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Test Halo: Combat Evolved Anniversary - Facelift für Lord Helmchen

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Test Halo: Combat Evolved Anniversary | Action | Xbox 360  

Ein Facelift für Lord Helmchen

01.12.2011, 12:07 Uhr | Michael Förtsch (vb, jr), Richard Löwenstein

Test Halo: Combat Evolved Anniversary - Facelift für Lord Helmchen. Halo: Combat Evolved Anniversary (Quelle: Microsoft)

Halo: Combat Evolved Anniversary (Quelle: Microsoft)

Dieser Held und diese Serie sind einfach nicht umzubringen. Vor zehn Jahren erschien ein Ego-Shooter, der eine unglaubliche Karriere in Gang setzte: "Halo: Combat Evolved", veröffentlicht am 15. November 2001 für die erste Xbox. Seitdem sind vier Nachfolger, eine Strategiespiel-Auskopplung, eine Anime-Filmsammlung, etliche Bücher, Actionfiguren und vieles mehr rund um die Reihe entstanden. Halo ist ein Medienimperium geworden. Allerdings eines, dessen frühen und texturarmen Anfang viele junge Fans gar nicht kennen. Daher wurde das Ur-Halo nun mit frischer Grafik und pompösen Effekten für die Xbox 360 neu aufgelegt. Eine Rückkehr zum Ursprung, der sich sehen lassen kann und gleichzeitig beweist, dass Grafik nicht alles ist.

Es hat begonnen

Wir schreiben das Jahr 2552. Plasmalanzen durchbohren die Außenhülle des Raumschiffs "Pillar of Autumn". Überall Rauch, Querschläger und wild brüllende Grunt-Aliens. Verzweifelt versucht sich eine Gruppe Marines dem außerirdischen Feind entgegenzustellen. Doch gegen die mächtigen Alien-Elitetrupps haben die knapp drei Köpfe kleineren Soldaten der menschlichen Konföderation kaum Chancen. Wieder und wieder erleiden sie herbe Verluste, müssen sich immer weiter zurückziehen und den Raumkreuzer schließlich komplett aufgeben. Mittendrin: der Spieler in der Rolle des Master Chiefs, einem in eine Spezialrüstung eingepferchten Super-Soldaten. Vor einigen Minuten aus dem Cryo-Kälteschlaf erwacht, hat der Master Chief aktuell nur ein Ziel vor Augen: Cortana, die künstliche Intelligenz des Raumkreuzers, in Sicherheit zu bringen und dann von dort zu verschwinden. Denn Cortana speichert nämlich sämtliche Information über die Einsatzpläne des United Nations Space Command. Hier und da einige der Aliens niederstrecken, dann gelingt in wahrlich letzter Sekunden die Flucht auf den mysteriösen Ring-Planeten - den "Halo". Das ist der Anfang des einst in Deutschland unter dem Titel "Halo: Kampf um die Zukunft" veröffentlichten ersten Teils der SciFi-Ego-Shooter-Serie. Und in der Neuauflage ist alles genauso - fast jedenfalls. Denn was auf den ersten Blick wie ein Standard-Neuaufguss anmutet, geht bei genauerem Hinsehen deutlich darüber hinaus.

Unter der Rüstung

Augenfälligste Neuerung ist zweifelsohne die extrem verbesserte Grafik mit ihren neuen Texturen, überarbeiteten Spieler-Modellen. Auf den einst kahlen Wiesen der Ringwelt wachsen jetzt Gräser und Büsche. Dazu erstrahlen Sterne am Himmel, werfen Gebäude sanfte Schatten und reflektieren glatte Oberflächen das Licht. Explosionen lassen die Funken fliegen, blenden den Spieler kurzzeitig. Auch den Waffen hat man eine zeitgemäße Optik verpasst- nicht ganz in der Grafik-Oberliga eines Gears of War 3, aber dennoch hübsch. Um das Original zu ehren, haben die Macher aber auch eine spezielle Funktion eingebaut: Einmal die Back-Taste auf dem Controller getippt, und schon schaltet das Spiel sanft in die Grafik von vor zehn Jahren um. Beeindruckend und vor allem für Einsteiger interessant, die das Original nicht kennen. Auch akustisch hat sich was getan: Die komplette Musik des Originals wurde neu eingespielt und wirkt nun noch opulenter und wuchtiger. Bei den Waffen-Geräuschen sind die Entwickler dagegen nicht ganz konsequent vorgegangen: Einige wurden erneuert, während andere ließ man dagegen vollkommen unberührt - schade. Ansonsten? Wirklich alles wie im Original? Fast. Wer Halo gut kennt, wird dezente Änderungen in einigen Arealen erkennen. Da wird hie und da ein Ausgang stärker beleuchtet; da ein Felsvorsprung etwas wuchtiger gestaltet. Kleinigkeiten, die eher kosmetischer Natur sind und den Spieler subtil bei der Wegfindung unterstützen, beispielsweise in dem bei Kennern ungeliebten "Bibliothek"-Level und den legendären Massengefechten gegen die Flood.

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Was wir mögen

Die Grafik wurde nicht komplett umgekrempelt, sondern der Zeit angepasst. Die Level sind nahezu unverändert und vermitteln das originale Halo-Gefühl. In einem Sekundenbruchteil lässt sich zwischen Original- und HD-Grafik umschalten. Der Schwierigkeitsgrad ist unberührt und die Steuerung präzise wie eh und je. Zudem unterstützt das Game Zwei-Spieler-Koop-Partien in der Kampagne sowohl per Splitscreen als auch via Xbox Live. Ein auf Halo: Reach basierter, reiner Online-Mehrspieler-Modus wurde ebenfalls integriert. Zudem werden stereoskopisches 3D und Kinect unterstützt. Letzteres aber nur mit Sprachbefehlen, etwa zum Werfen von Granaten.

Was wir nicht mögen

Bei den Sounds wurde teils etwas gepfuscht, sodass nun ein Mischmasch aus neuen und alten Geräuschen geboten wird. Kann man im normalen Spiel noch zwischen neuer und alter Grafik umschalten, ist das während der Zwischensequenzen nicht möglich - zudem wird das Spielgeschehen beim Umschalten nicht angehalten. Der Mehrspieler-Part bietet leider nur die Waffen aus "Halo: Reach" und nicht die aus dem Originalspiel.

Fazit

Insgesamt ist "Halo: Combat Evolved Anniversary" eine mehr als gelungene Wiederbelebung des legendären "Halo: Combat Evolved", die dem Jubiläum angemessen ist. Ein neuer Look und satter Klang mit gleichzeitiger Würdigung der Leistung der einstigen Macher - so wünscht man sich das. Das Game kommt zudem zum absolut fairen Preis von 35 Euro. Top - und ein Pflichtkauf für Master-Chief-Fans!

Infos zum Spiel

Titel: Halo Combat Evolved Anniversary
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Microsoft
Hersteller: 343 Industries
Release: Im Handel
Preis: zirka 35 Euro
System: Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Sehr gut

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