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Spieletest zum Action-Adventure Assassin's Creed: Revelations von Ubisoft für PC, PS3 und Xbox 360

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Test Assassin's Creed: Revelations | Action-Adventure | PC, PS3, Xbox 360  

Über den Dächern Konstantinopels

18.11.2011, 15:54 Uhr | jr / vb, Medienagentur plassma

Spieletest zum Action-Adventure Assassin's Creed: Revelations von Ubisoft für PC, PS3 und Xbox 360. Assassin's Creed: Revelations (Quelle: Ubisoft)

Assassin's Creed: Revelations (Quelle: Ubisoft)

Mit "Assassin´s Creed Revelations" für PC, PS3 und Xbox 360 schließt Ubisoft die epische "Assassin’s Creed"-Trilogie um den meuchelnden Assassinen Ezio Auditore ab. Sichtlich gealtert und gezeichnet von den jahrelangen Kämpfen gegen die konkurrierenden Templer, hat es den Schleich- und Kletterkünstler nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, verschlagen. Hier sucht er zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach Spuren seines Vorgängers Altair aus dem ersten Teil der Action-Adventure-Reihe. Findet er in der Orient-Metropole den sagenumwobenen Edenapfel, ein Artefakt, das seinem Besitzer übermenschliche Fähigkeiten verleihen soll?

Per Zeitmaschine ins Mittelalter

Wie in den Vorgängern führt das Action-Adventure den Spieler wieder in den Animus, eine digitale Welt und Zeitmaschine. Diese erlaubt es Quasi-Protagonist Desmond Miles, erneut in die Haut seiner Vorfahren zu schlüpfen. Die Animus-Betreiberfirma Abstergo ist ein Unternehmen der Templer, die auch in unserer Gegenwart noch nach dem Edenapfel suchen. So startet Desmond ein letztes Mal, um in der Rolle seines Vorfahren Ezio auf der Seite der Assassinen gegen die Templer zu kämpfen. Auf die trifft er auch gleich zu Spielbeginn auf der Burg Masyaf und kann hier nur knapp dem Strick entgehen. Die Flucht durch das Burgareal dient gleichzeitig als Tutorial und führt unerfahrene wie bereits geübte Assassinen in die verschiedenen Kampftechniken ein. Denn mit der Hakenklinge und einer Reihe von Bomben sind neue Elemente ins Spiel gekommen. Ansonsten gibt es im Gameplay keine Neuerungen gegenüber den Abenteuern in Rom im vorherigen Teil der Reihe. So muss sich der Spieler wieder zahlreichen Missionen und Aufgaben stellen. Mal gilt es, ganze Stadtteile befreien oder Gebäude zu renovieren, dann wiederum, bestimmte Zielpersonen auszuschalten. Und die große Aufgabe, fünf versteckte Schlüssel zu finden, sollte man ebenfalls nicht aus den Augen verlieren.

Bomben-Job

Diese fünf Schlüssel sollen die schwere Tür in den Katakomben der Bibliothek öffnen und damit nicht nur unschätzbares Wissen, sondern auch das verschwundene Artefakt wieder freigeben. Bei den Kämpfen mit den Templern kann der Spieler jetzt auch verschiedene Bomben einsetzen, die den Gegner mit Rauch ablenken, mit einem besonderen Knalleffekt anlocken oder mit tödlichen Metallsplittern zusetzen. Für den Bau der Bomben ist man selbst zuständig; die notwendigen Zutaten dazu finden sich an zahlreichen Orten in der Stadt.

Spiele-Videos 
Schleich-Trip durch Konstantinopel

E3: Neue Szenen aus Assassin's Creed: Revelations. zum Video

An der KI gefeilt

In der Solokampange bemerken Kenner einen wohltuenden Fortschritt im Vergleich zu den Vorgängerspielen: Die KI ist anspruchsvoller geworden und schickt die Gegner nun in größeren Scharen und besser aufeinander abgestimmten Patrouillen durch die Stadt. Zudem reagieren die Feinde inzwischen deutlich aufmerksamer, wenn getötete Gegner vom Dach plumpsen. Ansonsten hangelt man sich in seiner Kutte gewohnt flüssig an den Fassaden entlang, springt von Dach zu Dach und kann jetzt auch seine Hakenklinge nutzen, um an Seilen herab zu rutschen und seine meuchelnden Missionen erfüllen.

