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Starcraft 2 Heart of the Swarm: Preview zum PC-Strategiespiel von Blizzard

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Preview "Starcraft 2: Heart of the Swarm" | Strategiespiel | PC, PS3, Xbox 360  

Runde zwei auf dem Sci-Fi-Schlachtfeld

15.11.2011, 14:28 Uhr

Starcraft 2 Heart of the Swarm: Preview zum PC-Strategiespiel von Blizzard. Starcraft 2: Heart of the Swarm (Quelle: Blizzard)

Starcraft 2: Heart of the Swarm (Quelle: Blizzard)

"Starcraft 2: Wings of Liberty" gehört zu den besten Echtzeit-Strategiespielen der letzten Jahre. Gerade die herausfordernden Online-Schlachten im "Battle.net" sind immer noch ein Dauerbrenner. Die Veröffentlichung des Genre-Meisterwerks von Blizzard liegt allerdings schon mehr als ein Jahr zurück. Zeit, den ausgehungerten Fans Nachschub zu liefern. Auf der Blizzard-Hausmesse "Blizzcon" wurde mit "Heart of the Swarm" endlich der zweite Teil der Starcraft 2-Trilogie im Detail präsentiert. Dieser wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2012 erscheinen und mit einer neuen, rund 20 Missionen umfassenden Kampagne einerseits Solisten bedienen, dank frischer Karten, Einheiten und überarbeiteten Truppenfähigkeiten aber auch jede Menge Neuerungen ins Multiplayer-Spiel einführen.

Was geschah am Ende von Starcraft 2?

Genau diese Frage greift Heart of the Swarm in der Solokampagne auf. Sarah Kerrigan, in Starcraft 2 die Anführerin des Zerg-Schwarms, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Sie weiß weder, ob sie noch Königin ist, noch was mit dem Rest des Zerg-Volkes geschehen ist. Wo man in Starcraft 2 in der Kampagne die Terraner steuerte, wird man in Heart of the Swarm in der Rolle von Kerrigan das Schicksal der Zerg lenken und das Volk von Grund auf neu aufbauen. Der abschließende Teil der Trilogie, "Legacy of the Void", wird sich schließlich den Protoss widmen.

Eier sammeln für den Sieg

Doch zurück zu "Heart of the Swarm". Blizzard zeigte auf der hauseigenen Spielemesse Blizzcon zwei Missionen der Einzelspieler-Story, die bereits einen guten Eindruck vermittelten, auf was sich die Fans freuen dürfen. Das Wichtigste zuerst: Gewagte Designänderungen sollte man nicht erwarten, das grundlegende Spielprinzip aus "Wings of Liberty" mit seinem Mix aus Basisbau, Einheiten-Produktion und taktisch cleverem Gegner-Einkesseln bleibt voll erhalten. Was aber kein Nachteil ist, denn Steuerung und Spieldesign sind nach wie vor top. In der ersten der präsentierten Missionen gilt es, auf dem Planeten Char einhundert Berstling-Eier einzusammeln, bevor die abtrünnige Brutmutter Za’gara das gleiche Ziel erreicht. Hat man diese Hürde genommen, kommt man am Ende des Einsatzes in den Genuss von fast 300 Berstlingen, mit denen man die gegnerische Basis förmlich überrennt und binnen Sekunden ins Nichts sprengt - grafisch spektakulär inszeniert und spielerisch äußerst befriedigend.

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Angriff der Alien-Horden

In "Starcraft 2: Heart of the Swarm" befehligt man riesige Alien-Armeen. zum Video

Eiskalte Evolution

Die nächste Mission führt den Spieler auf den Planeten Kaldir, wo tiefster Winter herrscht. Aufgrund der kalten Witterung und Blitzeis frieren die eigenen Einheiten auf der Karte regelmäßig ein. Kein Problem jedoch für die Zerg, die sich flexibel den widrigen Bedingungen anpassen können. Hier kommt die Evolution ins Spiel: Kerrigans Berater Izsha und Abathur informieren den Spieler darüber, dass nur Anpassung und das Streben nach Perfektion das Überleben des Schwarms garantieren wird. Dementsprechend muss man seine Zerg-Armee also im Laufe der Kampagne stetig weiterentwickeln.

Genetisch mutiert

Dieses Mal allerdings nicht durch kaufbare Upgrades, sondern durch genetische Mutationen. In der so genannten Evolutionskammer peppt der Spieler seine Armee auf, wozu ihm zunächst drei Verbesserungen zur Verfügung stehen. Das können etwa erhöhter Basisschaden, 20 Prozent mehr Lebenspunkte oder Zerglinge sein, die in eine Art Wutzustand verfallen, wenn in ihrer Umgebung Artgenossen den Löffel abgeben. Und mittels der Verbesserung "Scavenger" erhält der Spieler zusätzliche Ressourcen, wenn seine Schaben Einheiten und Gebäude zerstören.

Masse oder Klasse?

Eine Änderung bei den Mutationen ist jedoch, dass man nach den drei Updates eine dauerhafte Entscheidung fällen muss. Beispielsweise, in welche  höhere Zerg-Form sich die Einheit entwickeln soll: Die schnellen Schwarmlinge im Dreierpack wählen, die aus einer Larve schlüpfen? Oder doch lieber die Raptor nehmen, die stärker als normale Zerglinge sind und zudem über Klippen springen können? Je nachdem für welchen Typ der Spieler sich entscheidet, kommandiert man eher Massen an Einheiten oder doch lieber ein paar wenige, dafür umso stärkere Zerg-Kämpfer. Dies soll laut Blizzard das Spielgefühl in der Kampagne maßgeblich beeinflussen.

