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Spieletest Railworks 3 Train Simulator 2012: Bitte einsteigen!

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Test Railworks 3 Train Simulator 2012 | Simulation | PC  

Bitte einsteigen!

09.12.2011, 11:51 Uhr | Andreas Sturm (vb / jr), Medienagentur plassma

Spieletest Railworks 3 Train Simulator 2012: Bitte einsteigen!. Railworks 3 Train Simulator 2012 (Quelle: Aerosoft)

Railworks 3 Train Simulator 2012 (Quelle: Aerosoft)

Irgendwann einmal Lokführer sein und seinen eigenen Zug steuern - das ist der Traum, den viele kleine Jungen einmal gehegt haben. In regelmäßigen Abständen lädt Publisher Aerosoft auf dem PC dazu ein, diesen Wunsch wenigstens virtuell auf dem Monitor wahr werden zu lassen. Mit "Railworks 3 Train Simulator 2012" geht es nun erneut für viele Stunden auf die Schienen, und die Erinnerungen an die gute alte Modell-Eisenbahn werden wach. Neueinsteiger in die Materie brauchen aber keine Angst haben, von der Zug-Simulation "überrollt" zu werden. Mehrere Tutorials geben eine ausführliche Einführung in die Bedienung der verschiedenen Bahnen.

Gut bestückter Lok-Fuhrpark

Ehe der Lokführer sein Dienstabteil betreten kann, muss er sich zunächst entscheiden, ob er eine bestimmte Lok oder eine besondere Strecke wählen möchte. Insgesamt 18 hübsch modellierte Lokomotiven stehen zur Verfügung. Von historischen bis hin zu modernen Varianten ist vieles dabei, von Dampf- über Diesel- bis zu den Elektro-Lokomotiven reicht das Angebot. In der deutschen Ausgabe gibt es zusätzlich das Add-on mit dem längsten Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn - dem ICE 1 - in der Kaufpackung mit dazu.

16 Uhr 45 ab Paddington Station

Nach der Wahl der Lokomotive erfährt der virtuelle Zugführer, welche Strecken er damit befahren kann. Die meisten der Routen, die originalen Schienenwegen nachempfunden sind, stammen von der britischen Insel. Dies ist auch logisch, da das Entwicklerstudio "RailSimulator.com" dort seinen Sitz hat. So finden sich Strecken wie die von Newcastle nach York oder von Oxford nach Paddington. Der Spieler kann aber auch in den USA oder Deutschland abwechslungsreiche Landschaften an sich vorbeiziehen lassen.

Eingängige Steuerung

Die Bedienung der Lok wird im Tutorial Schritt für Schritt erklärt. Dann weiß man, wo sich die Bremsen lösen lassen, wie man den Schub richtig einstellt und wie man in der Übersicht erkennt, wo sich der Zug auf der Route gerade befindet oder welche Warnschilder in Kürze zu beachten sind. Und natürlich gilt es, in Abständen immer wieder den Signalschalter zu betätigen. Sonst bleibt der Zug, wie auch in der Realität, mit einer Notbremsung stehen. Der Spieler kann zwischen einer automatisierten und einfacheren Steuerung oder einer komplexeren, realitätsnahen Bedienvariante wählen, in der man sogar selbst die Weichen stellen muss.

Mit Pünktlichkeit zur Karriere

Für Abwechslung im Zugführeralltag sorgen verschiedene Spielmodi. Im Karriere-Teil muss sich der Lokführer zwölf Aufgaben stellen, die bewertet werden. Anschließend kann er sich online mit der weltweiten Community messen. Im Szenarien-Modus erhält der Spieler rund 60 verschiedenen Missionen. Hier soll er beispielsweise einen umfangreichen Fahrplan einhalten und darf kein Signal übersehen, weil er ansonsten einen Punktabzug kassiert. Und schließlich bietet jede Route noch ein "Free Roaming" an - einen Modus, in dem man durch die Gegend fährt und verschiedene Züge übernehmen kann.

Realistische Umgebungen

Grafisch hat sich die 2012er-Version gegenüber dem Vorgänger weiterentwickelt. Landschaften, Bahnhöfe und Umgebung wirken authentischer und lebendiger. Und sogar beim Halt im Bahnhof kommt Bewegung ins Spiel: Fein animierte Passagiere steigen ein und aus. Ebenso sind die Wettereffekte realistischer geworden. Zum Glück haben die Entwickler auch an die Funktionsfähigkeit des Scheibenwischers geachtet. Für mehr Authentizität sorgt darüber hinaus die gute Fahrphysik, so neigen sich die Züge in den Kurven deutlich.

Den Zug aus allen Perspektiven beobachten

Hat man sich mit der Steuerung der Züge vertraut gemacht, kann man auch aus der Cockpitansicht in andere Ansichten wechseln. Wer will, betrachtet die Zugfahrt aus der Vogelperspektive von oben oder von der Seite. Per Fahrgastansicht wirft der Spieler einen Blick in die Abteile im Zug, und die Strecken-Ansicht ermöglicht es, beispielsweise zu sehen, an welcher Stelle man die richtige Weiche stellen muss, um auf ein neues Gleis zu wechseln. Trotzdem hat der Spieler während der ganzen Zeit mit der Fahrinformationsleiste immer einen Überblick über den Routenverlauf und die Lokeinstellungen.

Was uns gefällt

Der neue Train Simulator garantiert Eisenbahn-Fans vergnügliche Stunden in verschiedenen Loks und auf unterschiedlichen Strecken. Die motivierenden Spielmodi sorgen dafür, dass man sich mit immer neuen Aufgaben auseinandersetzen muss. Die detaillierte Umwelt, gelungenen Wettereffekte und eine stimmige Gesamtpräsentation runden die realistische Zug-Simulation ab. Klasse: Dank der guten Tutorials machen sich auch Zugführer-Neulinge schnell mit der Steuerung der verschiedenen Lokomotiven vertraut. Weitere Strecken und Lokomotiven lassen sich kostenpflichtig nachrüsten.

Was uns nicht gefällt

Leider lassen ausgedehnte Ladezeiten den angehenden Zugfahrer immer wieder lange auf die pünktliche Abfahrt warten. Dem Realismus-Zugewinn stehen einige kleine Patzer entgegen, wenn beispielsweise die Zugtüren erst auf freier Strecke richtig schließen oder lebensmüde Autofahrer noch durch geschlossene Schranken fahren können. Fehler, die im echten Leben gefährlich sind und zu Warnmeldungen führen sollten. Eingefleischte Simulations-Fans würden sich sicherlich noch über weitere Bedienelemente aus realen Loks freuen.

Fazit

Mit dem Train Simulator 2012 bekommt man eine sehr umfangreiche Simulation für sein Geld, die für viele unterhaltsame Stunden im Zug gut ist. Das Spiel versteht es, den Spaß am Zugfahren zu vermitteln. Man lernt seine Lok an der richtigen Stelle im Bahnhof anzuhalten, ohne dass die Passagiere durch die Abteile purzeln, man lernt das herausfordernde Rangieren. Ungeachtet ihrer hohen Qualität dürfte die Simulation allerdings nur eine sehr spezielle Zielgruppe ansprechen. Und die ist in der Regel sehr kritisch und wird sich noch viele Verbesserungen wünschen - vor allem mehr Einstellungsmöglichkeiten und mehr originale Bedienelemente.

Infos zum Spiel

Titel: Railworks 3 Train Simulator 2012
Genre: Simulation
Publisher: Aerosoft
Hersteller: RailSimulator.com
System: Windows-PC
Release: Im Handel
Preis: zirka 30 Euro
USK-Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
Wertung: Gut

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