Stadt mit großer Weitsicht

Die Entwickler inszenieren Konstantinopel als sehr lebendige Stadt. Auch grafisch ist die orientalische Metropole mit ihren christlichen Wurzeln famos in Szene gesetzt. Und vor allem zeichnet sie sich mit einer enormen Weitsicht, auch auf bekannte Sehenswürdigkeiten wie der legendären Hagia Sophia, aus. So klettert und springt Ezio wie üblich leichtfüßig über die Dächer der Stadt, während der Spieler opulente Ausblicke genießt. Filmreife Zwischensequenzen treiben dabei die Handlung weiter voran. Allerdings hat sich auch hier gegenüber der Grafik des Vorgängers nichts getan - abgesehen davon, dass die Fassaden einen typischen Orient- Anstrich bekommen haben. Kenner der Trilogie fühlen sich auf jeden Fall sofort heimisch.

Jagen und Fliehen

Im Multiplayer-Modus erhält man die Aufgabe, Zielpersonen in der Stadt zu finden und sie zu töten. Dazu hat man zehn Minuten Zeit. Aber Vorsicht, der Spieler selbst ist auch bei Mitspielern die Zielperson. So gilt es nicht nur zu jagen, sondern auch sich selbst vor Verfolgern zu schützen. Während man rechts oben im Bild die Zielperson findet, kann man links oben erkennen, wie viele Verfolger einem selbst nachstellen. Obwohl man durch Level-Aufstiege neue Fähigkeiten sowie auch Punkte und Auszeichnungen ergattert, wird das Prinzip "Jagen und Fliehen" bald eintönig. Zum Glück gibt es noch weitere Modi, in denen man etwa Artefakte aus dem gegnerischen Lager stehlen muss.

Was wir mögen

Wie schon in den anderen Teilen der Serie ziehen die spannende Geschichte und die hervorragende Atmosphäre den Spieler schnell in ihren Bann. Zudem sorgt die hervorragende Weitsicht dafür, dass man auf dem Dach auch manchmal innehält und einfach nur die detailreich gestaltete Stadt betrachtet. Auch die orientalische Bevölkerung mit Soldaten, Bettlern, Gauklern oder Kurtisanen mit ihren teils prächtigen Gewändern sind immer wieder einen genauen Blick wert. Die Missionen spielen sich schön abwechslungsreich und reichen von strategischen Gefechten gegen die Templer bis hin zu Grundstückskäufen für die Gilde der Assassinen.

Was wir nicht mögen

Obwohl mit dem Bombenbau und deren Einsatz ein interessantes neues Waffenelement eingesetzt wurde, wird es während des Spiels noch zu wenig genutzt. Die wenigen Neuerungen gegenüber dem Vorgänger erzeugen allerdings ein Déjà-vu-Erlebnis - alles wiederholt sich. Zudem ist die spannend erzählte Geschichte so stark verzweigt, dass sie Serien-Neueinsteiger kaum nachvollziehen können. Der Deathmatch-Multiplayer-Modus ist zwar eine nette Abwechslung zum Solospiel, fesselt aber nicht sehr lange.

Fazit

Ubisoft hat das Assassinen-Rad nicht neu erfunden, sondern setzt auf bewährte Optik und ein bekanntes, gut funktionierendes Gameplay. "Assassin's Creed: Revelations" führt die Reihe auf dem gewohnt hohen Niveau fort und schließt die Trilogie mit einer stimmigen Story gekonnt ab. Grafisch bietet das Action-Adventure sehenswerte Ansichten von Konstantinopel und der Burgfestung Masyaf. Für kommende Teile der Serie sollte Ubisoft jedoch grundlegende Neuerungen einbauen, um das Schleich-Spektakel auch für alte Hasen weiterhin interessant zu machen.

Infos zum Spiel

Titel: Assassin’s Creed Revelations
Genre: Action-Adventure
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft
Release: Im Handel
Preis: zirka 45 Euro (PC) / zirka 55 Euro (Konsolen-Version)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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