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Playstation Vita: Die nächste Handheld-Generation

17.11.2011, 12:09 Uhr | Moritz Wanke (vb, jr), Richard Löwenstein

Playstation Vita: Die nächste Handheld-Generation. Playstation Vita (Quelle: Sony)

Playstation Vita (Quelle: Sony)

Endlich einmal ein Handheld mit Format. Der fünf Zoll große OLED-Bildschirm, ein Touchscreen, zwei Analog-Sticks, jeweils eine Kamera vorne und hinten sowie ein äußerst leistungsstarker Prozessor bringen die Playstation Vita an die Spitze der mobilen Spielekonsolen. Dazu der ungewöhnliche lateinische Name. Was ein taschenkompatibles Spielgerät mit "Leben" zu tun? Hersteller Sony setzt darauf, dass die Vita mit den Worten von Unterhaltungs-Chef Kazuo Hirai die "Grenzen zwischen Gaming und Leben verschwimmen lässt". Große Worte für eine kompakten Spielkonsole. Doch kann Sonys mobiles Flaggschiff das tatsächlich einhalten? Nach dem ersten Handanlegen wird klar: Die Playstation Vita ist auf einem guten Weg.

Edler Eindruck

Überraschend beim Erstkontakt: Die Vita ist trotz ihres deutlich leistungsstärkeren Innenlebens wesentlich leichter als die alte PSP und liegt damit etwa auf dem Niveau der PSP Go. Das dürfte vor allem der Abwesenheit eines UMD-Laufwerks geschuldet sein. Denn statt auf optische Medien setzt der PSP-Nachfolger auf ein eigens konzipiertes Flash-Speicherkarten-Format. Eine Tatsache, die auch den Ladezeiten zugute kommt. Trotz des geringeren Gewichts ist die Form der Vita zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen klobig. Das Plastikgehäuse an sich macht dank schwarzer Klavierlack-Optik dagegen einen solide verbauten Eindruck und wirkt edel. Auch die beiden Analog-Sticks links und rechts vom Bildschirm überzeugen: Sowohl der Widerstand beim Schieben als auch die Druckpunkte sind angenehm. Das Steuerkreuz fühlt sich präzise an und hinterlässt den Eindruck, auch längeren und intensiveren Sitzungen standhalten zu können.

Bildschirm auf Apple-Niveau

Highlight ist gleichwohl das farbenprächtige und leuchtstarke Display. Anscheinend hat Sony aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und liefert einen Bildschirm ab, der auch bei Sonneneinstrahlung taugt. Selbst das iPhone 4 mit seinem hochgelobten Retina-Display muss im Direktvergleich den Hut ziehen. Ähnlich überzeugend wie bei Apples i-Geräten: die Empfindlichkeit des Multitouch-Bildschirms. Bereits auf leichte Berührungen reagiert das Display adäquat. Beim Spielen reicht es also, die Daumen kurz gen Anzeige zu strecken, ohne seinen Griff lösen oder eine Hand komplett vom Gerät nehmen zu müssen. Ein bisschen Eingewöhnung braucht indes der Umgang mit dem Trackpad auf der Rückseite der Vita. Vorteil, wenn man den Dreh einmal raus hat: Man verdeckt die Action auf dem Front-Display nicht mehr mit den Fingern.

Alte Spiele, neues Erlebnis

In Sachen Spiele setzt Sony auf die großen Zugpferde aus eigenem Hause. Zwar traut man sich auch an ganz neuen Vita-Serien wie "Little Deviants", setzt aber vor allem Ableger aus der "Wipeout"-, "Little Big Planet"-, "Resistance"- und "Killzone"-Reihe. Richtig beeindrucken konnte bisher Nathan Drakes Vita-exklusives Abenteuer "Uncharted: Golden Abyss". Dichte Dschungel-Vegetation, die mit dem Wind wackelt, Explosionen, die förmlich aus dem Bildschirm lodern, Figuren, die so gestochen scharf und lebensecht animiert sind wie auf der PS3 - das rockt. Hinzu kommt, dass die Touch-Elemente auch im Spiel intuitiv von der Hand gehen und angenehme Abwechslung zum Steuern mit Sticks und Knöpfen einstreuen. Von einer Klippe zur anderen hangeln? Ein leichter Wischer über den Bildschirm, schon erledigt Drake das von ganz allein. Kurz gesagt: Die Anspielrunde hinterlässt einen bleibenden Eindruck und steigert die Vorfreude auf die Veröffentlichung im ersten Quartal 2012. Der Preis von 299 Euro scheint zwar gerechtfertigt, ist aber dennoch happig. Immerhin: Wer auf ein 3G-Modul verzichten kann und sich mit WLAN zufrieden gibt, zahlt 249 Euro. Lediglich stereoskopisches 3D wie auf dem Nintendo 3DS könnte manch einer vermissen.

Fazit

Die Playstation Vita, die hierzulande zu Beginn des nächsten Jahres angekündigt ist, hat hohe Erwartungen geweckt. Und das zu Recht: Schaut man auf die leistungsstarke Hardware und die bisher angekündigten Spieletitel, juckt es dem mobilen Gamer in allen Fingerkuppen. Bleibt nur die Frage, ob der stolze Preis nicht doch ein paar potenzielle Käufer abschrecken könnte.

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