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Test Super Mario 3D Land für Nintendo 3DS: Der Klempner ist zurück

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Test Super Mario 3D Land | Jump'n'Run | 3DS  

Super Mario 3D Land: Der Klempner ist zurück

24.11.2011, 14:56 Uhr | Volker Bonacker (jr)

Test Super Mario 3D Land für Nintendo 3DS: Der Klempner ist zurück. Super Mario 3D Land (Quelle: Nintendo)

Super Mario 3D Land (Quelle: Nintendo)

Na also, es geht doch: Rund acht Monate nach dem Verkaufsstart des Handhelds 3DS bringt Nintendo die vermutlich schlagkräftigste Waffe gegen die Konkurrenz aus App-Store und Co. ins Spiel: Hauseigene Qualitäts-Serien, die eine lange Tradition haben und sich einer ungebrochen großen Fangemeinde erfreuen. In Form des Jump'n'Runs Super Mario 3D Land erscheint pünktlich zum Weihnachtsgeschäft somit doch noch ein zugkräftiges Argument für den 3DS, dessen Verkäufe zunächst nicht wie geplant liefen. Spätestens nach dem neuen Abenteuer des niemals alternden Super-Klempners dürfte jedoch auch der letzte Kritiker verstummt sein. Denn Super Mario 3D Land ist derart gut geworden, dass selbst das legendäre "Mario 64" Konkurrenz fürchten muss. Wir sind probegesprungen.

The same procedure as every year...

Das neue Super Mario beginnt selbstredend wie ein jeder Ableger der Serie: Prinzessin Peach wird einmal mehr geraubt. Daran hat sich seit dem ersten Auftritt von Mario im 1981 erschienenen "Donkey Kong" und unzähligen weiteren Teilen schließlich nichts verändert. Den Kopf als Bösewicht hinhalten darf erneut Koopa-Anführer Bowser, den wir schon gefühlte tausend Mal in die Lava geworfen haben, ohne dass ihn das dauerhaft von weiteren Entführungen blaublütiger Blondinen abgehalten hätte. Gelernt aus der Geschichte hat niemand etwas, natürlich auch Mario nicht: Unerschrocken wie eh und je macht sich Nintendos Superheld auf, Peach zu befreien. Dabei macht er gigantische Mengen Gumbas platt, erschreckt Buu-Huu-Gespenster und surft auf den Panzern erlegter Koopas - Tätigkeiten, derer er scheinbar niemals müde wird.

Nintendo gibt die Marschrichtung vor

Es beginnt ein Trip durch acht Welten, die alles bieten, was man im Laufe der Jahre liebgewonnen hat. Lavawelten, Pyramiden, Winterlandschaften, Unterwasser-Abschnitte oder Geisterhäuser - hier bleiben keine Wünsche offen. Mit einem kleinen Unterschied: Mario springt, rutscht, schwimmt und rennt erstmals in stereoskopischem 3D. Hier nutzt Nintendo die Möglichkeiten der Hardware auf eine Weise aus, die sämtliche Entwickler anderer 3DS-Games auf die billigen Plätze verweist. Was hier an einem Feuerwerk von 3D-Effekten und Spielelementen abgefackelt wird, sucht bislang auf dem Handheld seinesgleichen. Mal gilt es, über rotierende Würfel zu rennen, dann muss man in der Draufsicht verschiedenen Objekten ausweichen, während Mario ein anderes Mal direkt auf den Spieler zu rennt, um fluchtartig eine Szene zu verlassen. Absolutes Highlight: Der Tanooki-Anzug, mit dem Mario sich über längere Strecken in der Luft halten kann - so ihn nicht PETA-Aktivisten herunterschießen. Hinzu gesellt sich die räumliche Tiefe der Level, die den Machern Raum für jede Menge neuartige Sprung-Herausforderungen und versteckte Extras geboten hat. So sucht man mit der Zeit automatisch unterhalb jeder Treppe nach dort versteckten Power-Ups oder Münzen, schaut sich die einzelnen Level mehr als nur genau an und findet wieder und wieder neue Kleinigkeiten. Jäger- und Sammlerinstinkte schieben hier Doppelschichten.

