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Spieletest zu Need for Speed: The Run Rennspiel von EA für PC, PS3, Wii und Xbox 360

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Test Need for Speed: The Run | Rennspiel | PC, PS3, Xbox 360, Wii  

3000 Meilen auf der Flucht

23.11.2011, 11:08 Uhr | Olaf Bleich (vb, jr), Medienagentur plassma

Spieletest zu Need for Speed: The Run Rennspiel von EA für PC, PS3, Wii und Xbox 360. Need for Speed: The Run (Quelle: Electronic Arts)

Need for Speed: The Run (Quelle: Electronic Arts)

Electronic Arts spendiert seiner beliebten Rennspiel-Serie Need for Speed mit jedem neuen Teil in der Regel mehr oder weniger sinnvolle Neuerungen. So auch im aktuellen Ableger "Need for Speed: The Run": Hier kann der Spieler jetzt einen Teil der Strecken zu Fuß zurücklegen. Aber keine Angst, den überwiegenden Teil des PS-Spektakels sitzt man wie gewohnt hinter dem Lenkrad schnittiger Sportwagen von bekannten Herstellern wie Porsche, Audi, Ford oder Lamborghini. Zu Fuß ist man höchstens auf der Flucht vor der Polizei unterwegs.

Das erste Rennen beginnt in der Schrottpresse

Titelheld Jack Rourke stolpert äußerst ungemütlich in die Story der Einzelspieler-Kampagne: Zwar wacht er in einem schicken roten Porsche auf, doch schnell wird ihm klar, dass er ans Lenkrad gefesselt ist, das Auto an einem Magnetheber hängt und jeden Moment in eine Schrottpresse fällt. Während die Seitenwände bedrohlich näher kommen, ist der Spieler das erste Mal gefragt und muss Jack so schnell wie möglich aus dem Wagen befreien, indem er die Anweisungen auf dem Bildschirm befolgt und die angezeigten Tasten im Rekordtempo bearbeitet. Ist dieser Quicktime-Job gemeistert, schnappt sich Jack den Audi der Schurken, die ihn in die missliche Lage gebracht haben, und sucht mit Vollgas das Weite. 

Halsbrecherische Jagd nach New York

Zum Glück trifft Jack aber auch noch auf die hübsche Sam Harper, die ihm einen lukrativen Vorschlag macht. Wenn er ein illegales Rennen quer durch die USA - von San Francisco nach New York - gewinnt, dann warten 2,5 Millionen Dollar auf ihn. Allerdings ist er nur einer von zahlreichen Fahrern auf der Jagd nach der großen Kohle. Und außerdem muss er auf den einzelnen Etappen nicht nur die Gangster, sondern oft genug auch die Polizei abschütteln. Somit ist ausreichend für Geschwindigkeitsrausch und fliegende Blechteile gesorgt.

Die Gegner machen wenig Druck

Man mag es ja nicht glauben, aber: Das war dann auch schon alles, was die Story zu bieten hat. Doch was ein Rennspiel ausmacht, sind auch im neuen Need for Speed nicht große Momente einer gut erzählten Geschichte, sondern heiße Reifen, spektakuläre Stunts und die Zielflagge. Actionreiche Arcade-Kost bietet "The Run" dann mit eingängiger und direkter Bedienung zu Genüge. Während der Etappen oder in verschiedenen Modi kann der Fahrer überall Erfahrungspunkte sammeln, mit denen er Extras freischaltet. Die Gegner setzen den Fahrer beim Rennen jedoch nur selten unter Druck. Die KI-Kontrahenten sind meist sehr berechenbar, rempeln den Spieler nur sporadisch und lassen sich mit etwas fahrerischem Können locker abhängen.

Kinoreife Effekte

Die USA-Rundfahrt  bietet ein abwechslungsreiches Streckendesign. Neben den Rocky Mountains sieht man Wüsten, Las Vegas oder Chicago an sich vorbeirasen. Für zusätzliche Abwechslung sorgen unerwartete Naturgewalten wie Sandstürme, die einem sofort die Sicht nehmen, oder Geröll-Lawinen, die man geschickt umfahren muss. Außerdem gibt es da noch die Nagelbänder, die Maschinengewehrsalven und EMP-Schocks der Polizei, die für kinoreife Effekte sorgen und die Adrenalin-Produktion anheizen.