Die Heldin wächst mit

Nicht nur die Einheiten des Spielers durchlaufen eine Evolution, auch die Protagonistin entwickelt sich im Spielverlauf weiter. Durch Missionen und vor allem erfolgreich absolvierte Nebenaufträge gewinnt sie an Stärke und Widerstandsfähigkeit. Durch die Wahl des Fokus kann man bestimmen, ob sie eher eine Offensiv-Heldin sein soll oder mehr zur Unterstützung des Schwarms dient. Diese Fokus-Ausrichtung darf man vor jeder Mission frei auswählen. Bisher hat Blizzard die beiden Spezialisierungen "Zerstörung" (ermöglicht unter anderem den Einsatz von Kettenblitzen und Flächenbetäubung) und "Schwarm" (man ruft Brütlinge herbei oder erschafft sechs Berstlinge) bekannt gegeben. Zwei weitere Helden-Fokussierungen sollen noch folgen. Anders als in Wings of Liberty, wo Hauptdarsteller Jim Raynor die meiste Zeit die Einsätze von der Hyperion befehligt hatte, wird Kerrigan bei nahezu jeder Mission als Heldencharakter dabei sein.

Neues im Multiplayer-Modus

Auf der einen Seite soll es neue Mehrspieler-Karten geben, dazu neue Erfolge und Profilbilder. Viel spannender sind aber die zahlreichen neuen Einheiten für jede der drei Fraktionen sowie die Änderungen, die die bekannten Truppentypen betreffen. Letztere wirken bisher durchdacht und dürften die ohnehin schon sehr gute Balance im Mehrspielermodus weiter optimieren. Bei denen neuen Truppen stechen auf Seiten der Terraner der Warhound-Mech als neue Luftabwehr-Einheit sowie der Shredder, eine bewegliche Bodeneinheit, hervor. Da der Overseer bei den Zerg als Enttarnungs-Einheit gestrichen wurde, nimmt sich künftig die mit drei Fähigkeiten ausgestattete Viper dieser Aufgabe an. Die zweite neue Zerg-Einheit sind die Bodeneinheiten der Schwarmwirte, die nur effektiv arbeiten, wenn sie eingegraben sind; dann erzeugen sie jeweils zwei temporäre Nahkampfeinheiten, die sich unentwegt auf nächstgelegene Gegner stürzen. Da der Schwarmwirt im eingegrabenen Zustand unsichtbar ist, eignet er sich bestens für die Belagerung von stark befestigten Stellungen. Die High-Tech-Fraktion erhält auf Offensiv-Seite den Replikanten. Eine Bodeneinheit, die sich in jede nicht-massive Einheit auf dem Schlachtfeld dauerhaft verwandeln kann. Zusätzlich zum Replikanten bekommen die Protoss noch zwei neue Lufteinheiten spendiert: Oracle (dient zur Unterstützung und kann Gebäude zeitweilig verschwinden lassen) und Tempest (besitzt eine Flächenattacke gegen leichte Luftziele sowie eine Strahlenwaffe gegen Bodentruppen).

Was uns gefällt

Evolution statt Revolution: "Starcraft 2: Heart of the Swarm" baut voll auf die Tugenden von Wings of Liberty, setzt aber an den richtigen Stellen mit interessanten Neuerungen an. Sowohl die neue Solokampagne mit ihrer gehaltvollen Story rund um die Zerg und deren charismatische Anführerin als auch der Mehrspielermodus mit etlichen neuen Einheiten und überarbeiteten Fähigkeiten hinterlassen einen starken Eindruck. Löblich: Wer Heart of the Swarm nicht kauft, muss keine Angst haben, dass er Wings of Liberty nicht mehr im Mehrspieler-Modus spielen kann. Es wird getrennte Ranglisten geben, ähnlich wie bei früheren Blizzard-Spielen.

Was uns nicht gefällt

Technisch hat sich gegenüber "Starcraft 2: Wings of Liberty" nur wenig getan. Zudem fehlt der große "Aha"-Effekt - wer Wings of Liberty kennt, wird auch in Heart of the Swarm auf Anhieb zurechtkommen. Mit weiteren Ankündigungen zur Kampagne hält sich Blizzard bislang vornehm zurück. Immerhin ließ man verlauten, dass es neben der Zerg-Hauptgeschichte wieder eine Sidestory geben wird - ob mit Terranern oder Protoss, behielt man aber für sich. Zudem soll es innerhalb der Kampagne Entscheidungsmöglichkeiten geben, mit denen der Spieler den Fortgang der Handlung beeinflusst.

Fazit

Eine dicke Einzelspieler-Kampagne in gewohnt hoher Qualität, dazu ein Multiplayer-Modus, der die versammelte Genre-Konkurrenz vor Neid erblassen lässt - Blizzard macht mal wieder alles richtig. Zwar bleiben die ganz großen Neuerungen aus, doch gerade die vielen kleinen Verbesserungen dürften das Spiel noch einen Tick besser machen als Wings of Liberty.

Titel: Starcraft 2 - Heart of the Swarm
Genre: Strategie
Publisher: Activision-Blizzard
Hersteller: Blizzard
Release-Termin: 2. Quartal 2012
Preis: zirka 40 Euro
System: Windows-PC, Mac
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Sehr gut

 

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