Videos 
Mario springt jetzt in 3D

Trailer zu "Super Mario 3D Land". zum Video

Scheitern ist keine Option

Deutlich seltener dagegen ist das digitale Ende von Mario, denn in Sachen Schwierigkeitsgrad geht Nintendo den Weg des geringsten Widerstands. An allen Ecken und Enden finden sich neue Leben, und selbst für simpelste Tätigkeiten winkt Mario ein weiterer grüner Pilz. Egal ob im Tausch gegen 100 gesammelte Münzen, für eine Fünfer-Serie erledigter Gegner oder eine Reihe aufgesammelter Noten: Die Extra-Leben fallen dem Klempner förmlich in den Schoß, bisweilen hat man locker 40 und mehr davon im Gepäck. Auch die Zeitlimits der einzelnen Abschnitte sind mehr als großzügig ausgefallen. Sollte es wider erwarten dennoch mal knapp werden, finden sich zahlreiche Uhren, die nach dem Aufsammeln einige Sekunden extra gewähren. Und tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass man einen Abschnitt mehr als fünf Mal wiederholen muss, gibt's einen Anzug, der Mario unbesiegbar macht. Kurz: Mit diesem Mario werden selbst blutige Anfänger Erfolge feiern.

Auf Sternenjagd

Und trotzdem mag man Super Mario 3D Land. Weil es Spaß macht, weil Nintendo in Sachen Level-Design und Look mit unglaublicher Kreativität zu Werke geht und man das erste 3DS-Abenteuer mit dem liebgewonnenen Klempner bereits nach wenigen Minuten nicht mehr aus der Hand legen will. Schließlich warten da noch in jedem Level drei besondere Sternen-Münzen darauf, gefunden zu werden. Wer genug davon sammelt, schaltet nicht nur ansonsten unzugängliche Geheimabschnitte frei. Im späteren Spielverlauf geht's ohne eine bestimmte Anzahl gesammelter Sterne gar nicht erst weiter. So durchläuft man die alten Level ein ums andere Mal, um die begehrten Objekte, die teilweise schon arg gut versteckt sind, aufzuspüren. Ein einfacher Trick, mit dem Nintendo für Langzeitmotivation sorgt. Vor allem, da nach dem ersten Durchlauf, für den geübte Gamer etwa sechs Stunden brauchen, auch nicht Schluss ist. Hat man Super Mario 3D Land erst einmal geschafft, warten weitere Welten darauf, erkundet zu werden - mit einem teilweise doch ordentlich angestiegenen Schwierigkeitsgrad.

Was wir mögen

Kunterbunt, wunderschön und zugänglich: Super Mario 3D Land hat alles, was das Nintendo-Fanherz höher schlagen lässt. Der erste Ausflug des wackeren Firmen-Maskottchens auf dem 3DS ist ein Paradebeispiel dafür, was versierte Entwickler und fähige Designer aus der Hardware herausholen können. Besonders schön: Wer will, kann einen zusätzlichen, noch detaillierteren 3D-Modus zuschalten, allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit.

Was wir nicht mögen

So sehr der neue Mario dank verschiedener Tricks auch für Langzeitmotivation sorgt: Der Schwierigkeitsgrad hätte schon zu Beginn des Spiels und nicht erst gegen Ende ein wenig höher ausfallen können. Außerdem sind die vorhandenen Streetpass-Features zwar ganz nett (trifft man unterwegs auf andere Mario-Besitzer, wirft man sich kleine, virtuelle Geschenke zu), ein Mehrspieler-Modus jedoch ansonsten nicht vorhanden.

Fazit

Mit Super Mario 3D Land bekommt der 3DS eines jener Games spendiert, die man sich schon zum Start im März dieses Jahres gewünscht hätte: Nintendo-typische Familienunterhaltung, die jung wie alt gleichermaßen anspricht und auch beim zweiten oder dritten Durchspielen nicht langweilig wird. Erst kürzlich hat Nintendo-USA-Chef Reggie Fils-Aime gesagt, man sei zuerst eine Entertainment-Firma, die großartige Erlebnisse auf den eigenen Geräten schaffen wolle, weil Nintendo als Hersteller der Hardware selbige in besonderem Maße zu nutzen vermöge. Ein Statement, mit dem man sich abermals gegen eine Öffnung für den wachsenden Markt an Smartphone-Games stellt. Nachdem man Super Mario 3D Land gespielt hat, ist dem Mann nur zuzustimmen.

Titel: Super Mario 3D Land
Genre: Jump'n'Run
Publisher: Nintendo
Hersteller: Nintendo
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut

 

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