Abwechslung durch Zusatzaufgaben

Neben der Aufgabe, das Etappenziel als erster zu erreichen, stehen weitere Ziele auf dem Programm. Im Challenge-Modus warten mehr als 50 Einzelaufgaben auf den Spieler. Da kann es auch sein, dass man eine vorgegebene Anzahl an gegnerischen Autos überholen oder die Führungsposition eine bestimmte Zeit lang halten muss. Mit den gesammelten Punkten und Medaillen ergattert der Spieler frische Fahrzeuge. Nett: Dank der Autolog-Funktion darf man im Origin-Netzwerk mit seinen Belohnungen vor den Freunden protzen.

Stark bestückte Garage

"Need for Speed: The Run" greift beim Fuhrpark auf die imposanten amerikanischen Muscle-Cars, ausgewählte europäische Sportwagen und auch einige japanische Modelle zurück. Insgesamt 125 lizenzierte Karossen sind mit von der Partie. In der virtuellen Garage parkt zum Beispiel neben dem brandneuen Porsche 911 Carrera S auch ein BMW M3, der Lamborghini Aventador oder der Chevrolet Camaro ZL1. Die Edelkarossen können auch im gelungenen Multiplayer-Modus bei spannenden Mehrspieler-Rennen mit vielen Aufgaben und einem motivierenden Erfahrungspunkte-System eingesetzt werden.

Was uns gefällt

"Need for Speed: The Run" ist eine eingängige Arcade-Raserei, die schnelle Rennen in teuren Sportwagen bietet. Die Entwickler haben die landschaftlichen Merkmale der USA hervorragend eingefangen: Ob Silhouetten mit Wiedererkennungseffekt, sehenswerte Morgendämmerungen in den Rockys oder dramatische Naturgewalten, optisch wird hier reichlich Abwechslung geboten. Die präzise Steuerung hat man nach wenigen Minuten im Griff. Schön für Rennspiel-Neulinge: Sollte man mal durch einen Crash die Spitzenposition verlieren, kann man sich mit der Reset-Funktion auf den letzten Kontrollpunkt zurückversetzen und weiter an der Spitze rasen.

Was uns nicht gefällt

Wenn die Handlung in einem Rennspiel auch eher sekundär ist, wäre ein wenig mehr Tiefgang doch wünschenswert. Die zahlreichen Gegner bleiben unbedeutend. Einige Konkurrenten mit Charakter hätten mehr Farbe ins Spielgeschehen bringen können. Auch die KI steht hinter den Vorgängern der Serie zurück: Die Gegner fahren ohne Biss, sind eher zurückhaltend, und der eigene Wagen liegt zu oft wie ein Brett auf der Piste. Straßensperren und andere Hindernisse sind keine wirklichen Überraschungen. Nach einem Reset stellt man fest, dass sie wieder an der gleiche Stellen stehen. Wer sich die Strecke gut einprägt, der kann problemlos als Sieger durchs Ziel fahren. Etwas mehr Biss und Herausforderung hätte dem Spiel gut getan.

Fazit

Das neue Need for Speed ist ein reinrassiges Arcade-Vergnügen, das den Spieler quer durch die USA schickt, ihm eine abwechslungsreiche Umwelt präsentiert und seinen Bleifuß schwer auf das Gaspedal drücken lässt. Die Landschaften sind wirklich ein Hingucker. Das hohe Entwicklungstempo der Serie hinterlässt allerdings bei Fahrverhalten und KI deutliche Schleifspuren. Auch der Fuhrpark fällt bei Konkurrenzprodukten üppiger aus, und auf Tuning-Optionen wurde bis auf die Auswahl der Lackfarbe ebenfalls verzichtet. Man kommt zwar schnell auf actionreiche Hochtouren, hat aber immer den Eindruck, dass mit mehr Arbeit an Story und KI ein noch besseres Ergebnis herausgekommen wäre.

Titel: Need for Speed - The Run
Genre: Rennspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: EA Black Box
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro (PC) / zirka 50-65 Euro (Konsolen-Versionen)
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360, Wii
USK-Freigabe: Ab 12 Jahre
Wertung: Gut

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