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Spieletest zum Aufbau-Simulationsspiel Minecraft für PC

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Test Minecraft | Aufbau-Simulationsspiel | PC  

Klötzchen für Millionen

17.01.2012, 14:30 Uhr | (jr / ams), Medienagentur plassma

Spieletest zum Aufbau-Simulationsspiel Minecraft für PC. Minecraft (Quelle: Mojang)

Minecraft (Quelle: Mojang)

Selten schaffen es kleine Indie-Studios, den Großen der Spiele-Branche wirklich am Zeug zu flicken. Und sicherlich kann auch das Aufbau-Simulationsspiel "Minecraft" für PC nicht mit dem Verkaufserfolg eines "Modern Warfare 3" mithalten, das in den ersten 16 Verkaufstagen schon eine Milliarde Dollar einspielte. Aber einen gewaltigen Achtungserfolg hat der Schwede Markus "Notch" Persson mit seinem Mojang AB Studio schon erzielt. Mehr als 4,3 Millionen Spieler weltweit haben die seit November 2011 als fertige Version 1.0 vorliegende Klötzchen-Simulation bereits gekauft. Insgesamt verzeichnet das Game über 20 Millionen Spieler.

Die Welt erbauen

Fesselten in den letzten Wochen zahlreiche Triple-A-Titel wie "Batman: Arkham City" oder "Skyrim" die Gamer mit ihren spannenden Storys und epischen Spielwelten an die Bildschirme, setzt Minecraft auf ein ganz anderes Spielprinzip, das Bauen zur Sucht macht. Ohne vorgegebenes Ziel kann hier jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Klotz um Klotz, Mausklick um Mausklick erschafft man in einem virtuellen Sandkasten seine Welt nach Herzenslust, zerstört sie, baut sie wieder neu auf - und gestaltet sie dann gänzlich neu. Sind die ersten Gebäude noch simple Hüttenobjekte, werden sie dann viel später zu imposanten Hochhäusern und Villen.

Nachts kommen die Monster

Zu Beginn wirft Minecraft den Spieler in eine grüne Umwelt und lässt ihn mit den ersten Blöcken hantieren. Schnell merkt man: Alles ist entnehmbar und kann in anderer Form wieder erstehen. Hat man sich seine ersten Gruben geschaffen, auch mal einen Baum gefällt, kommt schon die erste Nacht. Und mit ihr Monster, die nach dem virtuellen Leben trachten. So lernt man schnell, sich aus dem Baum eine hölzerne Spitzhacke zu formen. Sie dient nicht nur zum Schutz, sondern natürlich auch zum Bauen. Verschiedene Blöcke stellen verschiedene Rohstoffe dar. So gibt es Erde, Wasser, Gras und nach und nach vieles mehr.

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Minecraft

"This is Minecraft" stellt das ungewöhnliche Spiel vor. zum Video

Großes braucht seine Zeit

Die Geländeveränderung funktioniert ziemlich simpel: Man wählt aus den verschiedensten Rohstoffen, um seine Projekte zu gestalten. Doch je größer die Objekte werden, umso komplexer gestaltet sich der Aufbau der eigenen Welt. Aber auch die verschiedensten Werkzeuge wie Äxte, Schaufeln und Spitzhacken lassen sich erschaffen und mit entsprechenden Tränken noch wirksamer machen. Prinzipiell kann man seine Schlösser bis in die Wolken wachsen lassen. Das benötigt dann viele Stunden Arbeit am Monitor.

Mit Freunden baut man schneller

Grundsätzlich gilt: Wie tief man sich in das Minecraft-Universum fallen lässt, bleibt jedem Spieler selbst überlassen. Minecraft lässt sich aber nicht nur alleine spielen. Im Multiplayer-Modus kann man Welten im Teamwork erstellen. Auf aktiven Servern findet man schnell Freunde, und es existiert auch schon eine riesige Zahl an Gebäuden oder nachgebauten Welten aus anderen Spielen. Die Community hat viel Spaß daran sich an originalen Bauwerken zu versuchen. Wie wäre es mit dem Reichstag aus Berlin oder dem Kölner Dom? Etliche Orte und Gebäude aus Film- und Spielvorlagen lässt die Minecraft-Gemeinschaft ebenfalls entstehen. Ob das Raumschiff Enterprise im Maßstab 1:1, das Auenland aus "Der Herr der Ringe" oder die Städte aus den "GTA"-Spielen, nichts scheint für die kreativen User unmöglich zu sein.

