkeit, taktisch ins Geschehen einzugreifen. Grafisch hat der Fussball Manager gegenüber der Vorjahres-Version allerdings keinen Fortschritt hingelegt: Karge Animationen, ein geklontes Pixel-Publikum und teils hässliche Stadien – mit der Optik-Pracht der Fifa-Simulationsspiele kann das Management-Pendant nicht mithalten.

Kaderanalyse als hilfreiches Tool

"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" - gemäß diesem Sepp-Herberger-Zitat warten noch viele weitere Aufgaben. Bevor sich spürbare Erfolge auf dem Platz einstellen, muss die eigene Mannschaft effektiv trainiert werden. Diesmal kann man die Trainingsstunden Tag für Tag planen und zusätzlich Themenschwerpunkte wie Fitness, Technik oder Taktik festlegen. Neu hinzu gekommen ist das Feature der Kaderanalyse. Dieses ermöglicht dem Spieler, gezielt nach den Schwachstellen zu suchen, um die Aufstellung für den nächsten Spieltag noch effizienter zu gestalten oder Balltreter in mehrfach besetzten Positionen zum Transfer freizugeben.

Realistischer Transfermarkt

Das Transfer-Tool macht es einem mit den farblichen Markierungen einfach, sich schnell eine Übersicht zu erstellen. Grün markierte Positionen zeigen an, dass der Verein hier gut aufgestellt ist; bei Rot muss der Manager aber dringend handeln. Es hilft dem Spieler dabei zu entscheiden, welche Spielerverträge er verlängern sollte. Da die KI-Klubs ebenfalls dieses Tool nutzen, ist der Einfluss auf das Spielverhalten groß, der Transfermarkt wirkt nun realistischer. So versucht beispielsweise auch der Gegner, seine Spieler, die ihren Kontrakt nicht verlängern, noch vor Ablauf der Vertragslaufzeit zu Geld zu machen. Neben dem Team-Management verlangt die Verwaltung des Vereinsgeländes viel Fingerspitzengefühl. 25 Gebäude mit 289 Ausbaustufen stehen dem Spieler zur Gestaltung zur Verfügung. So lassen sich Trainingsplätze einrichten oder auch Zentren, in denen die Kicker psychologisch auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet werden. Um stets für genügend zahlende Zuschauer zu sorgen, renoviert man alternde Gebäude oder baut gleich neue.

Sponsoren-Stress

Das Sponsoring spielt für den finanziellen Erfolg des Vereins eine wesentliche Rolle. Diese Arbeit fällt im Fussball Manager 12 deutlich komplexer als zuvor aus. Zu Beginn der Saison entscheidet man sich wie gewohnt für den Trikotsponsor und die Bandenwerbung. In der neu hinzu gekommenen Sponsorenpyramide hat man nun jedoch bis zu drei Premium-, sechs Neben- und zwölf lokale Sponsoren zu verwalten. Auch die Angebote der Sponsoren muss man sich in diesem Jahre härter erarbeiten als früher. Ob und wie viele Gelder fließen, hängt davon ab, wie gut die Mannschaft in der Liga steht und welchen Ruf sie genießt. Insgesamt ist die Liste an kleinen und großen Änderungen im FM 12 riesig. Von netten Detail-Neuerungen, etwa die Ausrichtung eines europäischen Finales im eigenen Stadion, neuen Dekorationsobjekten für den Schreibtisch oder den Probetrainingstag für Hobby-Kicker über Ansprachen vor dem Spiel bis hin zum tagesbasierten Training haben sich die Entwickler sichtbar Mühe gegeben, nicht nur ein müdes Update abzuliefern.

Was uns gefällt

Der Fussball Manager 12 überzeugt mit seinem riesigen Umfang, motivierenden Spielelementen, eingängiger Bedienung und etlichen Neuerungen. Der Spieler ist nicht nur bei der Führung der Spitzenmannschaft gefragt, auch zahlreiche wirtschaftliche Aufgaben wollen penibel überwacht und entschieden werden. Neue Features wie die Kaderanalyse helfen bei der Führung des Vereins. EA greift auf einen riesigen Lizenzpool zurück, so dass man sich seine Mannschaft mit seinen Lieblingsspielern aufbauen kann. Schön: Online lassen sich jetzt noch weitere Statistiken umsonst nutzen, die in der letzten Saison noch kostenpflichtig waren.

Was uns nicht gefällt

So viel sich am 3D-Spiel zum Guten getan hat - es gibt immer noch Unstimmigkeiten. Gerade in Überzahl- oder Eins-gegen-Eins-Situationen verhalten sich die virtuellen Kicker nicht immer logisch. Eine grundlegende Überarbeitung der Grafik-Engine haben die Entwickler in dieser Saison leider versäumt; da muss nächstes Jahr deutlich mehr kommen. Auch so manche TV-Kommentarsprüche passen nicht zum Spielgeschehen, und mehr Stadionatmosphäre wäre ebenfalls wünschenswert. Und so positiv die große Funktionsvielfalt auch ist - Einsteiger dürften sich davon schnell erschlagen fühlen.

Fazit

Der Fussball Manger ist in dieser Saison gut aufgestellt. Die tiefgründige Management-Simulation samt ausgefeilten Features fesselt einen für viele Stunden vor den Monitor. Die Neuerungen haben das Spiel an vielen wichtigen Stellen verbessert, wenn auch die Grafik nicht auf aktuellem Niveau ist. Insgesamt ein sehr guter Nachfolger, der aber vor allem technisch noch Raum für Verbesserungen lässt.

Infos zum Spiel

Titel: Fussball Manager 12
Genre: Manager-Simulation
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Bright Future
Release: im Handel
Preis: zirka 45 Euro
System: Windows-PC
USK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Wertung: Sehr gut


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