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Happy Birthday, Lara Croft: Die sexy Game-Ikone wird 15

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Eine Spiele-Ikone schreibt Videospiel-Geschichte  

Happy Birthday, Lara Croft!

20.12.2011, 14:51 Uhr | Sabine Schischka (ams / jr), Richard Löwenstein

Happy Birthday, Lara Croft: Die sexy Game-Ikone wird 15. Lara Croft (Quelle: Eidos)

Lara Croft (Quelle: Eidos)

Im Jahr 2012 feiert Lara Croft im neuen Tomb Raider ihre Wiedergeburt als blutjunge Archäologin. Aber auch in diesem Jahr gibt es noch einen Grund, die Korken knallen zu lassen: Lara wird 15 Jahre alt! Nein, natürlich nicht sie selbst, sondern die Action-Abenteuer-Serie, deren Heldin sie ist! Und da kann man getrost sagen: Was für eine Berg- und Talfahrt! Lara wird erst zur Ikone, dann zum Klischee, zu einem digitalen Sexsymbol. Parallel dazu verläuft die Fieberkurve der Reihe: "Tomb Raider" beschert seinen Machern zunächst Ruhm und Ehre. Dann stockt die Innovationskraft, die Reihe verliert den Anschluss und versucht sich im jüngsten und wahrscheinlich letzten Rettungsversuch noch einmal neu zu erfinden. Grund genug, einen Rückblick auf die Geburt und Entwicklung der bekanntesten Videospielheldin zu werfen. Unsere Foto-Show zeigt Lara im Wandel der Zeit.

Geburt einer Heldin

Aufregend und ziemlich holprig: So lässt sich der Entstehungsprozess von Lara Croft wohl am besten beschreiben. Die Heldin der Videospiel-Reihe "Tomb Raider" des britischen Studios Core Design war nämlich längst nicht von Anfang an als vollbusige, rassige Archäologin geplant. Als um 1994 die Entwicklung Fahrt aufnimmt, erwägt Designer Toby Gard noch einen männlichen Actionhelden als Hauptcharakter. Diese Meinung ändert sich bald, als sich die Kernspielelemente und optischen Möglichkeiten des ambitionierten Projektes herauskristallisieren: Schleichen, das Lösen von Rätseln und geschmeidige Akrobatik in einer bis dato unvorstellbar hübschen 3D-Umgebung. So etwas, so die einhellige Meinung des nur sechs Mann starken Teams, passt eindeutig eher zu einer Frau - und vielleicht hat den Briten ja auch jemand verraten, dass es Indiana Jones schon gibt. Obendrein waren weibliche Helden in der damaligen Videospielwelt noch eher selten zu finden. Einzig Beat'em Up-Spiele wie "Virtua Fighter" hatten seinerzeit Polygon-Damen im Angebot. Und wenn schon eine Frau, dann wollten die Entwickler auch gleich weg von sexistischen Stereotypen. So etwas würde zu ihrer Heldin nicht passen, die schließlich smarte Puzzles lösen und nach verlorenen Schätzen jagen sollte. Daher orientieren sich die Macher zunächst an der schwedischen Pop-Diva Neneh Cherry und der kernigen Comic-Ikone "Tank Girl", bis sie schließlich den bekannten Weg einschlagen…

Aus Laura wird Lara

So wird zunächst Laura Cruz geboren - eine südamerikanische Latina mit Schatzjäger-Ambitionen. Schon bald muss sich Core aber eingestehen, dass eine westlichere Heldin eher zu dem über Wohl und Wehe des Spiels entscheidenden US-Publikum passt. Daher weicht die Latino-Braut erst einer blonden, taffen Lady vom Typ Militär-Heroine, bis sich schließlich im finalen Entwicklungsschritt die bekannte britische Archäologin heraus kristallisiert, die man heute überall kennt: Sexy, unnahbar, klug und dank ihrer Geistesgegenwart nahezu unsterblich. Ihren endgültigen Namen, Lara Croft, wählen die Macher übrigens auf recht simple Weise: "Sie schauten ins Telefonbuch, bis sie auf etwas stießen, das nach einer britischen Laura Cruz klang", weiß Ian Livingstone, der Mitte der 90er Jahre den Vertrieb des Games übernimmt. Und so bleibt Lara dann, mit nur sehr geringfügigen Veränderungen, bis zu ihrem letzten Auftritt im Jahr 2008, in "Tomb Raider: Underworld". Aus der 1996er-Heldin, die nur wenigen Polygonen bestand, formt sich über die Jahre eine hochaufgelöste, bildhübsche Lady mit runden Kurven und wippenden Haaren. Schön anzusehen. Doch sonst ist Lara zum Leidwesen vieler Fans seit ihrer Geburt etwas angestaubt und statisch. Selbst ein neues Entwicklerteam, das US-amerikanische Crystal Dynamics, bringt Lara mit "Legend" im Jahr 2006 nur eine geringfügige Verjüngung und lässt sie sonst unberührt. Eine richtige Frischzellenkur? Die soll 2012 mit dem neuesten Teil unter dem simplen Titel "Tomb Raider" folgen, der eine junge, menschlichere und verletzlichere Lara bei ihrem allerersten Abenteuer zeigt.

Fazit

Lara ist eine Ikone. Sie hat als digitale Figur Einfluss auf die Videospiel- und Popkultur genommen wie keine zweite. Ohne sie wären weibliche Helden vielleicht immer noch die Ausnahme und Games wie Uncharted hätte es vielleicht nicht gegeben. Kurzum: ohne sie wäre die Videospielwelt ein ganzes Stück leerer.

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