Die Arbeit geht weiter

Obwohl Minecraft mit Version 1.0 nach einer zweijährigen Testphase nun offiziell freigegeben wurde, ist die Arbeit an ihm noch lange nicht beendet. Wie das Mojang-Studio mitteilt, soll es mehrmals im Monat neue Features und Updates sowie Patches geben. Darüber hinaus arbeiten auch die vielen Fans dieser Spielidee an der Weiterentwicklung mit. Wem beispielsweise die normalen 16 x 16 Pixel-Blöcke zu grob sind, der kann mit Texturen-Paketen die Dichte von 256 x 256 Bildpunkten erreichen und so sein Bauvorhaben wesentlich detaillierter gestalten.

Minecraft goes Lego

Die gigantischen Klötzchenwelten erinnern an Kindertage, in denen man aus tausenden von Legosteinen fantasievolle Welten in seinem Kinderzimmer erstehen ließ. Kein Wunder, dass sich der schwedische Entwickler eine reale Minecraft-Lego-Edition vorstellen kann. Der dänische Lego-Konzern zeigte sich interessiert und ermutigte das Studio, seine Ideen auf der Lego-Projektseite "Cuusoo" zu veröffentlichen. Wenn dort mehr als 10.000 Lego-Fans das Minecraft-Projekt unterstützen, fasst Lego eine Produktion ins Auge. Bei der großen Fan-Zahl von "Minecraftern" dürfte das nur eine Frage der Zeit sein.

Was uns gefällt

Die große Spielfreiheit liefert immer neue Welten und ermöglicht es dem Nutzer, sich kreativ auszutoben. Besonderen Spaß garantiert der gelungene Mehrspieler-Modus, in dem man viele Freunde finden kann, Anregungen bekommt oder gemeinsam riesige Areale erbaut. So entdeckt man immer wieder neue Welten, die den Spieler zu eigenen Kreativ-Großtaten inspirieren. Hat man sich in die Bauarbeit einmal eingefunden, kommen auch Rollenspiel-Elemente hinzu, die Minecraft noch interessanter machen.

Was uns nicht gefällt

Obwohl Klötzchenstapeln recht einfach klingt, erweist sich Minecraft als ein äußerst komplexes Spiel, das aber selbst wenig Hilfe für Einsteiger mitliefert. Die muss man sich in Fan-Blogs und Internetforen suchen. Die Dorfbewohner laufen leider oft ziemlich planlos durch die Gegend. Mojang will die KI deshalb in Zukunft noch verbessern. Und Achtung: Minecraft ist ein enormer Zeitfresser mit hohem Suchtpotenzial.

Fazit

Die wichtigste Faszination an Minecraft ist sicherlich, dass jeder selbst sein eigener Bauherr ist. Der Fantasie sind im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen gesetzt. Ein einfaches Spielprinzip, das aber mit seiner Grenzenlosigkeit enorm fesselt. Es ist so etwas wie der riesige Sandkasten, in dem man seine Burgen mit viel Geschick formt, platt macht und wieder neue und schönere und noch größere Sandburgen baut. Die Rollenspiel-Elemente sorgen dabei noch für eine zusätzliche Abwechslung. Ein Indie-Hit, der es in sich hat.

Infos zum Spiel

Titel: Minecraft
Genre: Aufbau-Simulation
Publisher: Mojang AB
Hersteller: Markus Persson
Release-Termin: Im Handel (Version 1.1 via "www.minecraft.net")
Preis: zirka 20 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Keine Bewertung (Download-Spiel)
Wertung: Sehr gut


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