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Origin: Verstößt EA massiv gegen Datenschutz-Bestimmungen?

01.11.2011, 16:19 Uhr | vb, jr

EA Origin: Verstößt EA massiv gegen Datenschutz-Bestimmungen?. Origin Store (Quelle: EA)

Origin Store (Quelle: EA)

Electronic Arts gerät mit seiner Download-Plattform "Origin" in die Schusslinie. Einem Bericht des Spiele-Magazins "Gamestar" zufolge spioniert der Dienst, der für eine Installation von Battlefield 3 oder Die Sims zwingend auf dem PC installiert werden muss, heimische Rechner aus. Wer den Nutzungsbedingungen (EULA) zustimmt, räumt dem Publisher damit das Recht ein, auf den Spiele-PC zuzugreifen und dort Informationen zu sammeln und in EA-eigene Datenbanken zu übertragen. Zum Beispiel wird gecheckt, ob illegale Versionen von EA-Produkten installiert sind. Eine Überprüfung des Sachverhalts durch einen Rechtsanwalt, so der Gamestar-Bericht, komme zu dem Schluss, dass EA massiv gegen den Datenschutz verstößt. Auf Facebook haben Kritiker inzwischen eine Petition gegen Origin ins Leben gerufen.

Umfangreiche Aufzeichnungen

Wie der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung zu entnehmen ist, sammelt Origin auch Daten, die personenbezogen und damit nach deutschen Datenschutzrecht besonders geschützt sind. Zu den abgefragten Informationen gehören Spielstatistiken, Benutzer-ID, Geschlecht, Postleitzahl, Daten zur Hardware-Ausstattung des Rechners, Daten zum Betriebssystem des Rechners, IP- und MAC-Adresse sowie Browserverlauf- und Cache. Gamestar hat derartige Sammelwut vom Rechtsanwalt Thomas Schwenke überprüfen lassen, der zum Schluss kommt, dass die Daten den jeweiligen Nutzern sehr wohl zugeordnet werden könnten - ein Verstoß gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. Weiterhin sei für den Kunden nach Sichtung der Nutzungsbedingungen nicht klar, welche Daten erhoben würden, so Schwenke. Inzwischen hat der Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen (EA hat seine deutschen Niederlassung in Köln) angekündigt, die EULA-Bestimmungen von Origin zu überprüfen. Dabei soll vor allem festgestellt werden, welche Daten EA genau erhebt und zu welchem Zweck diese gebraucht werden

Negativ-Rezensionen ohne Ende

In einer ersten Stellungnahme versicherte EA, dass man niemals Daten verkaufen würde, die Personen zugeordnet werden könnten, oder Spyware verwende. Der Geschäftsführer von EA Deutschland, versuchte die Gemüter mite iner , mit einer Erklärung zu beruhigen: "Wir bedauern die Verunsicherung, die bei unseren Kunden entstanden ist. Origin ist dazu da, ein erstklassiges Online-Spielerlebnis zu ermöglichen - und sämtliche Daten, die das System dabei erhebt, dienen allein diesem Zweck. Ich bin zuversichtlich, dass die überarbeiteten Lizenzvereinbarungen unseren Kunden deutlich mehr Klarheit bringen." Man werde mit den zuständigen staatlichen Stellen zusammenarbeiten werde, um sicherzustellen, dass die Richtlinien gesetzeskonform sind. Dass die Nutzer dieser Aussage wenig Glaubwürdigkeit beimessen, zeigen die Reaktionen beim Online-Händler Amazon: Die PC-Fassung von Battlefield 3 steht aktuell (1. November) bei fast 2500 Negativ-Bewertungen und damit einem Gesamt-Rating von gerade einmal eineinhalb Sternen. In den entsprechenden knapp 400 Kunden-Rezensionen wird die Sammelwut von Origin deutlich kritisiert.

Media Markt und Saturn tauschten um

Wie der Blog "TheOrigin.de" berichtet, haben der Media Markt und die Metro-Konzernschwester Saturn unter Bezug auf das umstrittene EULA zwischenzeitlich die PC-Version von Battlefield 3 anstandslos zurückgenommen. In einzelnen Märkten wurden die Kunden sogar vor dem Kauf mit dem Hinweis "Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie bei der Installation des PC-Spiels Battlefield 3 umfassenden und rechtlich nicht geklärten Nutzungsbedingungen zustimmen müssen" gewarnt: Mit Hinweis auf die unterdessen von EA geänderten neuen EULA-Bestimmungen wurden diese Warnungen wieder zurückgenommen.

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