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Test zum Jump'n'Run-Abenteuer Trine 2 für PC, Mac, Xbox 360 und PS3

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Test Trine 2 | Jump'n'Run | PC, Mac, Xbox 360, PS3  

Einer für alle, alle für einen

07.02.2012, 16:58 Uhr | Richard Löwenstein (jr / vb), Richard Löwenstein

Test zum Jump'n'Run-Abenteuer Trine 2 für PC, Mac, Xbox 360 und PS3. Trine 2 (Quelle: Frozenbyte)

Trine 2 (Quelle: Frozenbyte)

Ein Zauberer, ein Ritter und eine Diebin bilden das Trio, das angeleitet von einem mächtigen Artefakt in "Trine 2" für PC, Mac, PS3 und Xbox 360 aufbricht, um das Königreich zu retten. Amadeus, Pontius und Zoya, die Heldenfiguren des märchenhaft inszenierten, herrlich retrofinen Jump'n'Run-Abenteuers, waren bereits 2009 zusammen unterwegs. Die starken Drei überwinden rennend, springend und um sich schlagend auch bei ihrem zweiten Auftritt die schwierigsten Hindernisse, sofern der Spieler Reflexe, Timing und etwas Köpfchen zeigt. Und man muss sich konzentrieren, denn die enorm farbenprächtig und liebevoll gemachten Bilder und Musikstücke des Spiels, deren 2D-Anmutung tatsächlich auf modernster 3D-Animationstechnik fußt, verführen die Sinne. Da kommt es schon mal vor, dass der mangelnden Aufmerksamkeit ein Heldenleben zum Opfer fällt.

Verhexter Dreier

Nach einer kurzen Kamerafahrt mit Erzählung im Es-war-einmal-Stil geht´s sofort zur Sache. Aus der klassischen Seitenansicht dirigiert man jeweils einen der Charaktere. Ein simpler Tastendruck genügt, um im Einzelspieler-Modus zwischen den Helden zu wechseln. Die ersten drei Spielabschnitte vermitteln kurz und knapp die jeweiligen Fertigkeiten der Abenteurer. Sie werden im Spielverlauf immer wieder clever kombiniert, um physikbasierte Rätselmechanismen zu überwinden und scheinbar unbesiegbare Widersacher auszutricksen. Dem Zauberer kommt eher die Kopfarbeit zu. Per Telekinese-Trick hebt er beispielsweise Felsen aus dem Weg oder baut aus Eisenwürfeln Treppen nach dorthin, wo vor ihm noch kein Zauberer gewesen ist. Ganz anders die Diebin Zoya. Geschickt schwingt sie sich von Ast zu Ast und perforiert mit Pfeil und Bogen jede Menge Goblins. Regnet es Feuerblumen vom Himmel, dann schlägt die Stunde des Ritter Pontius. Mit dem Schild lenkt er erst den Kugelhagel ab, um dann per Schwert und Axt die Angreifer Manieren zu lehren.

Action fürs Oberstübchen

Das Vorgängerspiel aus dem Jahr 2009 für PC und PS3 war durchweg hübsch anzusehen, bot spielerisch aber zu wenig Abwechslung. "Trine 2" macht das besser. Die Haudrauf-Einlagen mit Orkhorden und fleischfressenden Pflanzen fühlen sich zwar immer noch recht einfach an, machen sich als temporeiche Intermezzi inmitten des sonst eher kopflastigen Gameplays aber dennoch gut. Der "Kasus Knacksus" des Spiels sind die vielen Dutzend teils erstklassig inszenierten Rätsel, welche die grauen Zellen mächtig herausfordern. Wenn man beispielsweise Salatpflanzen zum Wachsen anregt und so eine zum Verlieben knuffig animierte Weinbergschnecke aus dem Weg lenkt, sieht das grandios aus und löst unweigerlich Hochgefühle aus. Ähnlich motivierende Wirkung üben die zahlreichen Zahnrad- Konstruktionen und anderen Mechanismen aus. Allerdings fehlen wirklich neue Ideen genauso wie anspruchsvolle Zeitspielereien oder auf Koop-Teamwork getrimmte Puzzles. Dieser Tatsache sollten sich die bis zu zwei Koop-Mitstreiter bewusst sein, die auf dem geteilten Bildschirm oder via Online-Anbindung jederzeit mitmischen dürfen.

Was wir mögen  

Ein Märchen-Erzähler überbrückt Ladepausen mit Helden- und Handlungs-Anekdoten. Ein oder zwei Mitspieler können jederzeit in eine laufende Partie einsteigen. Die deutsche Synchronsprecher machen einen ordentlichen Job, wobei die Texte etwas mehr Pfiff und Witz vertragen könnten.

Was wir nicht mögen

Stellenweise versuppen Spielfiguren und wichtige Objekte inmitten der kunterbunten Umgebung, sie sind dann schwer erkennbar. Steigt ein Mitspieler aus der laufenden Partie aus, erkennt die Software das erst nach einigen Minuten: bis dahin steht der Held des scheidenden Mitspielers tatenlos in der Landschaft herum.

Fazit

Sorry für das Wortspiel: Aber "Trine 2" ist alles andere als eine Spielspaß-Träne. Wer dem mit zahlreichen Awards bedachten Game sein stellenweise etwas seichtes Gameplay nachsieht und sich stattdessen von der märchenhaften Atmosphäre einlullen lässt, wird prima unterhalten. Unterm Strich haben wir hier einen wahrlich magischen Fantasy-Trip, der mindestens sechs Spielstunden an den Controller kettet.

Infos zum Spiel

Titel: Trine 2
Genre: Jump'n'Run-Abenteuer
Publisher: dtp / Focus Home Interactive / Atlus
Hersteller: Frozenbyte
Release: Im Handel
Preis: zirka 20 Euro
System: PC, Mac, Xbox 360, PS3
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut

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