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Catherine im Spiele-Test: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

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Test Catherine | Adventure-Puzzlespiel | PS3, Xbox 360  

Drum prüfe, wer sich ewig bindet (1/2)

27.02.2012, 12:54 Uhr | Volker Bonacker / jr

 Catherine im Spiele-Test: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Catherine (Quelle: Deep Silver / Atlus)

Catherine (Quelle: Deep Silver / Atlus)

Und ewig lockt das Weib: In "Catherine" schickt das Entwicklerstudio Atlus den Spieler auf eine Reise durch die Alptraumwelt eines Mannes, der seine Freundin betrogen hat. Der steht nun vor dem Dilemma, sich entscheiden zu müssen: Liebe oder Affäre? Durch die Mischung aus knallharten Puzzle-Rätseln, einer guten Portion Erotik und zahlreichen Optionen, den Fortgang der Geschichte selbst zu beeinflussen, gelingt den Machern ein sehr interessantes Spielkonzept, das durch den Umgang mit erwachsenen Themen an Attraktivität gewinnt. Nachdem das Spiel bereits 2011 in den USA und Japan erschienen ist, veröffentlicht Publisher Deep Silver den Genre-Mix im Anime-Look für PS3 und Xbox 360 nun auch hierzulande. Wir haben uns durch die abendlichen Saufgelage und nächtlichen Horrorszenarien von Protagonist Vincent Brooks geschlagen.

Klettern oder sterben

Das Ganze beginnt eigentlich recht harmlos: Der 32-Jährige Vincent ist seit Jahren mit Katherine liiert, das Paar scheint glücklich miteinander. Abseits von Katherines bisweilen bevormundenden Art Vincent gegenüber ist alles in bester Ordnung. Als die Freundin jedoch eine Schwangerschaft andeutet und Hochzeitspläne zu schmieden beginnt, beginnen die Alpträume. Stets geht es darin um das Fallen. Nacht für Nacht muss sich Vincent vor dem Sturz in die Tiefe seiner Traumwelten retten, die aus quadratischen Blöcken aufgebaut ist. Dazu verschiebt man selbige, baut Treppen aus ihnen, lässt Blockformationen einstürzen und bahnt sich so schnell es geht einen Weg nach oben. Geschwindigkeit, Kreativität und schnelle Denke sind Pflicht. Wer trödelt, verliert, da alle paar Sekunden weitere Ebenen der Spielwelt von unten wegbrechen. Boden gutmachen unter Hochdruck lautet die Devise, Das sorgt für konstante Beschäftigung und angenehm hohen Puls. Auch, weil die Puzzelei nach links, rechts, zum Bildschirm hin oder davon weg mit fortschreitendem Spielverlauf an Komplexität gewinnt und bereits im mittleren Schwierigkeitsgrad alles andere als einfach ist.

Der Boden unter den Füßen

Ist man erst einmal am oberen Ende einer Stage angelangt, sind die Alpträume längst nicht vorbei. In einer Zwischenwelt stehen andere Träumer herum, allesamt in der Gestalt von Schafen, aber mit der Fähigkeit zu sprechen ausgestattet. Die Tierdarstellung kommt nicht von ungefähr, verbindet man mit dem Schaf doch ein stupides Herdentier, das nicht gerade für selbstbestimmtes Verhalten bekannt ist. So auch hier: Die anderen Schafe träumen wie Vincent vom Fallen, auch sie verlieren im wirklichen Leben den Boden unter den Füßen. Und wie Vincent versuchen auch sie, so schnell wie möglich nach oben zu gelangen - denn ist man erst einmal in die Traumwelt eingedrungen, gibt es keine Rückkehr mehr. Während manche der Schafe wertvolle Klettertipps parat halten oder nützliche Gegenstände verkaufen, die den Treppenbau erleichtern, drohen andere offen damit, dass sie Vincent beim nächsten Treffen herunterstoßen, wenn es um die Frage geht, wer überlebt. Und auch Vincent wird recht bald vor die Wahl gestellt: Andere Schafe beim Klettern wegstoßen und Zeit sparen oder alternative Wege suchen? Die Entscheidung liegt beim Spieler.

Mysteriöse Fremde

Das gilt auch für die Szenen abseits der Träume. Denn hat man die Nacht erst einmal überlebt und kehrt in Vincents tägliches Leben zurück, steht der nächste Kampf bevor: Wer ist diese Frau, die da plötzlich neben dem Protagonisten liegt? Wie konnte passieren, was offensichtlich in der Nacht zuvor passiert ist? Hier beginnt die eigentliche Reise von Vincent, und es zeigt sich, dass die Welt des "Helden" mit übermäßigem Alkoholkonsum alles andere als heil ist. Ab nun gilt es, den Seitensprung entweder zu vertuschen oder sich auf eine Affäre einzulassen. Zunächst erzählt man jedoch im "Stray Sheep", einer Bar, in der Vincent seine Abende bei Sake, Whisky und Bier zubringt, seinen Freunden davon und erfährt dadurch von einem Fluch, der umgehen soll. Männer, die ihre Partnerin betrügen, werden demnach von Albträumen heimgesucht, in denen sie fallen. Sterben sie in ihren Träumen, so sterben sie auch im echten Leben. Sofort ergibt die bisherige Geschichte einen Sinn: Die anderen Schafe, denen Vincent über den Weg läuft, sind offenbar in einer ähnlichen Situation und kommen einem nicht von ungefähr seltsam bekannt vor. Sie sind in menschlicher Gestalt Abend für Abend in der Bar anzutreffen. Man beginnt instinktiv, sich vor der nächsten Nacht und den folgenden Träumen zu fürchten, schließlich ist in den Nachrichten seit Tagen von einer mysteriösen Todesserie zu hören, die nur Männer betrifft.

Spiel mit der Moral

Vor den Kletterpartien im Traum gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, den Abend zu verbringen - und die Geschichte damit subtil zu beeinflussen. Denn was Vincent auch tut, über ein Moralbarometer, das zwischen heiß und kalt ausschlägt, bekommt der Spieler direktes Feedback und damit einen Ausblick auf das Ende, das ihn erwartet. Acht verschiedene Enden gibt es, für jede davon muss man im Spiel bestimmte Entscheidungen treffen und mit speziellen Charakteren sprechen. Das geschieht während der Abende in der Bar. Etwa, wenn Katherine sich per SMS meldet und es am Spieler ist, ihr zu antworten. Aus verschiedenen Textbausteinen erstellt man die Antwort, wobei einem der Ton freisteht. Gleiches gilt auch für die Textnachrichten an die mysteriöse Fremde, deren Namen - wenig verwunderlich - Catherine lautet. Auch in verschiedenen Dialogen mit den Freunden oder anderen Barbesuchern gilt es, die Antwort zu wählen - und damit den Fortgang der Story. Die Unterredungen sind vielseitig und vor allem clever gehalten und tragen zur Identifikation mit Vincent bei. Man beginnt, ihn handeln zu lassen, wie man es selbst für moralisch unbedenklich hält. "Beginnt oder endet das Leben mit der Ehe?" lautet etwa eine der Fragen. Selten hat man Antworten in einem Videospiel mit mehr Bedacht gewählt.

>> Weiter zur Seite 2 von "Catherine"

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